Sonntag, 1. August 2010

MSDS :-)

Ein paar Impressionen von unserer Reise

Da ich, solange wir unterwegs waren, weder Zeit noch Lust hatte, Bilder zu bearbeiten, reiche ich Euch heute ein paar Fotos nach, Ihr sollt ja schliesslich auch sehen, was wir gesehen haben...

Geschwindigkeitsanzeige des MAGLEV (Transrapid) in Shanghai bei Höchstgeschwindigkeit

Wohnhochhäuser in Shanghai. Man beachte den für dortige Verhältnisse extrem blauen Himmel!

Burgruine Falkenstein/Taunus - sowas haben wir ja hier in NZ nun überhaupt nicht...

Mein Sohn Raul bei ersten Flugversuchen

Hochzeit von Conny & Olli

Fischernetz in Puerto Andratx, Mallorca

Kathedrale von Palma de Mallorca

Badebucht bei Camp de Mar, Mallorca

Detail am Hamburger Michel

Leuchturm Westerhever, Dithmarschen

Heuballen auf dem Feld bei Westerhever

Roggenfeld in der Abendsonne

Michi & ich vor der wohl am häufigsten fotografierten Tür von Friedrichsstadt, Dithmarschen

Freitag, 30. Juli 2010

Frankfurt - Moskau - Tokyo

Montag abend war es so weit - es hieß Abschied nehmen. Frankfurt allerdings machte uns den Abschied so leicht wie möglich, es regnete dort den ganzen Tag.

Der Flug war ok, ohne besondere Vorkommnisse. Das meine Erfahrungen mit unfreundlichen Saftschubsen bei Aeroflot keine Eintagsfliege war, bekamen wir leider auf diesem Flug bestätigt. Einmal habe ich eine von der Crew lächeln sehen, allerdings lächelte sie keinen Gast, sondern eine Kollegin an...

Für unseren 14-stündigen Aufenthalt in Moskau hatten wir dann die folgenden Optionen ins Auge gefasst:

  1. Probieren, ob man mit einer Art Tagesvisum in die Stadt kommen kann um ein bisschen den Kreml, den Roten Platz und was es da sonst noch so gibt zu fotografieren
  2. Ein Tageszimmer in einem Hotel im Transitbereich nehmen und erstmal schön ausschlafen
  3. Beides, erst ein wenig schlafen und dann in die Stadt fahren

Wir haben uns schließlich für Option 4 entschieden: Abhängen im Transitbereich des kleinsten und langweiligsten Terminals des gesamten Airports. Das lag daran, dass es a) keine Möglichkeit gibt, ohne vorher erteiltes Visum in die Stadt zu kommen (Was aber eh nicht so prickelnd gewesen wäre, da Moskau aufgrund von Wald- und Moorbränden unter einer Rauchwolke verschwunden war...) und b) das das Mercure Airport ungelogen € 160,00 für ein Tageszimmer haben wollte. Dafür kann man in Auckland im 5-Sterne-Hotel Westin Lighter Quay übernachten!

Nach den ersten 7 Stunden kam ich mir ein wenig vor, wie sich Tom Hanks im Film 'Terminal' gefühlt haben muss. Wir haben so viele Leute kommen und gehen sehen, es war eine wahre Pracht...

Zu allem Überfluss ist der Airport in MOW auch noch sauteuer, in AKL isst man für weniger Geld in deutlich besseren Restaurants. Aber wenigstens gab es WLAN und zu lesen hatten wir auch genug dabei.

Nach gefühlten 3 Tagen (reell: Dienstag Abend) ging es dann endlich weiter, unfreundlich wie eh und je, aber auf der Strecke MOW - TYO doch mit In-Seat-Entertainment!

Mittwoch früh dann endlich in Tokyo, entspannte Pass- und Zollkontrollen und 3 Mann am Gepäckband, die die Koffer und Taschen so drehen, dass sie möglichst wenig Platz wegnehmen (Endziel Vollbeschäftigung?). Der Abgang zur Bahn liegt direkt gegenüber vom Ausgang, alles sehr kommod. Dazu strahlend blauer Himmel mit hübschen Deko-Wölkchen und 32°. Reisender, was willst Du mehr? Schlaf!

Nach 2 Nächten ohne Bett und mit Schlafphasen von max. 2 Std. waren unsere Körper nicht mehr in der Lage, ordnungsgemäß zu funktionieren, was uns ein Deja-Vu bescherte: Genau wie vor 2 Jahren in Kyoto fielen wir nach einem schnellen Imbiss in einen tiefen Schlaf und wachten erst auf, als es bereits dunkel war.

Dienstag, 27. Juli 2010

Sommergeburtstag

Nachdem ich ja nun 2 Jahre meinen Geburtstag in Neuseeland - und damit im Winter - begangen habe, hab ich mich schon ziemlich lange darauf gefreut, dieses Jahr mal wieder im Sommer und mit meinen Freunden in Frankfurt feiern zu können. Tolle Pläne hatte ich ausgeheckt, vielleicht im Günthersburgpark? Ach nee, da ist ja "Stoffel". Aber vielleicht am Mainufer, Sachsenhäuser Seite mit Blick auf die Stadt? Könnte auch schön sein, oder? So machen wir das...

Leider hat sich der Sommer dann kurzfristig an meinem Geburtstag von Frankfurt verabschiedet, seit dem hat es täglich geregnet und aus meinem geplanten Open-Air-Geburtstag wurde dann ein ganz normaler Abend in der Kneipe... Also, nicht ganz normal, denn normalerweise habe ich ja bei einem normalen Abend in der Kneipe nicht meine Freunde aus Frankfurt/Berlin/Sonstwo um mich.

Es wurde dann doch noch ein schöner Abend im Feinstaub, erst hinten im Hof, dann vorne auf der Straße und als auch dort zugemacht werden musste, ging es halt im Staub drinne weiter... Eine Menge nette Leute waren da & dann auch noch ein DJ, den ich seit über 20 Jahren kenne, der gute Musik gespielt hat, alles in allem rundum gelungen.

Vielen Dank an alle, die da waren, auch für die netten Geschenke. Und natürlich auch ans Feinstaub selbst.

Nächstes Jahr feier ich dann wohl wieder in AKL, bei 10° und Nieselregen... :-)

Mittwoch, 14. Juli 2010

Schwitzen in Deutschland

Wir hatten uns ja auf einen zusätzlichen Monat Sommer gefreut - aber doch nicht auf sooo viel Sommer :-) Hier in D (momentan sind wir allerdings auf Mallorca...) sind ja im Moment in der Regel über 35°C, was dann doch etwas zuviel des Guten ist... Hier auf Malle ist es etwas kühler und der Wind vom Meer ist auch sehr angenehm.

Hier mal schnell ein kurzer Zwischenbericht, über alles, was wir bis jetzt so erlebt/unternommen haben:

Untergekommen sind wir in Frankfurt bei Michi's Ma (also, für alle FRA-Kenner: in Bergen-Enkheim, nicht wirklich in Frankfurt...) und Thilo bzw. Michi's Vater haben uns ihre Autos zur Verfügung gestellt, damit wir von dort aus mobil sind.

Sonntag war erstmal ausschlafen und entspannen angesagt, bis es zu Thilo's & Steffi's Housewarming-Party (also, eigentlich Umzugshelfer-Brunch, aber wir hatten ja nicht geholfen :-)  ) ging.

Montag wieder erstmal ausschlafen, das Jetlag hat uns doch heftig erwischt und abends hab ich das Feinstaub mit neuseeländischen Indie-/Alternative-Tunes gerockt, unter meinem neuen DJ-Pseudonym 'Tane Tamati' - Leider waren enttäuschend wenig Leute da :-(

Dienstag habe ich den nachmittag dann mit meinen Kindern in weiter Feld und Flur verbracht, abends waren wir dann Essen mit Michi's Dad und haben dann das 1. Halbfinale geschaut, leider mit dem falschen Sieger, den Kääsköppen...

Mittwoch hab ich dann mal geschaut, ob ich noch Taxifahren kann - man muss ja auch an die Zukunft und eine eventuelle Rückkehr nach FRA denken... Ging noch ganz gut, aber meine Fahrgäste haben es mir auch leicht gemacht, indem Sie nicht zu irgendwelchen kompliziert zu findenden Adressen wollten ;-) Und abends gab's ja dann das (leider zu Recht) verlorene Spanien-Spiel...

Donnerstagvormittag wieder Kinder, Falkensteiner Burg, Sushi essen im Chinesischen Garten und danach ein wenig shoppen, ich brauchte ja noch was zum Anziehen für die Hochzeit am Samstag.

Freitag waren wir dann am Kelsterbacher See und haben uns die Verwüstung angeschaut, die dort für den Flughafen-Ausbau angerichtet wurde. Sieht echt heftig aus... Aber Gott sei Dank wurde "mein persönlicher See" (ich nutze den immerhin schon seit meinem 10. Lebensjahr - für alles, was man so an 'nem See machen kann, u. a. baden, angeln, tauchen...) verschont und wir waren dort schwimmen, in glasklarem Wasser mit einer Vertikalsicht von bestimmt 3 Metern. War toll - und bei diesen Temperaturen sehr erfrischend. Dann noch 2 weitere Termine mit Freunden - unter anderem ein Foto-Shooting mit Baba im Grüneburgpark, das viel Spaß gemacht hat...

Samstag dann die Hochzeit von Conny & Olli, die wohl heißeste Hochzeit ever. Zumindest könnte man das annahmen, wenn man einen Blick auf das Foto des Thermometers an der Bergener Volksbank wirft:


Außerdem war es wohl die erste Hochzeit, an der ich teilgenommen habe, bei der mehr antialkoholische als alkoholische Getränke getrunken wurden, was wohl am Wetter lag... Getanzt wurde auch kaum, doch zu heiß? Das Spiel um Platz 3 haben wir übrigens in 5-Minuten-Häppchen auf dem Fernseher eines Audi A8 verfolgt, hat auch gelangt, muss nicht immer Public Viewing sein... Alles in allem war's aber eine sehr nette Hochzeit mit erfreulich wenigen "Mitmach-Spielen" :-)

Sonntag Endspiel, Montag Flug nach Malle, heute Geburtstagsbrunch zum 70sten von Michi's Dad und da sind wir jetzt...

Insgesamt finde ich unser Pogramm noch stressiger als ich es mir vorher vorgestellt hatte. Aber, da wir eben nur wenig Zeit haben, muss das wohl so sein, oder?

Dienstag, 6. Juli 2010

Reisegeschichten

Wir sind in Deutschland! Wir hatten uns ja für einen preiswerten Air New Zealand/Aeroflot Kombi-Tarif entschieden, bei dem wir über 600$ pro Person sparen - jetzt wissen wir auch, warum der so günstig war...

Der erste Hammer kam schon in Auckland beim Check-in, obwohl wir ein Ticket für die komplette Strecke AKL - Shanghai - Moskau - Frankfurt hatten, war es nicht möglich, unser Gepäck bis Frankfurt durchzuchecken, da es zwischen Air New Zealand und Aeroflot anscheinend kein Gepäck-Durchcheckungs-Abkommen gibt. Wieso zum Teufel verkaufen die dann Tickets, die zum Fliegen mit eben diesen beiden Airlines berechtigen? Für uns hieß dass, das wir zunächst mal in Shanghai einreisen & unser Gepäck abholen mussten - nur, um dann gleich wieder einzuchecken. Also, nicht gleich wieder, der Check-in Counter machte ja erst 2 Std. später auf, also durften wir solange unser Gepäck durch den Flughafen schlörren...

Der Air NZ-Part des Fluges war gewohnt gut, nichts zu bemängeln. Außer vielleicht, dass mir persönlich die alten Uniformen besser gefallen als die Neuen, von der neuseeländischen Modedesignerin Trelise Cooper entworfenen, zu denen die Flugbegleiterinnen nur noch Lippenstift in der Farbe "Berry" auflegen dürfen :-)

In Shanghai sind wir dann - wo wir ja eh schon eingereist waren - nochmal schnell mit dem "Maglev" (MAGnetic LEVitation Train, dt. Transrapid) in die Stadt & zurückgefahren, nur wegen dem Kick der Höchstgeschwindigkeit von 431 km/h.

Dann weiter nach Moskau mit Aeroflot. Die Saftschubsen sahen alle aus, als wäre dies bereits ihre zweite Karriere, nach einer erfolgreichen Laufbahn wahlweise beim KGB oder als Kugelstoßerin. Lächeln? Fehlanzeige. Es gab weder In-Seat-Entertainment noch alkoholische Getränke - und gerade die kann man auf einem 10-Stunden-Flug prima brauchen, sonst kann's mit der Schlaferei schon schwierig werden...

Ach ja, als wir unsere vegetarischen Essen gebucht haben, wurde uns gesagt, daß dies für die Strecke Shanghai - Moskau nicht möglich sei. Sind ja auch bloß 10 Stunden... Aber irgendwie hat es die einzige nette Stewardess an Bord geschafft, uns 2 Vegi-Essen herbeizuzaubern, danke nochmal hierfür :-)

In Moskau angekommen haben wir uns dann beide gewünscht schon in Frankfurt zu sein, die Aussicht auf nochmal 3 Stunden Flug - nach nochmal 2 1/2 Stunden Aufenthalt war nicht wirklich prickelnd. Es lief auch bereits das Argentinien-Spiel, und die einzige Kneipe/Bar, die Fernseher hatte UND das Spiel zeigte, war Business Class-Passagieren vorbehalten. Nach einem kurzen Rundgang, um herauszufinden, ob es nicht doch noch eine andere Möglichkeit gab, haben sich dann alle Deutschen, die auf einen Anschlußflug warteten einfach in die Bar gestellt - pünktlich zum 2:0 - und den Rest des Spiels dort geschaut, die Kellnerin, die noch 2 x kam um uns wegzuschicken wurde einfach ignoriert und hat dann ihrerseits resigniert.

Und irgendwann kamen wir dann endlich nach 38 Stunden in Frankfurt an. Das war bis jetzt unser anstrengendster Trip zwischen NZ und DE, aber bei der oben bereits erwähnten Ersparnis gegenüber dem nächstgünstigen Tarif würde ich es wohl jederzeit wieder auf mich nehmen.


Donnerstag, 1. Juli 2010

Don't drink & drive...

Oder um es mit den Worten von Henry Rollins zu sagen: Drink! Drink! Drink! Drink! Don't think! Drink! Drive! Kill! (aus dem Black Flag-Song "Drinking & Driving" von der "In my Head"-LP von 1985)

Hier in NZ haben viele Menschen ein heftiges Alkoholproblem, was unter anderem ursächlich für eine hohe Anzahl an Toten und Verletzten im Straßenverkehr und ein hohes Aufkommen an häuslicher Gewalt ist. Die Medien bzw. der Staat versuchen daher, mit möglichst schockierenden Anzeigen und Werbespots Aufmerksamkeit zu erzeugen und Denkanstöße zu geben.

Ich habe Euch hier heute mal 3 Spots geposted, die für einiges an Diskussion gesorgt haben. Schaut sie Euch am besten in der geposteten Reihenfolge an, nach dem Letzten könnte der Erste sonst etwas lahm wirken. Und immer schön nüchtern fahren, gelle?! Enjoy...







Sonntag, 27. Juni 2010

Silo-Tour

In Auckland soll auf dem Gelände des ehemaligen Industriehafens ein neuer Stadtteil, Wynyard Quarter, entstehen. Mit allem drum & dran, Promenade, Eventscenter, Wohn- und Büroraum, Restaurants & Cafés, einem Hotel etc... Und das am besten noch 'in time' für RWC 11, das ist der Rugby-World Cup, der nächstes Jahr im September/Oktober hier in NZ statfindet. Daran glaube ich (und nicht nur ich...) allerdings nicht :-)

Damit der Bürger mal schauen kann, wie das alles so werden soll, gab es dieses Wochenende kostenlose 'Silo-Touren' durch einen Block von sechs ehemaligen Zement-Silos. Die Touren waren gut besucht, wie eigentlich alle öffentlichen Veranstaltungen, die mit Stadtplanung und -entwicklung zu tun haben, da herrscht hier doch ein sehr starkes Interesse dran.


Der Silo-Block


Los ging's im 'Erdgeschoss' des Silos, wo ein Video lief, daß einen im Detail über den neuen Stadteil informierte. Ich hab's mir allerdings nicht angeschaut, musste die knapp bemessene Zeit zum Fotografieren bei schlechten Lichtverhältnissen nutzen...


Hier wurde fast 40 Jahre lang Zement umgeschlagen 



Zwischen den einzelnen Türmen


Dann wurden wir irgendwann nach draußen gebeten, um über eine offene Außentreppe (auf der Homepage, wo man sich anmelden musste, war von 'enclosed steel stairs' die Rede gewesen...) auf das 32 Meter hohe Silo zu klettern.


Die 'Enclosed steel stairs'


Und oben angekommen gab es dann eine Aussicht aus einer Perspektive, die man sonst so nicht haben kann. Die Mühe des Aufstiegs hat sich auf jeden Fall gelohnt. Das wetter hat auch mitgespielt - bei uns zumindest :-) Als die nächste Gruppe oben war, hat es vielleicht angefangen zu schütten. Wie heute überhaupt um die 15 mal... Ich war jedenfalls froh, wieder unten zu sein.



Blick über Waitemata und Viaduct Harbours, Devonport und Rangitoto im Hintergrund


Der Skytower - mal aus einer ungewöhnlichen Perspektive

Freitag, 25. Juni 2010

Dorf zu verkaufen!

Irgendwie finde ich die originellsten Meldungen über Neuseeland immer im ARD-Text...

Dienstag, 22. Juni 2010

Moko-Update

Wie regelmäßige Leser ja wissen, habe wir während unseres White Island-Wochenendes in Whakatane ja auch endlich mal den berühmten "Moko, the friendly Dolphin" kennenlernen dürfen. Und 4 Wochen später ist er dann wieder einmal umgezogen, diesmal in den Hafen des weiter nördlich gelegenen Tauranga. Dorthin ist der einem Fisch-Trawler gefolgt, dessen Besatzung meinte, er habe die laute Musik (AC/DC!) an Bord gemocht. Und dort, in Tauranga war er dann auch regelmäßig zu sehen.

Und nun ist er weg. Seit 16 Tagen hat ihn keiner mehr zu sehen bekommen und ich hoffe (so, wie hunderte anderer Menschen auch) daß ihm nichts passiert ist. Aber wahrscheinlich taucht er wieder auf, er war schon öfter mal ein paar Tage weg. Und noch wahrscheinlicher ist es, daß er irgendwo auftaucht, wo man garnicht mit ihm rechnet.

Ich persönlich hätte ihn ja gerne hier bei uns am Cheltenham Beach, dann würde ich sogar bei den momentanen Temperaturen ins Wasser gehen ;-)

Dienstag, 15. Juni 2010

Lottoglück!

Hin und wieder packt's mich ja und ich spiele Lotto. Und zwar in Deutschland, wegen der harten Währung :-) Vor 3 Wochen gab's bei meinem Lotto-Dealer, Tipp24.com, ein Sonderangebot, das Mai-Lotto. Das ist ein Systemtipp, bei dem man ca. 500 Reihen spielt. Laufzeit: 5 Wochen, Preis: Ging so. Also, flott den Schein abgegeben und dann auf die Kohle gewartet :-)))

Bei der ersten Ziehung: Nüscht! Bei der zweiten: Ooch wieda nüscht! Aber dann, bei der 3. Ziehung der Knaller! 3 von unseren Zahlen wurden gezogen! Und weil wir ja "System" spielen, haben wir diesen 3er gleich 35 Mal!!!! Juhu! 35 x € 8,50, da kommt schon was zusammen, oder?

Aber, auch beim Lotto gibt's die kleinen, die einem den Spaß verhageln können... Der System-Schein war nur so günstig, weil man ja in einer Spielgemeischaft mit 249 anderen spielt. Sprich: der gewinn wird durch 250 geteilt. Aber unser Gewinnanteil von EUR 1,19 wurde meinem Spielkonto bereits gutgeschrieben.  :-)

Montag, 14. Juni 2010

Fußball-WM am A****, äh, am anderen Ende der Welt

Jetzt ist die WM also auch bei uns angekommen. Bis gestern hat man hier in Auckland noch gar nix davon bemerkt, daß es schon los gegangen ist. Aber heute waren wir in Fox's Ale House, wo alle 64 Spiele live gezeigt werden. Nur sieht das live hier für uns dann etwas anders aus, nämlich so:

  • 05:20h   Der Wecker klingelt, aufstehen & schnelles Frühstück
  • 05:55h   Mit dem Auto runter zur Fähre
  • 06:10h   Mit der 1. Fähre in die Stadt
  • 06:30h   Anpfiff, Kaffee bestellen & drauf warten
  • 07:15h   Halbzeit und 1. Pint Bier- schmeckt noch nicht
  • 08:00h   2. Pint - schmeckt schon deutlich besser - draußen ist's hell...
  • 08:15h   Abpfiff, 4:0 Sieg & Expertenmeinungen
  • 08:30h   Aufbruch zur Fähre, ab nach Hause & nochmal Schlafen :-)

Der Part ab 08:30h ging allerdings nur heute, da ich frei hatte (war am Samstag im Büro...), die meisten anderen sind direkt vom Pub zur Arbeit gegangen - und haben wohl den Teil mit den Pints auch übersprungen.

Und das war heute alles nur möglich aufgrund der 'gut gelegenen' Anpfiffzeit, viele Spiele fangen auch um 23:30h oder um 02:00h an, und da gibt's für uns keine Möglichkeit, mit Öffentlichen in die Stadt bzw. wieder nach Hause zu kommen. Und übertragen wird das Gros der Spiele (natürlich) auf Sky TV, was wir (auch natürlich) nicht abonniert haben. Aber irgendwie werden wir es wohl schon hinkriegen, wenigstens die Spiele von Jogi's Jungs live zu sehen - hoffe ich zumindest... T°


Donnerstag, 10. Juni 2010

24 hours in National Park (so war's geplant...)

Donnerstag früh hab ich mir überlegt, dass wir doch eigentlich anlässlich des langen Queens-Birthday-Wochenendes noch mal von Samstag bis Montag wegfahren könnten und habe eine Zugfahrt mit dem Overlander nach National Park sowie 2 Übernachtungen im Tongariro Nationalpark angefragt, und tatsächlich wurde alles am Freitag um kurz nach 5 bestätigt, yippieh! Leider allerdings nicht ganz so, wie ich mir das vorgestellt hatte, da beim Overlander im Juni schon der Nebensaison-Fahrplan gilt und er nur freitags, samstags & sonntags fährt. Deshalb mussten wir unseren Ausflug auf nur eine Übernachtung verkürzen – jetzt, nachdem alles schon bestätigt war, konnte ich ja schlecht noch absagen, oder? Also ging’s Samstag früh los und ich hab mich sehr darauf gefreut, mal nicht am Steuer sitzen und mich durch den Berufsverkehr quälen zu müssen.


Der Overlander in der Britomart Station in Auckland

Aber, wie bei vielen anderen Dingen, gibt es auch bei der Fahrt mit dem Overlander eine Kehrseite der Medaille – er fährt schon morgens um 07:20h... Das heißt für uns, die wir mit der Fähre zum Bahnhof müssen, um 20 vor sechs aufstehen, sonst wird alles etwas knapp... Eine Überraschung erlebten wir dann in der Check-in-Schlange: Vera & Klaus, 2 Deutsche, die auch in Auckland leben und die wir schon seit 2 Jahren kennen, waren auch dort, unterwegs zu einem Wochenende in Wellington.


Michi & ich beim Stop in Hamilton

Also habe ich die meiste Zeit der 5 1/2–stündigen Fahrt mit den beiden in der ‚Lounge-Area’ im letzten Wagen mir dem tollen Panoramablick verbracht, und ruck-zuck waren wir schon am Ziel. Unterwegs erlebten wir noch einen Höhepunkt neuseeländischer Ingenieurskunst, die Raurimu Spiral. Auf einem Streckenabschnitt von wenigen Kilometern muss der Zug 132 Höhenmeter erklettern und man fährt irgendwie ständig im Kreis und durch Tunnel und was weiß ich wie, jedenfalls ist dieser Abschnitt weltweit unter Bahn-Fans berühmt.

In National Park wurden wir vom General Manager vom Skotel abgeholt und zu unserer (recht einfachen) Unterkunft im Skihütten-Stil gebracht. Das Wetter spielte auch mit, blauer Himmel und tolle Sicht auf die 3 Vulkane Tongariro, Ngauruhoe und Ruapehu.


Der Mt. Ngauruhoe - auch bekannt als Mt. Doom aus diesem einen Fantasyfilm da, der mit diesem Ring und so, na wie hieß der denn noch gleich?


Mt Ruapehu gespiegelt in einer Pfütze

Wir also nix wie rein in die Wanderschuhe und los ging’s zu unserem ersten Walk zu den Silica Rapids. Den zweiten Walk, den wir uns ausgesucht hatten, den Taranaki Falls Loop Track, wollten wir dann am Sonntag nach dem Frühstück machen. Gutes Wetter, Bush, schneebedeckte Berggipfel – so ist Neuseeland... Nach anderthalb Stunden kamen wir dann zu den Rapids, das sind ‚Stromschnellen’ (im weitesten Sinne) in einem Bach/Fluss, wo sich Mineralien – hauptsächlich Siliciumdioxid – auf den Steinen im Flussbett ablagern, die diese mit einer cremefarbenen Schicht überziehen, was den Steinen ein sehr interessantes Aussehen verleiht.



Dann ging’s auf ’nem anderen Weg wieder zurück, diesmal nur ’ne Stunde, und dann war’s auch schon dunkel und kalt. Aber, das Skotel hat ja eine Sauna, wo man sich prima aufwärmen kann, dachten wir. Pustekuchen, das war die kälteste Sauna der Welt, nach gut 20 Minuten hatte ich die ersten Schweißperlen auf der Stirn, dann haben wir mehr oder weniger aufgegeben... Und über Nacht hat dann – wie angekündigt - das Wetter umgeschlagen, es gab einen heftigen Sturm und geschüttet hat’s wie aus Eimern – Torrential Rain heißt das hier wohl. War also nix mit den Taranaki Falls – stattdessen war Bilder bearbeiten im Hotelzimmer angesagt, rausgehen war einfach nicht sehr reizvoll.

Mittags hat uns Brett dann wieder zum Bahnhof gefahren, allerdings schon um 12, weil er dann nach Wellington weiter musste – und unser Zug fährt erst um 20 nach 2, und heute wohl erst bis zu einer Stunde später, da er auf einem Teilstück weiter im Süden von einer Dampflok gezogen wurde.  Also stundenlanges rumhängen im (Gott sei dank doch sehr netten) Bahnhofscafé und warten auf den Zug.

Und dann kam zuerst der Zug nach Wellington, fahrplangemäß, und dessen Zug-Managerin, welche uns erklärte, dass der Sturm einen Baum auf die Oberleitung geschmissen hat und zwischen Ohakune & National Park keine Züge fahren können. Blöd! Das hieß jetzt nämlich, das alle Passagiere aus dem Wellington-Zug mit Bussen nach Ohakune und alle aus dem Auckland-Zug nach National Park gebracht werden müssen. Und dazu müssen erst mal Busse her und wenn das alles erledigt ist, dann fahren wir ab... Das war dann um 20 vor 5 und wir haben ganz schön geschwitzt ob der Frage, ob wir unsere letzte Fähre um 10 kriegen oder nicht. Wenn die weg ist, kostet das Taxi nämlich gleich mal $60.00... Lange Rede, kurzer Sinn (häh?), wir haben die Fähre erwischt und waren dann um ½ 11 nach einem sehr langen Tag endlich zuhause und haben uns beide gefühlt, als hätten wir gerade eine Flug aus Deutschland hinter uns. Na ja, wenn einer eine Reise tut und so... Aber gut war’s trotzdem!                                     T°

Die Wahrheit - und nichts als die Wahrheit :-)

Dienstag, 25. Mai 2010

Off Topic (heut mal nix aus/über Neuseeland)

ES gibt ja so Sachen, für die fehlt mir jegliches Verständnis, zum Beispiel getunte Autos oder Hundehaltung in Großstädten, aber auch die folgende Meldung aus dem ARD-Text gehört dazu:

Da steigt also Ratzi, der Papst in Rom ins (Privat-) Flugzeug, fliegt nach England und hält dort 3 Open-Air-Messen. Soweit so gut.

Und der Spaß kostet dann 15 Mio. (Die Währung ist in der Größenordnung schon nebensächlich)??? Der Hammer dabei ist in meinen Augen aber, daß der "kleine Mann", nämlich der Kirchgänger, per Kollekte den "Fehlbetrag" von 3 Mio. aufbringen soll. Widerspricht daß nicht total dem Konzept von Sankt Martin und Barmherzigkeit? Ist nicht "geben seliger als nehmen"? Und sollten nicht die geben, die viel haben?

Ich bin ja nun kein Katholik, nicht mal gläubig, gehöre keiner Kirche mehr an, bin aber immerhin mal konfirmiert worden und so'n bißchen was ist aus dem Religionsunterricht doch hängengeblieben. Und ich finde es mehr als merkwürdig, daß auf diese Weise der Besuch des Chefs der wahrscheinlich wohlhabensten Institution der Welt finanziert werden soll.

Deshalb, liebe englische Katholiken (ich weiß, meinen Eintrag hier wird wohl keiner von Euch lesen): Spendet! Gebt soviel Ihr geben könnt! Aber bitte für Oxfam, die AIDS-Hilfe, die Heilsarmee, Zeitungsabos für Strafgefangene oder sonst wen, Hauptsache ist, daß die Spende die erreicht, es nötig haben. Und da gibt es (weiß Gott) andere als den Vatikan.

Falls sich da draußen jetzt jemand auf den Schlips getreten fühlt, ich bin gerne zu Diskussionen bereit.

Freitag, 21. Mai 2010

Welcome back...

...lieber unbekannter Leser aus Mountain View, California! Nachdem Du Dich ja jetzt drei Wochen nicht mehr hier hast blicken lassen, haben wir uns schon ein bisschen Sorgen um Dich gemacht. Aber anscheinend warst Du doch nur im Urlaub - oder war es etwas anderes, vielleicht ein Krankenhausaufenthalt oder so? Wir wissen es nicht und werden es wohl nie erfahren, was ich ja ein wenig schade finde... Aber, nichts desto trotz, freuen wir uns darauf, daß Du jetzt wieder regelmäßig hier in unserem kleinen Blog liest, Zerstreuung findest und an unserem Leben Anteil nimmst. Ciao!

Wenn der Titanic Translation Poll auch englischsprachige Schmankerln anerkennen würde...

Wir haben uns eine neue Waage gekauft, die wie fast alles, was man hier kaufen kann in China hergestellt wurde. Dazu gab es auch eine Bedienungsanleitung (nicht, daß man die bei einer einfachen Personenwaage unbedingt bräuchte...), die von einer Internet-Übersetzungsmaschine sooo krass von Mandarin (oder kantonesisch?) ins englische übersetzt wurde, daß ich Euch zumindest den einen, hervorgehobenen Satz nicht vorenthalten wollte. Viel Spaß beim übersetzen :-)



Mittwoch, 19. Mai 2010

Reklame an einem Café in Auckland :-)

Montag, 10. Mai 2010

Exkurs: Katikati

Katikati ist ein Ort mit ca. 3500 Einwohnern in der Western Bay of Plenty, der vor allem für seine "Open-Air-Gallery" mit Wandmalereien bekannt ist. Es gibt dort einen "Mural Walk", der einen zu allen knapp 50 Gemälden führt. Stilistisch ist quasi alles vertreten, naiv, abstrakt und was weiß ich nicht alles, die meisten Bilder zeigen jedoch das Leben, wie es früher war. Qualitativ ist übrigens auch alles vertreten... Das Ganze wurde in den 90ern begonnen, um die Stadt für den Tourismus interessanter zu machen, leider jedoch liegt sie so sehr "off the beaten Track", daß der normale Neuseeland-Urlauber dort nicht mal in die Nähe kommt. Vielleicht die Wiederholer, die schon zum zweiten oder dritten Mal in NZ sind...

Wir kamen auf unserem Rückweg von Whakatane (zwar nicht zwangsläufig, aber vorsätzlich) dort vorbei und ich wollte Euch ein paar der "Murals" zeige, wobei die Auswahl willkürlich ist, soll heißen, die Bilder entlang der Hauptstraße  hatten einfach bessere Chancen, von mir abfotografiert zu werden :-)


Sonntag, 9. Mai 2010

Whakatane & White Island

Jetzt haben wir es nach über 2 Jahren doch endlich auch mal geschafft, über's Wochenende nach Whakatane zu fahren. Dort wollten wir wollten eigentlich schon seit langer Zeit mal hinfahren, aber irgendwie hat sich's nie ergeben. Vor allem auch deswegen, das wir auf jeden Fall einen Tag ans WE dranhängen müssen, da wir sonst aus Zeitgründen keine 2 Tagestouren hätten machen können. Und das sollte man (als Taucher zumindest...) auf jeden Fall tun.

Donnerstag sind wir nach der Arbeit losgefahren und kamen recht spät (nach gut 4 Stunden Fahrt) in unserer Unterkunft, dem Surf & Sand in Ohope Beach an.  Ist 'ne Standard-Motel-Accommodation, nix besonderes, aber schön groß, 1-Bedroom-Apartment mit Küche und Wohn-/Essbereich.

Freitag früh sind wir dann mit White Island Tours nach... genau! White Island gefahren. White Island ist ein aktiver Vulkan, 49 Seemeilen vor der Küste gelegen. Mit der Überfahrt hatten wir Glück, meistens ist das Meer dort sehr kabbelig, Freitag war es aber sehr ruhig. Auf der Insel angekommen wurden wir mit Helmen & Gasmasken ausgestattet, was dort vorgeschrieben ist - obwohl ich nicht glaube, daß so ein Bauarbeiter-Helm im Falle einer Eruption wirklich schützen kann...

Gruppendynamik mit Helmen

Dann ging die anderthalbstündige geführte Tour los, Schwefelgestank, Fumerolen, Gasaustritt, Kratersee und noch mehr Informationen zur Vulkanologie und der leider unvermeidbare Zeitdruck, den man mit jeder Gruppen-Tour hat. Immer, wenn wir mal so lange stehengeblieben sind, um mal ein Foto ohne Leute drauf zu machen, kam der Guide: "Common guys, catch up to the rest of the group..." Ich hätte gut noch ein Stündchen länger bleiben können :-)


Aber, nichts desto trotz war es eine gelungene Geschichte, irgendwie war man dem Vulkan viel näher als in Rotorua oder wo es sonst noch so vulkanische Geschichten gibt. Auf jeden Fall empfehlenswert, und sensationelle Fotomotive gibt's dort auch.

Die Überreste der ehemaligen Schwefel-Fabrik auf White Island

Als wir in den Hafen zurück kamen waren gerade einige Leute im Wasser, um mit Moko, the friendly Dolphin, zu spielen. Moko ist ein Großer Tümmler, der die menschliche Gesellschaft der eigenen Verwandschaft vorzieht. Er lebt seit 3 Jahren "unter Menschen", erst in Mahia Beach, dann in Gisborne und im Januar diesen Jahres ist er nach Whakatane "umgezogen". Man kann mit ihm schwimmen, spielen, ihn anfassen (obwohl man das ja überhaupt nicht machen soll!) und es war toll, in dabei zu beobachten. Leider hatte ich kein Neopren dabei und 15° Wassertemperatur liegt nicht mehr ganz in meinem Wohlfühlbereich... :-(

Moko, the friendly Dolphin

Ach ja, Moko hat übrigens auch eine eigene Facebook-Seite, nur Twittern tut er (noch?) nicht

Ja, und Samstag war ich dann nochmal da, diesmal allerdings "unnerum", so zu sagen. White Island ist so ziemlich das letzte taucherische Highlight, das mir hier in NZ noch gefehlt hat. Mit Dive White ging es raus zu den Tauchplätzen, und die waren klasse! Der erste Tauchgang fand bei "The Springs" auf der Nordseite der Insel statt, und hier konnte man den Vulkanismus erleben. Feine Bläschen perlen durch den Meeresboden, irgendwelche schwefelhaltigen Gase wohl (It's just like diving in a glass of Champagne...), und wenn man beide Hände auf den Boden gelegt hat, konnte man an manchen Stellen ca 10° Temperaturunterschied spüren. War ziemlich abgefahren...

Beim 2ten Tauchplatz, "Spanish Archway" war nicht mehr der Vulkan das Besondere, sondern die vielen Fische. Schon beim Abtauchen haben uns Hunderte von Blue Maomaos umkreist. Unten wurde es dan wieder etwas ruhiger, aber es gab immer noch mehr Fische, als ich bis jetzt sonstwo hier gesehen habe. Am Ende des TG hab ich mich dann auf den Boden gekniet und mich 5 Minuten von ca. 1000 - 2000 Blue Maomaos in einem Abstand von einer Armlänge umkreisen lassen. Das war so dermaßen abgefahren! Teilweise war der Schwarm so dicht, daß ich das Wasser dahinter kaum noch sehen konnte... Also, alle Taucher unter Euch: Nix wie hin! Na ja, wenn ihr mal hier seid, halt...

Die Statue der Maori-Frau, die der Stadt Whakatane ihren Namen gab an der Mündung des Whakatane River


Ja, und heute ging's dann zurück, mit Stopps am Mt. Maunganui, in Tauranga, Katikati, Waihi & Paeroa,. Leider war das Wetter heute nicht so prickelnd, weshalb wir Euch nicht mit Fotos von unserer Rückfahrt beglücken bzw. zu Tode langweilen können.

Das war jetzt bis auf weiteres unser letzter geplanter Wochenendausflug, es wird langsam Winter, wir werden wohl wieder mehr Zeit in und um Auckland verbringen, und dann sind es ja auch nur noch 7 Wochen, bis wir in D sind... Wir freuen uns schon drauf! T°



Freitag, 30. April 2010

Nachtrag zum letzten Post

Da hätte ich ja eigentlich auch selbst drauf kommen können! Vielen Dank dafür, liebe Conny! Den passenden Soundtrack zum Post "Fence / Offence" findet ihr hier. Viel Spaß dabei!

Sonntag, 25. April 2010

Fence / Offence

Heute wollte ich Euch hier mal ein altes Bild von unserem Haus/Garten von vor ca. 1 1/2 Jahren zeigen, auf dem man gut erkennen kann, warum mir der Garten so gut gefallen hat. Es ist alles offen, nicht nur zu unseren direkten Nachbarn, sondern sogar bis zum nächsten Grundstück, auf dem das weiße Haus steht, das rechts im Hintergrund zu erkennen ist. Das hat so ein Gefühl von Weite vermittelt, ich fand das echt gut.

Aber dann kamen unsere neuen, frisch aus Südafrika eingewanderten Nachbarn, die wohl an einer Art "Johannesburg-Syndrom" zu leiden scheinen und nicht damit zurechtkommen, dass man sich hier im friedlichen Devonport nicht komplett abschotten muss und keine marodierenden Banden ihr Unwesen treiben und plündern und morden.

Zuerst haben sie es sehr begrüßt, dass der neue Besitzer des Hauses oben rechts einen Zaun errichtet hat, dann wollten sie auch einen zwischen unseren beiden Grundstücken. Und jetzt hat unser Hausbesitzer "endlich" zugestimmt und seit Freitag sieht unser Garten so aus:

Schön eng jetzt, das Ganze. Vorher haben wir wenigstens auf die Blumenbeete der Nachbarn geschaut. Und jetzt? auf einen hässlichen Bretterzaun. Und das End vom Lied war, dass ich in einen Gartenmarkt fahren musste, um Kletterpflanzen zu kaufen und einzupflanzen, in der Hoffnung, das diese bald den blöden Zaun zuwuchern werden. Und wer mich näher kennt, weiß ja, wie sehr ich Gartenarbeit schätze. Thank you, Rob!

Ach ja, unsere 3 Swan Plants, auf denen bestimmt 40 Raupen des Monarch-Falters waren, die sich mit Sicherheit bald verpuppt hätten, um sich kurz darauf in schöne große Schmetterlinge zu verwandeln, sind leider auch dem Sicherheitsbedürfnis der Nachbarn zum Opfer gefallen...           T°

Sonntag, 18. April 2010

Record Store Day 2010

Gestern war Record Store Day, da bietet es sich doch an, mal wieder über Musik zu schreiben, oder? RSD ist eine Art weltweiter "Feiertag" um (hauptsächlich Independent-) Plattenläden und die darum existierende (Sub-) Kultur zu ehren. Aus diesem Anlaß haben viele Plattenläden in aller Herren Länder irgendwelche Aktionen/Specials/Konzerte oder sonstwas aufgeboten, so auch unser lokaler Record Store, Real Groovy. Es gab ein Konzert mit 7 Bands aus Auckland, zu dem man freien Eintritt hatte, wenn man sich sein Ticket vorher im Laden abgeholt hat. Wenn nicht, musste man halt 'nen Zehner zahlen, was immer noch sehr human ist, oder? Also nix wie hin...

Den Anfang machten Artisan Guns, eine Band, die mich eher kalt ließ. 4 Jungs, davon 2 mit Wandergitarre & Strickjacke, Sound eher "sühlig", der Höhepunkt war ein Johnny Cash-Cover ("You're in the Jail House now" mit 4 Akustikgitarren), in dessen Refrain tatsächlich gejodelt wurde!

Danach kamen The Gaze, eine ziemlich brachiale Crossover/HC-Band mit sehr interessanten Song-Strukturen, aber nicht wirklich Musik für jede Stimmung :-) Hat uns aber gut gefallen...



Als dritte Band kamen dann mal wieder die wahrscheinlich mittlerweile allen unseren Lesern bekannten Clap Clap Riot, über die mag ich jetzt nix mehr schreiben, die haben wir hier schon genug gefeatured. Gut wie immer, weiter geht's...

Und dann kam die neue Band des von mir sehr geschätzten ehemaligen Supergoove-Sängers Karl Steven, The Drab Doo-Riffs. Wer jetzt allerdings denkt, die Musik von denen sei ähnlich der von Supergroove, der hat sich jedoch geschnitten. Keine einzige Note ging auch nur grob in Richtung Funk/Rock, das Ganze war eher eine Art "60's-Surf-Sound-Weirdo-Shit mit Mundharmonika und Camel-Toe". Karl ist auf der Bühne aber immer noch das selbe Energie-Bündel, als das ihn seine Fans schon seit mehr als 20 Jahren kennen. War interessant, aber viel mehr auch nicht.

Computers want me Dead, hmm, was soll man sagen, Elektro-Synthie-Kram, 2 Jungs, 2 Synthies, 1 Laptop. Aber keinerlei Musikinstrumente. Mir hat's nicht gefallen, Michi auch nicht, aber sie hatten haufenweise aufgebrezelte Mädels in der ersten Reihe, die man weder vor noch nach ihrem Set im Publikum gesehen hat.

Und dann kam mein persönliches Highlight, The Jury & the Saints. Man nehme Rowan (den ehemaligen Basser von Goodnight Nurse) als Schlagzeuger, Jesse (von Streetwise Scarlett) als Gitarristen sowie drei große Kartons mit Doritos-Probierpacks, welche man ins Publikum wirft bzw. auf den Becken zerbröselt, damit sie schön durch die Gegend fliegen, und schon hat man ein fantastisches Comedy-Punk-HC-Rock-Duo... Leider hab ich noch kein Video auf YouTube oder sonstwo finden können, das - vor allem qualitativ - an das herankommt, was die beiden gestern Abend geboten haben. Das gesamte Publikum hatte ein breites Grinsen im Gesicht, war richtig guter Spaß!

Nach 6 der 7 Bands hatten wir dann allerdings auch genug und ich konnte mir sowieso nicht vorstellen, daß Kidz in Space besser sein würden als The Jury, wir sind dann gegangen. Wir mußten ja unsere letzte Fähre kriegen - und man wird ja schließlich auch langsam älter :-)     T°

Samstag, 17. April 2010

Mitbringsel aus Deutschland

Was ich im Zusammenhang mit Jürgen's Besuch zu erwähnen vergaß, er war der Erste, der sich meiner erbarmt hat und meinen Heißhunger auf geräucherte Forellen-Filets stillen wollte. Yippieh!

Leider, leider, leider hat ihm (und vor allem mir) in Auckland am Airport die 'Biosecurity' einen Strich durch die Rechnung gemacht. Räucherware darf nicht nach Neuseeland eingeführt werden, da Sie bei der Herstellung nicht über 80° C erhitzt wird und es daher nicht auszuschliessen ist, dass sich darauf noch irgendwelche in NZ nicht erwünschten Keime / Bakterien / Krankheitserreger / Fundamental-Islamische Terroristen oder sonstwas befinden. Deswegen wurden meine Forellen in die Tonne gekloppt. Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaargh! Manchmal gehen die mir hier mit ihren Insulaner-Vorschriften ganz schön auf den Zeiger.

Also, falls mich im Juli in D irgendwer zum Essen einladen möchte, Forelle (egal in welcher Form) wäre eine exquisite Wahl :-)