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Mittwoch, 13. Juni 2012

Nun war es dann doch mal so weit...

Wir mussten heute morgen Eis kratzen. Wie die gute Chris schon in ihrem Blog erwähnt hat, kann man die Frostnächte in Auckland ja an einer Hand abzählen. Ich würde sogar noch etwas weiter gehen und sagen: an einem Finger. Es war nämlich heute das ersten Mal, das wir das erlebt haben - und das in unserem fünften Winter hier!

Ich höre jetzt schon wieder laute Stimmen poltern: Ihr hättet mal den Winter in Deutschland 2010/2011 erleben sollen, dann wüsstet Ihr, was kalt ist... Wollen wir aber garnicht! Wir sind hier nämlich eigentlich mit dem Wetter ganz zufrieden. Obwohl ich sagen muss, dass mich ein, zwei Tage mit Schnee nicht besonders stören würden, einfach nur, um mal wieder zu erleben, wie sich das so anfühlt. Leider gab's den letzten Schnee (und einzigen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen) im Juli 1939 - wenn man mal vom Graupel letztes Jahr im August absieht. Das wurde hier ja auch allgemein als Schnee gefeiert, aber für jemanden, der in seiner Kindheit ab und zu 'Weiße Weihnachten' erlebt hat war das kein Schnee...

Anyway, genug vom Wetter für heute.

Dienstag, 16. August 2011

Zieht euch warm an, bros

Man könnte fast meinen, dass der Schnee in Auckland für die Neuseeländer eine größere Wichtigkeit hat als z.B. das Massaker in Norwegen, zumindest sind die restlichen Geschehnisse (oder Schneenisse) unter “ferner liefen” in den News.

Ja, ist schon spannend, der erste Schnee seit 1939 in Auckland und die kälteste je gemessene Tageshöchsttemperatur (immerhin warme 8.2°), aber seien wir doch mal ehrlich – Schnee war das nicht und als echter Deutscher weiß man, wie Schnee aussieht und sich anfühlt.

Es gab jetzt auch ein kleines Schnee-Einmaleins im NZ Herald und man hat sich auf ein deutsches Wort geeinigt:

"graupel" - hail with a soft centre J

Aber auch in Deutschland habt ihr immerhin mitgekriegt, dass wir “interessantes” Wetter haben (und ich dachte, es wäre eh Winter und da schneit es halt auch). Sonst fällt Neuseeland ja eher vom Nachrichten-Tellerrand:

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,780227,00.html

Wir haben eher Probleme durch den Schnee, da einige unserer Kunden nicht weiterkommen und wir alles umbuchen müssen. Aber wenigstens erfreuen sich unsere Wellingtonians am "Winter Wonderland".

So ich muss jetzt los, meine nicht vorhandenen Schneeketten aufziehen…

Take care, Michi

Montag, 15. August 2011

Schnee in Auckland!

Heute hat es bei uns in Auckland zum ersten Mal seit dem 27. Juli 1939 geschneit. Wie die "JAFAs" (Just another f*****g Aucklander - wie wir hier von vielen anderen Kiwis genannt werden) mit dem Schnee-Chaos klarkommen, könnt Ihr Euch HIER in einem You Tube-Clip anschauen.

Anschnallen - und ab geht's :-) T°

Donnerstag, 10. Juni 2010

24 hours in National Park (so war's geplant...)

Donnerstag früh hab ich mir überlegt, dass wir doch eigentlich anlässlich des langen Queens-Birthday-Wochenendes noch mal von Samstag bis Montag wegfahren könnten und habe eine Zugfahrt mit dem Overlander nach National Park sowie 2 Übernachtungen im Tongariro Nationalpark angefragt, und tatsächlich wurde alles am Freitag um kurz nach 5 bestätigt, yippieh! Leider allerdings nicht ganz so, wie ich mir das vorgestellt hatte, da beim Overlander im Juni schon der Nebensaison-Fahrplan gilt und er nur freitags, samstags & sonntags fährt. Deshalb mussten wir unseren Ausflug auf nur eine Übernachtung verkürzen – jetzt, nachdem alles schon bestätigt war, konnte ich ja schlecht noch absagen, oder? Also ging’s Samstag früh los und ich hab mich sehr darauf gefreut, mal nicht am Steuer sitzen und mich durch den Berufsverkehr quälen zu müssen.


Der Overlander in der Britomart Station in Auckland

Aber, wie bei vielen anderen Dingen, gibt es auch bei der Fahrt mit dem Overlander eine Kehrseite der Medaille – er fährt schon morgens um 07:20h... Das heißt für uns, die wir mit der Fähre zum Bahnhof müssen, um 20 vor sechs aufstehen, sonst wird alles etwas knapp... Eine Überraschung erlebten wir dann in der Check-in-Schlange: Vera & Klaus, 2 Deutsche, die auch in Auckland leben und die wir schon seit 2 Jahren kennen, waren auch dort, unterwegs zu einem Wochenende in Wellington.


Michi & ich beim Stop in Hamilton

Also habe ich die meiste Zeit der 5 1/2–stündigen Fahrt mit den beiden in der ‚Lounge-Area’ im letzten Wagen mir dem tollen Panoramablick verbracht, und ruck-zuck waren wir schon am Ziel. Unterwegs erlebten wir noch einen Höhepunkt neuseeländischer Ingenieurskunst, die Raurimu Spiral. Auf einem Streckenabschnitt von wenigen Kilometern muss der Zug 132 Höhenmeter erklettern und man fährt irgendwie ständig im Kreis und durch Tunnel und was weiß ich wie, jedenfalls ist dieser Abschnitt weltweit unter Bahn-Fans berühmt.

In National Park wurden wir vom General Manager vom Skotel abgeholt und zu unserer (recht einfachen) Unterkunft im Skihütten-Stil gebracht. Das Wetter spielte auch mit, blauer Himmel und tolle Sicht auf die 3 Vulkane Tongariro, Ngauruhoe und Ruapehu.


Der Mt. Ngauruhoe - auch bekannt als Mt. Doom aus diesem einen Fantasyfilm da, der mit diesem Ring und so, na wie hieß der denn noch gleich?


Mt Ruapehu gespiegelt in einer Pfütze

Wir also nix wie rein in die Wanderschuhe und los ging’s zu unserem ersten Walk zu den Silica Rapids. Den zweiten Walk, den wir uns ausgesucht hatten, den Taranaki Falls Loop Track, wollten wir dann am Sonntag nach dem Frühstück machen. Gutes Wetter, Bush, schneebedeckte Berggipfel – so ist Neuseeland... Nach anderthalb Stunden kamen wir dann zu den Rapids, das sind ‚Stromschnellen’ (im weitesten Sinne) in einem Bach/Fluss, wo sich Mineralien – hauptsächlich Siliciumdioxid – auf den Steinen im Flussbett ablagern, die diese mit einer cremefarbenen Schicht überziehen, was den Steinen ein sehr interessantes Aussehen verleiht.



Dann ging’s auf ’nem anderen Weg wieder zurück, diesmal nur ’ne Stunde, und dann war’s auch schon dunkel und kalt. Aber, das Skotel hat ja eine Sauna, wo man sich prima aufwärmen kann, dachten wir. Pustekuchen, das war die kälteste Sauna der Welt, nach gut 20 Minuten hatte ich die ersten Schweißperlen auf der Stirn, dann haben wir mehr oder weniger aufgegeben... Und über Nacht hat dann – wie angekündigt - das Wetter umgeschlagen, es gab einen heftigen Sturm und geschüttet hat’s wie aus Eimern – Torrential Rain heißt das hier wohl. War also nix mit den Taranaki Falls – stattdessen war Bilder bearbeiten im Hotelzimmer angesagt, rausgehen war einfach nicht sehr reizvoll.

Mittags hat uns Brett dann wieder zum Bahnhof gefahren, allerdings schon um 12, weil er dann nach Wellington weiter musste – und unser Zug fährt erst um 20 nach 2, und heute wohl erst bis zu einer Stunde später, da er auf einem Teilstück weiter im Süden von einer Dampflok gezogen wurde.  Also stundenlanges rumhängen im (Gott sei dank doch sehr netten) Bahnhofscafé und warten auf den Zug.

Und dann kam zuerst der Zug nach Wellington, fahrplangemäß, und dessen Zug-Managerin, welche uns erklärte, dass der Sturm einen Baum auf die Oberleitung geschmissen hat und zwischen Ohakune & National Park keine Züge fahren können. Blöd! Das hieß jetzt nämlich, das alle Passagiere aus dem Wellington-Zug mit Bussen nach Ohakune und alle aus dem Auckland-Zug nach National Park gebracht werden müssen. Und dazu müssen erst mal Busse her und wenn das alles erledigt ist, dann fahren wir ab... Das war dann um 20 vor 5 und wir haben ganz schön geschwitzt ob der Frage, ob wir unsere letzte Fähre um 10 kriegen oder nicht. Wenn die weg ist, kostet das Taxi nämlich gleich mal $60.00... Lange Rede, kurzer Sinn (häh?), wir haben die Fähre erwischt und waren dann um ½ 11 nach einem sehr langen Tag endlich zuhause und haben uns beide gefühlt, als hätten wir gerade eine Flug aus Deutschland hinter uns. Na ja, wenn einer eine Reise tut und so... Aber gut war’s trotzdem!                                     T°

Freitag, 11. Dezember 2009

Weiße Weihnachten!

So richtig dran gewöhnt hab ich mich ja immer noch nicht. Weihnachtsmänner mit kurzen Hosen, das Mädel vor unserem Büro, das in Hot-Pants & Flip-Flops auf seiner Geige "Jingle Bells" spielt und weihnachtlich dekorierte Schaufenster, die von sommerlich gekleideten Touristen durch Sonnenbrillen betrachtet werden.

Vielleicht ist das aber auch genau der Grund, warum sich so mancher Kiwi eine weiße Weihnacht wünscht, dachte ich mir, als ich sah, daß in der Stadt eine große "Schneekugel" aufgebaut wurde. Ihr wisst schon, diese Dinger, die man schüttelt und dann schneit es da drin ordentlich... Und genau sowas wurde da hingestellt, mit winterlicher Deko drin und Styroporkügelchen, die einem dann mittels Gebläse um die Ohren gepustet werden.

Das Ganze ist natürlich nicht umsonst, nein, es kostet schlappe $25.00 für bis zu 4 Personen, $35.00 für bis zu 6 Leuten... Darin inbegriffen ist allerdings dann auch ein Foto, 13 x 18 cm... Allerdings scheint es nicht so besonders zu laufen, denn schon seit Mittwoch verkündet ein Schild "Nur heute: Sonderpreis, bis zu 3 Personen nur $15.00!"

Ich bin jetzt seit Montag jeden Tag 2 x da dran vorbei gelaufen (Liegt halt auf meinem Arbeitsweg...) uns siehe da, heute wurde ich zum ersten Mal Zeuge, wie jemand nicht nur Interesse bekundet hat, sondern dann auch tatsächlich reingegangen ist!

Und dann kam die große Enttäuschung, das war voll der lahme Zock. Die Styropordinger, die der Junge rumgeschmissen hat, haben mehr zum Eindruck einer echten Schneekugel beigetragen, als das bißchen, was das Gebläse bewirkt hat.

Und da habe ich meine Entscheidung getroffen: ICH geh da nicht rein :-(                          T°

Montag, 12. Oktober 2009

Wir sind dann mal wieder unterwegs!

Da wir ja schon relativ lange (5 Wochen...) nicht mehr im Urlaub waren, sind wir am Freitag mal wieder auf die Südinsel geflogen. Und zwar nach Christchurch. Das aber nur um dort Samstag früh um 7:00h in einen Bus zum Mt. Cook zu steigen. Dort waren wir ja im Juni schon mal mit der Zicke, aber das war ja nur ein Tagesausflug inkl. Hubschrauberflug & Gletscherlandung, und dann sind wir ja schon wieder zurück gefahren.

Der Mt. Cook, der höchste Berg Neuseelands, heißt übrigens auf Maori "Aoraki", was wiederum auf Englisch "Cloud Piercer" (Wolken-Durchstecher?) bedeutet, und woher das kommt, kann man auf diesem Bild hier ja gut erkennen :-) Das ist übrigens die einzige Wolke, die wir dort am Samstag zu Gesicht bekommen haben...


Diesmal hatten wir eine Übernachtung im Hermitage eingeplant, dem einzigen ernst zu nehmenden Hotel im Mt. Cook Village. Sonst gibt es dort quasi nur noch ein Youth Hostel, ein Office vom Department of Conservation und eine Schule mit 15 Schülern und 2 Lehrern...

Mit dem Wetter hatten wir ziemliches Glück, die letzten 3 Tage bevor wir ankamen war ziemliches Scheisswetter und es hat für die Jahreszeit sehr viel geschneit. Was wir natürlich Klasse fanden, denn mit Schnee drauf sehen die Berge wesentlich schöner aus.

Am Nachmittag gab's dann erstmal einen kurzen Walk - der leider nochmal dadurch verkürzt wurde, das ein Teil des Weges wegen Steinschlag gesperrt war & Arbeiter vom DOC mit schwerem Gerät versucht haben, ihn wieder frei zu bekommen. War aber trotzdem sehr schön, mit Gletschersee, Fluss & Swingbridge.

Für den nächsten Morgen hatten wir dann eine Gletschersee-Cruise gebucht, die war große Klasse! 1 1/2 Std. sind wir auf dem Lake Tasman rumgefahren, ganz dicht an Eisberge ran, das war richtig gut.


Und sehr informativ, ich wußte zum Beispiel nicht, daß man bei Eisbergen, die in Süßwasser schwimmen, nur 10% sehen kann, im Gegensatz zu Eisbergen im Meer, bei denen 1/3 oberhalb der Wasseroberfläche liegt. Mein Lieblings-Eisberg ist "Sir Ed" (ja, einige der Eisberge haben tataächlich Namen, aber nur die Größeren, die auch ein Weilchen dort bleiben), benannt nach Sir Edmund Hillary, da der Eisberg am selben Tag auftauchte, an dem Sir Ed starb, und das ist jetzt schon fast 2 Jahre her.

Der Eisberg "Sir Ed",

Höhe oberhalb der Wasserrobefläche (die sichtbaren 10%...) ca. 8 m...


Ja, dann noch schnell den sehr gut gemachten 3D-Film über Aoraki im Sir Edmund Hillary-Center angeschaut, und schon saßen wir wieder im Bus und es ging weiter nach Queenstown...

Und dort sind wir jetzt immer noch, und seeehr traurig, daß heute schon unsere letzte Nacht in der Azur Lodge ist :-( Hammer-Unterkunft, fantastischer Service, Canapées, Pre-Dinner-Drinks & Wunsch-Frühstück (Kein Witz, die machen einem wirklich genau das, was man haben möchte...) inklusive. Aber, das hat natürlich auch seinen Preis, und wir sind verdammt froh, das wir den nicht zahlen müssen... :-)

Heute morgen waren wir zum Snow-Shoeing in den Remarkables, einem der 3 Skigebiete um Queenstown. Gestern waren die Lifte noch geöffnet, aber heute schon nicht mehr. Das bedeutet, daß außer uns beiden, einem zahlenden Gast aus Holland und unserem Guide KEIN Mensch dort oben war! Ganz alleine von 1600 auf 1800 m, rundherum nur blauer Himmel & weißer Schnee, das hatte durchaus was! Und es war weniger anstrengend, als ich es mir vorgestellt hatte.


Ja, und jetzt sind wir, nachdem wir heute Nachmittag noch ein wenig durch Queenstown gebummelt sind, wieder in unserer Lodge, genießen dort den letzten Abend, bevor es morgen früh zum Doubtful Sound weitergeht, wo wir eine Overnight Cruise machen werden. Aber dazu später mehr...               T°