Sonntag, 23. Dezember 2012
Ratespiel
Was ist das? Es ist das T-Shirt, welches ich gerade auf dem DATSUNS-Konzert anhatte, von dem wir soeben zurückgekommen sind. Eigentlich ist es einfarbig, und zwar in dem helleren grau, oben im Bild. Das jedoch ist nur der untere - und damit trockene - Rand des Shirts, der dunklere Teil ist einfach nur dadurch dunkler, dass er schweißnass ist... Es war ein geiles Konzert - wie alle Datsuns-Konzerte, die ich bis jetzt gesehen habe, das erste übrigens schon 2003 in der guten alten Batschkapp... Sie sind wahrscheinlich die beste Live-Band Neuseelands und haben wieder Mal für eine fantastische Stimmung gesorgt, alle ihre Hits gespielt (Schaut auf Youtube mal nach 'Harmonic Generator' oder 'Like a MF from Hell'...), wild die Instrumente getauscht, war einfach geil. Wenn ich nicht in Wellington wäre - ich würd ja glatt morgen in Auckland nochmal hingehen. Vor allem, weil's ja vermutlich für längere Zeit das letzte Mal war, dass ich sie sehen konnte. Anyway, hört sie Euch an, lernt sie zu lieben und vor allem - geht auf's Konzert, wenn sie mal bei Euch spielen sollten! Ach ja, sie sind übrigens im Jan/Feb in Europa, die Daten gibt's hier...
Mittwoch, 11. Juli 2012
Ein paar Eindrücke vom letzten Wochenende
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| Ein Angelköder im Pohutukawa-Baum, Army Bay, Whangaparaoa |
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| Ein anderer Pohutukawa, auch Army Bay |
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| Ein unbekanntes Objekt im Busch gefunden, auf jeden Fall organisch, aber was ist es? Sind für Tipps dankbar... |
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| Einer muss halt immer aus dem Rahmen fallen... |
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| Sand |
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| v.r.n.l.: Cathy, Michi & ich |
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| Mit der Hinterohrkamera aufgenommen... |
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| Te Henga - noch Fragen? |
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| Was guckst Du? |
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| Und dann war Cathy auch schon wieder weg... |
Mittwoch, 11. April 2012
Enjoy yourself!
Einige von Euch werden sie eventuell noch kennen, The Specials, eine (ach, eine, was sag ich - die) Ska-Band der späten 70er/frühen 80er aus England. Grandiose Stimmungsmusik, die das Tanzbein zum zucken bringt. Ihre großen "Konkurenten" waren damals Madness, die beiden haben den Ska für die (zugegeben überschaubaren) Massen gemacht. Gerne denke ich an die Feten beim Schüleraustausch zurück, und an das Specials-Konzert in der Wartburg in Wiesbaden, damals 81. Oder 82. Ich kann's nicht mehr so genau eingrenzen, ich weiß um ehrlich zu sein auch garnicht mehr, mit wem ich dort war. Aber dass das Konzert klasse war, das weiß ich noch...
Und weil's so klasse war und ich mir diesen Eindruck nicht durch einen schlechten Abklatsch des Ganzen verderben lassen wollte, bin ich vor 2 Jahren, als sie schonmal hier in Auckland waren nicht hingegangen. Und hab dann am nächsten Morgen den Review im Herald gelesen - und fast angefangen zu weinen. Es muss ein Wahnsinnskonzert gewesen sein und man hat überhaupt nicht gemerkt, daß die Musiker alle schon langsam auf die 60 zugehen, und diese Energie und alles wie früher. Und ich war nicht da.
Aber diesmal. Und die haben vielleicht gerockt - oder geskat? Die komplette erste Platte haben sie gespielt, einige frühe Singles und erfreulich wenig von der eher mäßigen zweiten Platte. Das Publikum war eher 'mature', ich würde sagen, dass Michi noch zur jüngeren Hälfte gehört haben könnte. Viele ehemalige Skinheads, an Klamotten oder Tattoos leicht zu erkennen, aber jetzt mit Designer-Brille und 'nem Glas Merlot statt Flaschenbier. Und ein Haufen Mittfünfziger vom Typ 'Oberstudienrat'. Aber alle sind abgegangen wie Schmidt's Katze. Ein riesiger Pogo-Mob vor der Bühne, aber sehr freundlich, und nicht zu wild - man ist ja schließlich keine 25 mehr ;-) Und jeder, aber auch wirklich jeder hatte ein breites Grinsen im Gesicht, von einem Ohr zum andern. Schee war's. Nur die Puste ist nicht mehr so da wie früher, ich musste doch öfter mal Pause machen.
Ein großartiger Abend. Falls Ihr 'damals' - oder auch später - auf die Specials abgefahren seid, geht hin, falls sie bei Euch in die Nähe kommen. Ich würde es auch jederzeit wieder tun!
Ach ja, die Textzeile 'Enjoy yourself - it's later then you think...' bekommt nach 30 Jahren auch eine ganz andere Bedeutung...
Hier noch ein paar Reinhörtipps für alle Nicht-Kenner: A Message to you Rudy - Little Bitch - Too much too young - Gangsters
T°
Samstag, 25. September 2010
Ins Hotel?
Und diesen Gewinn haben wir dann gestern wahrgenommen, weil wir sowieso in der Stadt waren und auf ein Konzert ins King's Arms wollten um uns dort die Datsuns anzuschauen. Und da das "Arms" so weit vom Fähr-Terminal entfernt ist, dass wir um unsere letzte Fähre nach Devonport (01:00h!) bangen müssen, wenn wir bis zum Schluss bleiben wollen, bietet sich so'ne Übernachtung in diesem Falle doch an, oder?
Also sind wir abends dann rüber in die Stadt gefahren und haben nach dem einchecken in unsere Suite ein prima Dinner im Hotelrestaurant genossen, der Tarakihi an Risotto mit Kapern-Sauce war genauso großartig, wie die Garlic Prawns vorneweg.
Danach ab zum Konzert, 20 nach 9 da gewesen, die offizielle Anfangszeit war 20:30h. Aber Pustekuchen, noch nix hatte angefangen. Das ist hier übrigens deutlich verbreiteter als in D, einfach mal irgendeine Fantasie-Anfangszeit auf's Plakat geschrieben, dann wird der Laden schön früh schön voll und der Getränkeverkauf läuft gut... Die Vorgruppe (den Namen haben wir leider nicht mitbekommen, sorry liebe Band!) spielte dann ab 10 ungefähr, da hätten wir im Hotel ja ruhig noch 'nen Nachtisch essen können...
Und dann die Datsuns! Yes! Ehrlicher, harter Rock, viele Zeppelin-Anleihen, coole Band. Hab die jetzt zum dritten Mal gesehen (das erste Mal übrigens 2003 in der Batschkapp, Du erinnerst Dich noch, Armin?) - und jedes Mal fand ich sie ein bisschen besser. Und diesmal so gut, dass wir unsere Fähre verpasst hätten, denn ich wäre nicht bereit gewesen auch nur eine Minute früher zu gehen! Aber zum Konzert werde ich wohl noch mal gesondert was posten, das muss sich erstmal alles setzen, bevor ich drüber schreiben kann.
Ja, danach Taxi, Hotel, morgens Frühstück (nicht ganz so gut wie das Abendessen), Fähre, heim... Ist irgendwie ein komisches Gefühl, in der Stadt, in der man lebt, in 'nem Hotel zu übernachten, - aber schon auch irgendwie cool...:-)

Der Blick aus unserem Hotelzimmer heute morgen
Sonntag, 18. April 2010
Record Store Day 2010
Gestern war Record Store Day, da bietet es sich doch an, mal wieder über Musik zu schreiben, oder? RSD ist eine Art weltweiter "Feiertag" um (hauptsächlich Independent-) Plattenläden und die darum existierende (Sub-) Kultur zu ehren. Aus diesem Anlaß haben viele Plattenläden in aller Herren Länder irgendwelche Aktionen/Specials/Konzerte oder sonstwas aufgeboten, so auch unser lokaler Record Store, Real Groovy. Es gab ein Konzert mit 7 Bands aus Auckland, zu dem man freien Eintritt hatte, wenn man sich sein Ticket vorher im Laden abgeholt hat. Wenn nicht, musste man halt 'nen Zehner zahlen, was immer noch sehr human ist, oder? Also nix wie hin...
Den Anfang machten Artisan Guns, eine Band, die mich eher kalt ließ. 4 Jungs, davon 2 mit Wandergitarre & Strickjacke, Sound eher "sühlig", der Höhepunkt war ein Johnny Cash-Cover ("You're in the Jail House now" mit 4 Akustikgitarren), in dessen Refrain tatsächlich gejodelt wurde!
Danach kamen The Gaze, eine ziemlich brachiale Crossover/HC-Band mit sehr interessanten Song-Strukturen, aber nicht wirklich Musik für jede Stimmung :-) Hat uns aber gut gefallen...
Als dritte Band kamen dann mal wieder die wahrscheinlich mittlerweile allen unseren Lesern bekannten Clap Clap Riot, über die mag ich jetzt nix mehr schreiben, die haben wir hier schon genug gefeatured. Gut wie immer, weiter geht's...
Und dann kam die neue Band des von mir sehr geschätzten ehemaligen Supergoove-Sängers Karl Steven, The Drab Doo-Riffs. Wer jetzt allerdings denkt, die Musik von denen sei ähnlich der von Supergroove, der hat sich jedoch geschnitten. Keine einzige Note ging auch nur grob in Richtung Funk/Rock, das Ganze war eher eine Art "60's-Surf-Sound-Weirdo-Shit mit Mundharmonika und Camel-Toe". Karl ist auf der Bühne aber immer noch das selbe Energie-Bündel, als das ihn seine Fans schon seit mehr als 20 Jahren kennen. War interessant, aber viel mehr auch nicht.
Computers want me Dead, hmm, was soll man sagen, Elektro-Synthie-Kram, 2 Jungs, 2 Synthies, 1 Laptop. Aber keinerlei Musikinstrumente. Mir hat's nicht gefallen, Michi auch nicht, aber sie hatten haufenweise aufgebrezelte Mädels in der ersten Reihe, die man weder vor noch nach ihrem Set im Publikum gesehen hat.
Und dann kam mein persönliches Highlight, The Jury & the Saints. Man nehme Rowan (den ehemaligen Basser von Goodnight Nurse) als Schlagzeuger, Jesse (von Streetwise Scarlett) als Gitarristen sowie drei große Kartons mit Doritos-Probierpacks, welche man ins Publikum wirft bzw. auf den Becken zerbröselt, damit sie schön durch die Gegend fliegen, und schon hat man ein fantastisches Comedy-Punk-HC-Rock-Duo... Leider hab ich noch kein Video auf YouTube oder sonstwo finden können, das - vor allem qualitativ - an das herankommt, was die beiden gestern Abend geboten haben. Das gesamte Publikum hatte ein breites Grinsen im Gesicht, war richtig guter Spaß!
Nach 6 der 7 Bands hatten wir dann allerdings auch genug und ich konnte mir sowieso nicht vorstellen, daß Kidz in Space besser sein würden als The Jury, wir sind dann gegangen. Wir mußten ja unsere letzte Fähre kriegen - und man wird ja schließlich auch langsam älter :-) T°
Samstag, 13. März 2010
Rainbow's End
Eigentlich sind wir ja keine Freunde von Vergnügungsparks, zu voll, zu laut, zu teuer und aus dem Alter, in dem man sich in irgendwelche komischen "Fahrgeschäfte" setzt, bin ich ja nun auch schon länger raus. Und unser lokaler "Theme Park", Rainbow's End, soll laut Aussage des 11-jährigen Sohnes von Freunden sowieso sehr langweilig sein (O-Ton Michel: Die Lochmühle ist besser als Rainbow's End, eigentlich ist alles besser als Rainbow's End...). Wer aus dem Rhein-Main-Gebiet kommt, kennt sicher die Lochmühle - warum dann also Rainbow's End?
Aber, Michi hatte neulich eine Einladung im Posteingang, die Touristiker zum kostenlosen Eintritt an einem der vier "Night Ride"-Samstage im März berechtigt. Night Ride heißt in diesem Fall, dass der Park bis 23:00h geöffnet ist und zusätzlich noch zwei Bands spielen. Und wie's der Teufel so will, war eine davon Clap Clap Riot, eine Band, die wir beide (wie regelmäßige Leser sicher schon mitbekommen haben) sehr mögen. Also, nix wie raus mit der Anmeldung und dann da hin!
Wie groß Auckland flächenmäßig, haben wir dann heute auf dem Weg wieder mal gemerkt, Rainbow's End liegt nämlich 40 km von Devonport entfernt - ist aber immer noch in Auckland...
Es ist halt ein Vergnügungspark, wie alle anderen auch, vielleicht etwas kleiner, mir fehlen da die Vergleichsmöglichkeiten. Achterbahn, Freefall-Turm, 180°-Kino, Wasserbahn, was es da halt immer so gibt. Aber wir waren ja sowieso in erster Linie wegen Clap Clap Riot da.
Die Vorgruppe war eher uninteressant, ein Duo (Gitarre & Gesang), das nur Covers gespielt hat, also sind wir ein bißchen rumgewandert, haben einen kleinen Snack zu uns genommen (Die schlechtesten Fish & Chips meines Lebens, dagegen waren sogar die in Lake Tekapo richtig gut!) und liefen so ziellos vor uns hin. Und plötzlich waren wir bei der Achterbahn, dem "Corksrcew Coaster", mit Looping und 'ner Doppel-Schraube. Und dann passierte das Unglaubliche, wir sind tatsächlich damit gefahren! Wenn mir das vorher jemand gesagt hätte, hätte ich erwidert, dass er wohl nicht mehr alle Tassen im Schrank habe. Zum letzten Mal bin ich ziemlich genau vor 30 Jahren in so ein Ding gestiegen - aber heute fand ich es klasse! Und das sogar, obwohl es mittlerweile geregnet hat und wir schon recht nass geworden sind. Jetzt wird Leon sicher enttäuscht sein, denn die letzten Male auf der Dippemess wollt er immer so gerne mit mir fahren, aber ich habe mich geweigert. Und alleine wollte er nicht. Aber bei der nächsten Gelegenheit bin ich dann vielleicht doch dabei...
Clap Clap Riot haben danach ihr wie gewohnt kurzes, doch gutes 40-Minuten-Set gespielt, der Sänger hat sich endlich mal die Haare geschnitten, sonst alles wie immer. allerdings nur 4 Leute vor der Bühne (2 davon waren wir...), das kommt eben davon, wenn man in einem Vergnügungspark spielt, da gehen die Leute halt nicht hin, um sich Bands anzuschauen. Dementsprechend gab's auch keine Zugabe und wir konnten gleich wieder zur Achterbahn für die zweite Runde, yay!
Alles in allem fand ich Rainbow's End jetzt gar nicht so schlecht, die Kombination aus Achterbahn, 'nem Konzert und noch ein paar anderen "Rides" war sogar richtig gut. T°











