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Mittwoch, 4. August 2010

Tokyo

Da waren wir nun also in Tokyo - und verschliefen unseren ersten Nachmittag. Also haben wir an diesem Tag nicht mehr viel gesehen, waren nur nochmal kurz beim Kannon-Tempel, der 5-stöckigen Pagode  und danach noch einen Happen essen, bevor wir wieder in unser Ryokan (traditionelle japanische Unterkunft mit Tatami-Matten auf dem Boden & Gemeinschaftsbad, sehr "basic" und fast schon ein wenig zu "abgefuckt") zurückgingen, um uns für unseren morgigen Ausflug nach Hakone und zum Fuji-san auszuschlafen.

Schild an einer Polizei-Station, jede hat ihr eigenes kleines pokémon-artiges Tierchen als Erkennungszeichen

Morgengebet an einem Schrein beim Kannon-Tempel

Ausflug? Peiffedeckel! Geregnet hat's, und zwar den ganzen Tag! Also musste ein Plan B her, der in diesem Falle lautete: Wir schauen uns ein Kabuki-Stück im Kabuki-za an, dem wohl besten Kabuki-Theater in TYO, wo es laut Reiseführer auch preiswerte Stehplatzkarten für einzelne Akte des Stückes gibt - Als Europäer versteht man die Handlung eh nicht, da langt auch ein Akt in der Mitte des Stückes :-)

Restaurants stellen generell Dummies von Ihrem Angebot aus - nicht dass diese einem unbedingt erklären würden, was genau zu einem Gericht gehört...

Aber nein, Kabuki-za ist seit 2 Jahren wegen Renovierung geschlossen und eine vernünftige Alternative dazu gibt's auch nicht. Dann also doch Tor 3, sprich den Zonk: Shopping. Wir sind dann den halben Tag durch Shopping Malls gezogen, allerdings ohne wirklich was zu kaufen. Klamotten kaufen ist bei meiner Größe nicht wirklich einfach, in die Sachen, die mir gefallen hätten, kam ich quasi garnicht rein, der Japaner an sich ist halt eher klein & schmal :-) Aber ein paar kleine, praktische Sachen haben wir im 100-Yen-Shop erstanden, diese sind bei den Japanern schwer angesagt und ein Haufen Zeug wird extra dafür produziert - allerdings in China & Taiwan... 

Abends waren wir dann noch in Shibuya, was somit der einzige Stadtteil Tokyos ist, den wir außer Asakusa (wo unser Ryokan lag) zu sehen bekommen haben.

Am nächsten Tag dann zur Abwechselung mal wieder Regen, so dass wir wieder mal unser Programm (Bootsfahrt mit dem Wasser-Bus und eine große Runde mit der S-Bahn um die Stadt) über den Haufen werfen mussten... Deshalb nur Abhängen im Ryokan und bei Starbucks (sonst hab ich in Asakusa keinen gescheiten Kaffee gefunden...)

Traditionsbewußte tokyoter Jugendliche auf dem Weg in die Disco :-)


"Hast Du gesehen, wer mein Pferd geklaut hat???"

Anderthalb Stunden, bevor wir zum Airport mussten, klarte es dann ein wenig auf und wir haben sogar mal kurz Blau am Himmel gesehen, aber da war es schon zu spät für Unternehmungen jeglicher Art. Alles in allem hat es sich nicht wirklich gelohnt, dort gewesen zu sein, wir haben uns lediglich einen ersten Eindruck verschaffen können. Fest steht allerdings, dass wir beide nochmal wiederkommen möchten, wann auch immer das dann sein wird...

Ach ja, auf der Rückfahrt zum Airport war dann wieder strahlend blauer Himmel mit kleinen weißen Deko-Wölkchen, genau wie bei unserer Ankunft :-)

Freitag, 30. Juli 2010

Frankfurt - Moskau - Tokyo

Montag abend war es so weit - es hieß Abschied nehmen. Frankfurt allerdings machte uns den Abschied so leicht wie möglich, es regnete dort den ganzen Tag.

Der Flug war ok, ohne besondere Vorkommnisse. Das meine Erfahrungen mit unfreundlichen Saftschubsen bei Aeroflot keine Eintagsfliege war, bekamen wir leider auf diesem Flug bestätigt. Einmal habe ich eine von der Crew lächeln sehen, allerdings lächelte sie keinen Gast, sondern eine Kollegin an...

Für unseren 14-stündigen Aufenthalt in Moskau hatten wir dann die folgenden Optionen ins Auge gefasst:

  1. Probieren, ob man mit einer Art Tagesvisum in die Stadt kommen kann um ein bisschen den Kreml, den Roten Platz und was es da sonst noch so gibt zu fotografieren
  2. Ein Tageszimmer in einem Hotel im Transitbereich nehmen und erstmal schön ausschlafen
  3. Beides, erst ein wenig schlafen und dann in die Stadt fahren

Wir haben uns schließlich für Option 4 entschieden: Abhängen im Transitbereich des kleinsten und langweiligsten Terminals des gesamten Airports. Das lag daran, dass es a) keine Möglichkeit gibt, ohne vorher erteiltes Visum in die Stadt zu kommen (Was aber eh nicht so prickelnd gewesen wäre, da Moskau aufgrund von Wald- und Moorbränden unter einer Rauchwolke verschwunden war...) und b) das das Mercure Airport ungelogen € 160,00 für ein Tageszimmer haben wollte. Dafür kann man in Auckland im 5-Sterne-Hotel Westin Lighter Quay übernachten!

Nach den ersten 7 Stunden kam ich mir ein wenig vor, wie sich Tom Hanks im Film 'Terminal' gefühlt haben muss. Wir haben so viele Leute kommen und gehen sehen, es war eine wahre Pracht...

Zu allem Überfluss ist der Airport in MOW auch noch sauteuer, in AKL isst man für weniger Geld in deutlich besseren Restaurants. Aber wenigstens gab es WLAN und zu lesen hatten wir auch genug dabei.

Nach gefühlten 3 Tagen (reell: Dienstag Abend) ging es dann endlich weiter, unfreundlich wie eh und je, aber auf der Strecke MOW - TYO doch mit In-Seat-Entertainment!

Mittwoch früh dann endlich in Tokyo, entspannte Pass- und Zollkontrollen und 3 Mann am Gepäckband, die die Koffer und Taschen so drehen, dass sie möglichst wenig Platz wegnehmen (Endziel Vollbeschäftigung?). Der Abgang zur Bahn liegt direkt gegenüber vom Ausgang, alles sehr kommod. Dazu strahlend blauer Himmel mit hübschen Deko-Wölkchen und 32°. Reisender, was willst Du mehr? Schlaf!

Nach 2 Nächten ohne Bett und mit Schlafphasen von max. 2 Std. waren unsere Körper nicht mehr in der Lage, ordnungsgemäß zu funktionieren, was uns ein Deja-Vu bescherte: Genau wie vor 2 Jahren in Kyoto fielen wir nach einem schnellen Imbiss in einen tiefen Schlaf und wachten erst auf, als es bereits dunkel war.

Freitag, 1. Januar 2010

Deutschland, wir kommen!

Zwar erst im Juli, aber seit gestern haben wir endlich unsere Flüge bestätigt. Ich hatte bei Cheapseats einen sehr günstigen, aber auch sehr abenteuerlichen Tarif aufgetan, nämlich einen Air New Zealand/Aeroflot-Kombi-Tarif, mit dem man über Schanghai, Hongkong oder Tokio UND Moskau fliegen kann. Und das (zumindest für die Saisonzeit, zu der wir fliegen wollen/müssen) wirklich günstig, nämlich pro Person knapp $600.00 unter dem nächstteuren...

Und da haben wir gedacht, hmm, den Kreml, den Roten Platz, Gorki Park, das kann man sich doch ruhig alles mal anschauen (bzw. fotografieren), wenn man sowieso schon mal da ist... Aber leider hat uns die russische Bürokratie einen Strich durch die rechnung gemacht, weil die nämlich von deutschen Staatsbürgern mit dem Visa-Antrag einen Nachweis über eine Krankenversicherung verlangt. Und zwar nicht irgendeine, sondern eine von einer Liste mit deutschen Versicherern. Diese wiederum können uns nicht versichern, weil wir nicht in D gemeldet sind und dort nur über eine 'Incoming-Krankenversicherung' versichert sein werden. Also, kein Stopover in Moskau :-(

Und so wurde aus unserem Soundtrack zur Flugbuchung aus Dschingis Khan (Moskau, Moskau - Russland ist ein schönes Land, wirf die Gläser an die Wand, ho-ho-ho-ho, hey!) Tokyo (Tokyo, Tokyo, town of my life...). Dort werden wir jetzt nämlich auf dem Rückweg für zwei Tage stoppen, nachdem uns Japan ja bei unserem Stop in Kyoto vor zwei Jahren ja schon sehr gut gefallen hat. Wenn Ihr dort also irgendwelche 'Ausgehtipps' für uns habt, her damit...

Anyway, wir werden also vom 03. - 26. Juli in D sein und nehmen ab sofort Audienz-Wünsche entgegen :-) Ich freu mich schon sehr drauf, ich kann nämlich nach zwei 'Winter-Geburtstagen' bei Regen endlich mal wieder im Sommer feiern, yay! Und das WM-Finale zu einer 'biertrinkfreundlichen' Zeit schauen, und nicht um 6:00 Uhr morgens, nochmal yay!              T°