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Sonntag, 8. Mai 2011

Fundstück der Woche

Ihr kennt doch sicher alle das Spiel 'Tic Tac Toe', regional teilweise auch als 'Käsekästchen' bekannt, oder? Davon hab ich doch letzte Woche tatsächlich die Trinkspiel-Version entdeckt, bestehend aus einem Spielbrett aus Glas sowie den dazugehörigen Gläsern.Und das hier in NZ, wo auf jeder Bierflasche 'Drink responsibly' (Trinke verantwortungsbewußt?) draufsteht, einem Land mit einem immensen Alkoholproblem. Vielleicht deshalb auch der Hinweis auf der Verpackung, dass das Spiel am besten mit nicht-alkoholischen Getränken gespielt werden sollte. Da frag ich mich dann allerdings, worin der Reiz eines Trinkspieles ohne Alkohol bestehen soll (Alter Schwede, hab ich Bauchweh, ich hab gestern mit 'nem Kumpel Tic Tac Toe gespielt und musste 4,5 Liter Apfelsaft trinken!) - nicht dass ich sonst auf Trinkspiele stünde, die Zeiten sind lange schon vorbei ('Quarters' im Sielpfad - lang, lang ist's her...).

Der eigenliche Knaller ist aber, wo ich das Ding gefunden habe, nämlich hier bei uns in Devonport - in der Apotheke! T°

Samstag, 21. August 2010

Trinkgewohnheiten

Ich hatte mir ja vorgenommen, dringend mal gegen mein 'Pils-Geschwür' (aka 'Waschbärbauch') vorzugehen. Und alle, die mich in letzter Zeit gesehen haben, werden mir sicher zustimmen, daß das ein guter Plan ist, oder? Also habe ich mir überlegt, einfach mal wieder 'ne zeitlang das abendliche Bier zuhause beim Fernsehen wegzulassen. Das unterstützt mein Vorhaben ja schonmal ganz gut, richtig? Demnach gibt's Bier nur noch, wenn wir mal aus-/essen- oder auf ein Konzert gehen, was allerdings nicht soo häufig vorkommt.

Und dann hatte ich eines Abends doch mal wieder Lust auf ein Bier zuhause - die Betonung liegt hier auf einem Bier... Also, im Supermarkt ans Kühlregal und - Fehlanzeige! Man kann in Neuseeland im Supermarkt nicht ein Bier kaufen. Es muß schon mindestens ein Sixpack sein, das ist das kleinste Gebinde. Also geschaut, was kostet das 6er Speight's? 10,99! Aber momentemal, das 12-er im Angebot kostet doch nur 14,99? Wieso soll ich denn dann so ein teures Sixpack kaufen? Na dann mal her mit dem 12-er, wenn das soviel günstiger ist, oder?
Aber nun, was passiert, wenn man 12 Flaschen Bier im Haus hat? Richtig, man trinkt sie. Sie sind halt da, also müssen sie auch weg. Nicht daß ich deswegen jetzt übermäßig viel trinken würde, aber zumindest ist mein grandioser Plan des Verzichts erstmal wieder zunichte gemacht worden.

Und trotz dieser merkwürdigen Preisgestaltung wundern sich dann hier alle, daß in diesem Land soviel getrunken wird... Ich bin mir jetzt nicht mehr ganz sicher, wie das in Deutschland ist, aber ich habe im Kopf, daß eine 0,5er Flasche Bier ca. € 0,75 und ein Kasten mit 20 Flaschen demnach ca. € 15,00 kosten, oder? korrigiert mich ruhig, wenn ich falsch liege. Mir gefällt die deutsche Variante, die es einem ermöglicht, auch mal nur ein Bier zu kaufen, wesentlich besser.

Mal ganz abgesehen von der Unsitte, daß hier sämtliches Bier in Einwegflaschen und gekühlt (!) verkauft wird. Wie oft hatte Ihr schon das dringende Bedürfnis, mal eben ein eiskaltes 18er-Pack Bier zu kaufen? Und wenn ja, wozu? Vielleicht mal, wenn auf 'ner Party die Getränke ausgegengen sind - wenn das allerdings schon während der Öffnungszeiten eines Supermarktes passieren sollte, dann hat mit Sicherheit der Gastgeber was falsch gemacht, oder?

In diesem Sinne: Prost!


Donnerstag, 1. Juli 2010

Don't drink & drive...

Oder um es mit den Worten von Henry Rollins zu sagen: Drink! Drink! Drink! Drink! Don't think! Drink! Drive! Kill! (aus dem Black Flag-Song "Drinking & Driving" von der "In my Head"-LP von 1985)

Hier in NZ haben viele Menschen ein heftiges Alkoholproblem, was unter anderem ursächlich für eine hohe Anzahl an Toten und Verletzten im Straßenverkehr und ein hohes Aufkommen an häuslicher Gewalt ist. Die Medien bzw. der Staat versuchen daher, mit möglichst schockierenden Anzeigen und Werbespots Aufmerksamkeit zu erzeugen und Denkanstöße zu geben.

Ich habe Euch hier heute mal 3 Spots geposted, die für einiges an Diskussion gesorgt haben. Schaut sie Euch am besten in der geposteten Reihenfolge an, nach dem Letzten könnte der Erste sonst etwas lahm wirken. Und immer schön nüchtern fahren, gelle?! Enjoy...







Sonntag, 14. Februar 2010

Big night out


Nachdem ich in den letzten beiden Jahren immer das NZ Beer Festival verpasst habe, bin ich dann dieses Jahr doch endlich mal hingegangen.

Auf dem Festival präsentieren sich ca. 20 Brauereien (von kleinen Micro-Breweries bis hin zu den Größten im Land), ein Weingut (für die, die kein Bier mögen) ist vertreten, es gibt einen Haufen Essensstände aus aller Herren Länder und 2 Bands spielen. Los geht's um 12:00h, Schluss ist um 20:30h. Stattfinden tut es im Ellerslie Racecourse, der Galopprennbahn von Auckland. Klingt doch soweit ganz gut, oder?

Die Realität sieht dann so aus: Als ich mit Robert & Alfred (dem mit 71 Jahren mit Sicherheit ältesten Besucher) gegen 2:00h dort ankamen, durften wir uns erstmal schön eine halbe Stunde in die Einlass-Schlange stellen, obwohl wir unsere Karten schon vorab gekauft hatten. Als wir endlich drin waren, durften wir uns erstmal schön 20 Minuten in die nächste Schlange stellen, um unsere Eintrittskarten mit 'Beer Dollars' aufladen zu lassen, Barzahlung gibt's da drin nämlich nicht. Ziemlich schlechte Organisation...

Dann waren wir erstmal durstig... Los ging's mit einem Harrington's 'Lazy Sunday Summer Ale' - Leider habe ich erst zu spät gesehen, dass da unter anderem Ingwer & Koriander drin sind, und es gibt einfach Sachen, die haben in Bier nix zu suchen! Runde 2 war dann ein 'Gisborne Green Pilsener', diesmal ohne irgendwelche komischen Zutaten. War gut. Und spätestens nach dem 3. Bier, einem 'Bath Ales Wild Hare', das, obwohl aus England, doch trinkbar war, wurde es dann doch langsam unübersichtlich...

In einem Extra-Gebäude gab es auch noch Vorträge über Bier, die am Frühen Nachmittag relativ gut, später dann quasi kaum noch besucht waren. Es ging eben nicht nur ums Trinken, sondern man konnte auch noch etwas lernen :-)

Das Beobachten von Leuten war aber eigentlich das Beste an der Veranstaltung, es waren einige Gruppen in teilweise sehr merkwürdigen Kostümen unterwegs, auch mehrere Junggesellenabschiede, insgesamt gab's viel zu schauen, wie Ihr auf den Bildern sehen könnt.

Ein Clan 'echter' schottischer Highlander

Ein (vermutlich flugunfähiger) Engel?

Ich bin mir sicher: Hier wurde nachgeholfen

Mittlerweile war dann noch Rob zu uns gestoßen, einer von Robert's Arbeitskollegen, den ich bis dato noch nicht kannte, ein sehr lustiger Typ, später mehr...

Inzwischen war es schon später, ich hatte mich zwischenzeitlich von einem Team des Radiosenders 'The Edge' dazu überreden lassen, für ein Freibier meine Hose auszuziehen und mich in einer Pseudo-Lederhose mit Seppelhut mit denen fotografieren zu lassen. Dann also nix wie los mit meinem Gutschein - aber Pustekuchen, ab 19:00h darf kein Bier mehr ausgeschenkt werden. Bitte? Das Fest geht bis 20:30h, und dann ab 7 kein Bier mehr? Und dafür habe ich in der Öffentlichkeit die Hose runtergelassen??? Wir sind dann gegangen. Ich habe jetzt übrigens noch $4.00 Guthaben auf meiner Karte - Damit kann ich aber immerhin in jedem Liquorland-Getränkemarkt bezahlen. Leider weiß ich nichtmal, wo einer ist :-)

Karin hat uns abgeholt und Rob & mich am Ferry Building abgesetzt, von wo aus ich eigentlich mit der Fähre nach Hause fahren wollte, aber Rob hatte anderes im Sinn. Er hat mich auf ein Bier ins CinCin eingeladen, ein Restaurant direkt bei der Fähre, und dort haben wir uns zu drei Fremden an den Tisch gesetzt. Man kam ins Gespräch, sie waren alle 3 Psychoanalytiker und als ich von der Toilette zurückkam, war Rob allen Ernstes dabei, mit einer von den Dreien ihre Bisexualität zu analysieren! Rob ist übrigens kein Analytiker... Naja, so saßen wir dann da, analysierten uns gegenseitig, tranken Bier und plötzlich fand ich mich in einer koreanischen Karaoke-Box auf der Queen Street wieder...

Das war auch eine ganz schön 'strange' Erfahrung! Erstmal Karaoke - ist eigentlich nicht so meins. Dann mit 4 Fremden Menschen in so'ner Privat-Kabine - wenigstens nicht öffentlich. Und dann die Videos - nicht die Originale, nein! Die Lieder werden alle mit Ausschnitten aus koreanischen Spielfilmen, teilweise aus Kriegsfilmen unterlegt, deren Handlung möglichst wenig mit dem Text des Liedes zu tun haben muss. Zumindest  glaube ich, dass als Konzept erkannt zu haben... Da wurde dann ordentlich gesungen, teilweise auch eher gejault als gesungen. Die Version von Brittney's 'Hit me Baby' von gestern Abend möchte ich jedenfalls keinem zumuten :-)

Meine Fähre um Mitternacht hab ich dann noch gekriegt, da es keinen Bus mehr gab musste ich allerdings den Berg bis zu uns hochlaufen, was dann doch ein sehr ernüchternder Abschluss für einen insgesamt gelungen Abend war.