Samstag, 11. August 2012

Vava'u Pt. II

Irgendwie war der Urlaub jetzt ja schon rum, denn was sollte denn den gestrigen Tag mit den Walen noch toppen können? Ich bin Tauchen gegangen, das war auch gut. Aber auch nur gut. Vielleicht sogar nur durchschnittlich? Bin ich zu verwöhnt? Waren die Wale gestern zu eindrucksvoll?

Beide Tauchgänge waren ok, ich sollte aber langsam mal wieder anfangen, mehr als zwei pro Urlaub zu machen - vor allem, wo ich ja zwischen zwei Urlauben garnicht mehr tauche... Nach dem Zweiten hatte ich mich quasi erst wieder 'eingetaucht' und hätte noch ein paar machen können - aber, keine Zeit mehr...
Wie im letzten Post schon erwähnt kam ich mit der Kamera nicht wirklich gut zurecht, deshalb hab ich hier für Euch nur ein paar 'Sicherheitsbilder', richtig gute hatte ich quasi nicht.

Dieser freischwimmende Weißspitzenriffhai war der Höhepunkt des 1. TGs - oder vielleicht doch eher diese Seeschlange hier?


Leopardendrücker

Diese Nacktschnecken sind nur schwer scharf zu kriegen, weil sie so flott unterwegs sind ;-)

Split Rock  - der für den 2. Tauchplatz namensgebende Fels

Der Höhepunkt des 2. TGs waren wohl die beiden White Tips in der Höhle

Nach dem Tauchen haben wir dann auf den Mt. Talau erklommen, den höchsten Berg Vava'us. Klingt gut, oder? Ok, er ist nur 131 Meter hoch und bis dahin, von wo aus man zu Fuss weiter muss, haben wir uns fahren lassen. Ich möchte aber auch erwähnt haben, das der Aufstieg tritzdem einer der Anstrengendsten überhaupt war - und das bei tropischen Temperaturen! Von oben hat man eine schöne Aussicht auf Port Refuge, den Naturhafen von Vava'u, wo sich jetzt langsam die Luxusjachten sammeln - Vava'u ist wohl eins der Top-Segelreviere weltweit.


Port Refuge, im Hintergrund links die Inselhauptstadt Neiafu

Der Blick zur anderen Seite
Und nun sind wir schon am Sonntag angekommen, der ja hier wie schon erwähnt, heilig ist. Alles ist zu, nur (Hotel-) Restaurants dürfen geöffnet haben. Keine Touren, kein Tauchen, kein Whale Watching... Was tut man also? Man macht es wie die Tonganer und geht in die Kirche. Alle brezeln sich auf, ziehen Ihre beste Kleidung an, binden sich aus Pandanus-Blättern geflochtene Matten um den Allerwertesten und gehen barfuß oder in Flip-Flops zur Andacht. Es gibt in jedem Dorf gefühlte 17 Kirchen aller christlichen Konfessionen, es ist also quasi immer gerade irgendwo ein Gottesdienst.





Wir waren ja jetzt schon mehrfach im Südpazifik unterwegs und haben es noch nie geschafft, an einem Gottesdienst teilzunehmen, obwohl uns immer wieder gesagt wurde, das die Singerei ein ziemliches Erlebnis sei - also sind wir diesmal hingegangen. Und die Singerei war in der Tat ein Erlebnis! In 'unserer' Kirche waren nur ca. 20 Erwachsene und ein Haufen (meist nicht singender) Kinder, aber für mich haben sich die Lieder angehört, als seinen sie von einem Chor unter Leitung eines Dirigenten gesungen worden. Zumindest klingt's anders als in 'ner deutschen Kirche, wo die Sangesbrüder ja quasi nur die Lippen bewegen. Und 'ne Orgel gab's hier auch nicht, alles a capella sozusagen... Hier sind zwei Kostproben, die ich mitgeschnitten habe:





Nach der Kirche haben wir den Sonntag dann entspannt mit Schwimmen, schnorcheln und Kajakfahren ausklingen lassen - wobei kajaken ja immer noch nicht so wirklich meins ist. Vielleicht liegt es ja nur an mangelnder Technik, aber irgendwie werd ich dabei immer patschnass. Und dafür brauch ich kein Boot, sondern kann auch Schwimmen gehen ;-)









Ja, und das war's dann auch schon. Montag für ging's zurück zum Airport, Flug nach Nuku'alofa, zwei Stunden bis zum Weiterflug, sechs Folgen 'The Big Bang Theory' später waren wir auch schon wieder zuhause...

Mein finales Fazit - auch nachdem ich mit ein wenig Abstand nochmal zurückgeblickt habe - Tonga ja, Vava'u auf jeden Fall, Nuku'alofa und 'Eua nur ganz kurz - wenn überhaupt. Schaut's Euch halt selber an :-)

Dienstag, 7. August 2012

Und plötzlich waren wir doch in der Südsee! (Vava'u Pt.1)

Am Donnerstag sind wir dann nach Vava'u geflogen - und siehe da, es geht doch! Schon ab Hapa'ai hatten wir quasi keine Wolken mehr unter uns und nach der Landung gab's dann endlich blauen Himmel , strahlenden Sonnenschein & Südsee-Feeling.

Geflogen sind wir übrigens mit einer mindestens 58 Jahre alten Propellermaschine, einer Convair CV-580, die nur bis 1954 gebaut wurde. Wir haben uns aber keinen Moment unsicher gefühlt. Falls ich nochmal nach Tonga komme, muss ich dann nach Hapa'ai fliegen, denn die Strecke Nuku'alofa - Hapa'ai wird von einer DC-3 bedient - und mit der wollte ich ja sowieso schon immer mal fliegen...

Unser Transfer war zur Abwechslung auch mal da, als wir rauskamen und so ging es dann gleich weiter zu unserer Unterkunft 'Mystic Sands'. Das ist eine kleine Anlage mit nur 5 Zimmern, Beachfront mit eigenem Steg, für Selbstversorger - aber auf Wunsch auch mit Frühstück. Sehr gut. Das Zimmer war groß, modern und freundlich eingerichtet - no complaints so far. Abendessen waren wir im Tongan Beach Resort, alles ist endlich gut.

Am nächsten Morgen wurden wir dann von einem Boot an unserem Anleger abgeholt, um das zu tun, wofür wir nach Tonga gekommen waren - Whale Watching, oder besser gesagt Whale Swimming! Tonga ist neben Niue und den Cook Islands eins der Länder, in denen das Schwimmen mit Walen erlaubt ist. Und auf das quasi der gesamte Tourismus aufgebaut ist. Es gibt insgesamt ca. 50 lizensierte Operator, die die Wal-Touren durchführen - und die Touren sind meistens ausgebucht.

Nach gut 'ner Stunde hatten wir die ersten Wale - Buckelwale, die jedes Jahr zwecks Fortpflanzung nach Tonga kommen - entdeckt, ich hab mich oben auf dem Dach des Bootes ein wenig wie bei 'Moby Dick' gefühlt ("Da bläst er!"). Jetzt mussten wir nur noch dicht genug an sie rankommen, dass wir mit ihnen schwimmen konnten, und das war nicht so einfach. Eine weitere halbe Stunde später waren wir das erste Mal im Wasser - und ab da immer wieder. Wir haben quasi den ganzen Tag mit einer Walkuh mit zwei Kälbern (eins vom letzten Jahr und eins vom Jahr davor) verbracht, immer wieder haben sich unsere Wege fast zufällig ;-) gekreuzt und wir haben die drei bestimmt zehn Mal unter Wasser gesehen, allerdings immer nur für kurze Zeit im Vorbeischwimmen. Natürlich konnten wir sie auch gut an der Wasseroberfläche beobachten, mit ihrer Buckelwal-Show, Springen und sich auf den Rücken fallen lassen, mit der Fluke auf die Wasseroberfläche schlagen, mit den Brustflossen klatschen - halt das volle Programm.

Leider kam ich unter Wasser nicht so gut mit der doch noch relativ neuen Kamera und dem ganz neuen Gehäuse zurecht, deshalb sind meine Bilder nicht wirklich toll geworden, aber hier sind die besten für Euch:






Die 'guten' Bilder sind halt in unseren Köpfen :-) Es war ein Wahnsinnserlebnis, das ich mit Sicherheit niemals vergessen werde. Wie majestätisch die drei durch's Wasser geglitten sind, als könnte ihnen nix und niemand etwas anhaben. Damit Ihr mal sehen könnt, wie dicht wir an denen (oder die an uns) dran waren hier noch ein Bild von der Oberfläche (zur besseren Unterscheidung habe ich markiert, wer Wal ist und wer nicht...)


Falls irgendwer von Euch mal nach Tonga kommen sollte - der Whale Swim ist ein Must-do, ich weiß nicht, wann ich zum letzten Mal von irgendetwas so begeistert war!


Montag, 6. August 2012

Nuku'alofa


Nachdem wir von ’Eua zurück waren mussten wir flugplanbedingt noch mal eine Nacht auf Tongatapu verbringen – oder alternativ dazu 7 Stunden am Airport rumlungern, bis wir nach Vava’u weiterfliegen konnten. Deshalb haben wir uns entschieden, eine Nacht in der Hauptstadt, Nuku’alofa, zu bleiben.

Die Stadt ist (wie die meisten der kleinen, tropischen Inselreichs-Hauptstädte, die ich bis jetzt gesehen habe) ziemlich dreckig und hat außer dem Königspalast und dem Markt wenig zu bieten. Also, eigentlich garnix. Es gibt eine endlos lange „Promenade“, wo allerdings nur Regierungs- und andere Bürogebäude stehen – nicht ein Café oder Restaurant, bis man ganz im Osten der Stadt angekommen ist. Alte Gebäude (im Sinne von Heritage oder denkmalgeschützt) gibt es gar nicht, was eventuell auch am Aufstand von 2005 (?) liegt, bei dem große Teile der Stadt niedergebrannt und viel geplündert wurde.

Ein Blick ins extrem dreckige Hafenbecken

Zu empfehlen waren das ‚Friends’-Café mit dem wahrscheinlich weltbesten Passionfruit Cheesecake und das Restaurant ‚Fiesta Seafood’, wo ich den ersten Ota Ika (rohen Fisch in Kokosmilch, yummy!) auf unserer Reise gegessen habe. Sehr gut und preiswert.


Ansonsten waren wir nur noch im ‚Post Office Café’, was mich sehr an das Fischrestaurant im Film ‚Meier’ (großartiger Film!) erinnert hat – wo Dieter Hildebrand als Kellner auf alle Bestellungen immer erwidert: „Ham wa nich.“ Im Post Office Café gab’s trotz ordentlicher Karte eigentlich nur Croissants. Und Kaffee.

Hier noch ein paar Bilder vom Markt, sonst haben wir keine mehr von Nuku'alofa. Klingt komisch, ist aber so...



Übernachtet haben wir im Hotel ‚Little Italy’, ein wenig außerhalb der Stadt, war in Ordnung. Vielleicht ein bisschen zu teuer für das, was sie zu bieten haben.

Ansonsten hat’s viel geregnet und wir haben dementsprechend wenig gemacht und auch keine ausagekräftigen Fotos. Im nachhinein hätten wir vielleicht doch lieber am Flughafen rumhängen sollen, das wäre billiger gewesen und wir wären einen Tag eher (und einen Tag länger) in Vava’u gewesen.

Donnerstag, 2. August 2012

Fotos zum Post 'Tongatapu'

Am Wasser bei der Heilala-Lodge - Südsee-Stimmung ist anders, oder?

Die Blowholes an der Südküste Tongatapus sind schon schwer beeindruckend, vor allem bei Hochwasser...



Michi winkt huldvoll von unserer Terasse in der Heilala-Lodge. Nee, quatsch - da war's dann doch schöner als auf dem Bild hier...

Gräber und Friedhöfe sind hier eine farbenfrohe Angelegenheit, einschließlich Häkelarbeiten & Plastikblumen. Und manche Gräber werden sogar mit Stacheldraht vor streunenden Schweinen geschützt.

Bildtitel "Island Time", Aufnahmezeitpunkt Samstagmittag 12:00h

Ha'aumanga a Maui - das "Stonehenge der Südsee" - ca. 800 Jahre alt und sicher sauschwer...

Ach ja, Geburtstag hatte ich ja auch noch, mein Erster in den Tropen - und hoffentlich noch nicht mein letzter :-)

Mittwoch, 1. August 2012

'Eua

Und weiter geht's mit unserer virtuellen Reise durch die Inselwelt Tongas... Nach dem angeblich kürzesten kommerziellen Flug der Welt (8 min 10 sek in der Luft in unserem Fall) sind wir auf 'Eua gelandet. Und es war niemand da, um uns abzuholen, obwohl wir doch einen Transfer gebucht hatten! Also jemanden vom Flughafen anrufen lassen - ging keiner dran. Also warten. Nach mehr als einer halben Stunde kam dann ein Quad auf uns zugefahren und ich meinte im Scherz zu Michi: "Das ist bestimmt unser Transfer." - und siehe da, er war es wirklich! Ein Quad mit einer Art Pick-up-Ladefläche, auf der längs zur Fahrtrichtung zwei Stühle standen. Ja, standen. Die waren nicht festgemacht oder so. Also nix wie draufgeklettert und los ging die wilde Fahrt. Das war bei weitem mein ungewöhnlichster Transfer - und ich war schon viel unterwegs... Aber - was machen die denn eigentlich, wenn's regnet, ihre Gäste 20 Minuten nass werden lassen?


An unser 'Lodge' angekommen war diese dann noch einfacher als erwartet - very basic und sehr rustikal... Und 'ne Baustelle war's auch noch, wo den ganzen Tag die mit einem LKW-Diesel betriebene Sägemühle lief. Auf meine Anmerkung hin, dass ich mich gerne nochmal kurz hinlegen würde, bekam ich gesagt, dass das zu bauende Restaurant (was laut Homepage allerdings schon existiert) in 3 Wochen fertig sein muss und der Gastgeber deshalb ein bisschen Gas geben muss. Das hatten wir uns anders vorgestellt. Aber Essen gab's trotzdem, auch ohne Restaurant - und das war sehr lecker, mit selbstgebackenem Brot und selbstgemachter Kokosnuss-Butter...

Unsere Unterkunft

Frühstück!

Interessant fand ich die Verkabelung an diesem Duschkopf - und auch die Aufschrift 'Do not touch!'
Nachmittags sind wir dann zu einem kleinen Erkundungsspaziergang aufgebrochen, der mit der Besichtigung einer anderen Unterkunft begonnen hat - und die war richtig schäbbich, da hatten wir mit unserer das große Los gezogen :-) Ein bisschen Strand, spielende Kinder am Riff, unter Bäumen sitzende Frauen bei der Tapa-Herstellung, richtig viel gab's nicht zu sehen, aber 'Eua ist halt auch eine relativ dünn besiedelte Insel.


Tapa Cloth wird übrigens aus Baumrinde gehämmert

Das war mal eine Tankstelle (BP)
Danach haben wir vom Ufer (oder besser gesagt vom Hafen aus) noch ein bisschen Whale Watching gemacht, es waren unheimlich viele Buckelwale dort, alle auf der Durchreise zu Ihren 'Laichgründen' weiter im Norden, der Hapa'ai-Gruppe und Vava'u.

Am nächsten Tag wollten wir uns dann vom Host zu einem am Südende gelegenen Nationalpark fahren lassen, aber der musste mit den anderen Gästen Tauchen gehen (ich wollte nicht, war mir zu teuer da...). Und die beiden Jungs, die da noch gearbeitet haben, mussten am Restaurant weiterbauen. Also kein Transfer. Schade. Zum Laufen ist's zu weit, Public Transport gibt's nicht, deshalb sind wir dann zu einem anderen NP gelaufen/getrampt. Trampen hat gut geklappt. Dort sind wir dann durch eine Art tropischen Mischwald (auch mit Nadelbäumen - strange...) zu einem Wasserfall gewandert, weiter haben wir uns aufgrund fehlender Beschilderung nicht getraut, deshalb haben wir es nicht bis zum 'Soldier's Grave' Lookout geschafft.


Ja, und am nächsten Morgen ging es dann auch schon wieder zum Flughafen und zurück nach Tongatapu, diesmal sogar mit Walsichtung vom Flieger aus!

Hatte ich schon wrwähnt, dass das Wetter noch nicht wirklich besser geworden war?
Mein persönliches Fazit: Man kann nach 'Eua fahren - man muss es aber nicht unbedingt tun. Das Tauchen soll dort sehr gut sein, ist aber wie gesagt auch sehr teuer. Whale Watching wird auch angeboten (auch mit Schwimmen), war aber an den beiden Tagen unseres Aufenthaltes nicht möglich, da der Host entweder fleißig am Sägen oder beim Tauchen war.

Mittwoch, 25. Juli 2012

Tongatapu

Es ist mal wieder so weit, der ungemütliche, feuchte Winter in Auckland hat uns einmal mehr ins angenehme Klima der Südsee getrieben. Diesmal sind wir in Tonga.

Der Flug (2:50h ex AKL) war ok, wir hatten nur einmal Turbulenzen, und zwar von kurz nach dem Start bis unmittelbar vor der Landung... Während des Fluges bin ich fast an einem 'Lach-Flash' gestorben als ich eine extrem witzige Folge von 'The Big Bang Theorie' geschaut habe. Erwähnenswert ist noch die Abflugzeit, 06:20h, minus 90 min vorher da sein müssen, minus zum Flughafen fahren, parken und zum Terminal shutteln ergibt nämlich eine Aufstehzeit von 03:15h. Deswegen hat Michi uns eine preiswerte Übernachtung im Holiday Inn Auckland Airport organisiert, die inklusive Shuttle und Parken nur $15 teurer war, als das Parken bei einem der üblichen Parkplätze. Good on her, so konnten wir dann wenigstens bis viertel nach vier schlafen...

Nach der Landung haben wir am Airport unseren Mietwagen übernommen und sind nach einem kurzen Abstecher nach Nuku'alofa (der Hauptstadt Tongas) zur Heilala Lodge gefahren, wo wir für unsere ersten beiden Nächte auf Tongatapu gebucht hatten. Unsere 'Tongan Fale' ist einfach, aber zweckmäßig eingerichtet, allemal gut genug für zwei Nächte. Und hat 'ne Hängematte. Nach dem Einchecken war dann erstmal ein Schläfchen angesagt, schliesslich mussten wir ja mitten in der Nacht aufstehen... Die Lodge liegt auf der Westseite von Tongatapu an einem schönen Strand und aufgrund der Lage konnten wir tatsächlich auf einen Sonnenuntergang hoffen - wurden allerdings bitter enttäuscht weil total bewölkt. Man kann halt nicht alles haben!

Am nächsten Tag haben wir eine Erkundungstour über die Insel gemacht - sonst gab es nichts zu tun, denn es war Sonntag. Und dieser ist auf Tonga heilig und alles ist zu. Es geht aber sogar noch einen Schritt weiter, sonntags ist es in Tonga sogar verboten, zu arbeiten. Lediglich Hotels und Restaurants dürfen geöffnet haben, die Touristen müssen ja schließlich verköstigt werden - sonst fahren die nämlich statt nach Tonga nach Fiji oder Samoa. Was es hier - außer reichlich Küste - zu sehen gibt, haben wir schnell abgehakt, ein paar 'Blowholes' (bei High Tide doch sehr imposant!), ein paar archäologische Ausgrabungsstätten (das 'Trithion', tonganisch Ha'aumanga a Maui, wird gerne als das 'Stonehenge der Südsee' bezeichnet) und viel Natur. Und viel Müll. Gerne auch in der Natur.

Ach ja, schnorcheln war ich auch noch, wobei ich nicht sagen kann, dass der Strand vor der Heilala Lodge viel hergegeben hätte.

Montag ging es dann schon wieder mitten in der Nacht los - zum Flughafen, um 08:00h ging nämlich schon unser Flug nach 'Eua - doch dazu später mehr...

Montag, 16. Juli 2012

Neulich bei eBay

Diese DVD ist tatsächlich verkauft worden - manche Leute schaffen es doch wirklich, aus Scheiße Geld zu machen ;-)


Mittwoch, 11. Juli 2012

Ein paar Eindrücke vom letzten Wochenende

Cathy aus Wellington war am Wochenende da und wir haben versucht, Ihr ein actionreiches aber zugleich entspanntes Programm zu bieten. Los ging's Freitagabend mit dem Goodshirt-Konzert mit anschließender Übernachtung im (geschnorrten) 2-Bedroom-Apartment in einem nahegelegenen Hotel (Vielen Dank, Victor!).

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück in der Mezze Bar ging es dann mit der Fähre rüber nach Devonport und ziemlich gleich weiter nach Whangaparaoa in den Shakespear Regional Park, einen meiner Lieblings-Regionalparks hier.

Abends dann mal entspannt 'ne DVD geschaut... "Sass" mit Jürgen Vogel und Ben Becker. War gut.

Sonntag fand Cathy es dann merkwürdig, daß man in unserer Wohnung um 10:00h morgens seinen eigenen Atem sehen kann, wir allerdings nicht. wir wissen, wie gut unser Heim isoliert ist. Nämlich garnicht.

Als wir dann beim Markt in Coatesville ankamen, gab es dort nur lange Gesichter. Und zwar unsere. Im Juli findet der Markt nämlich nicht statt. Also flugs weiter in Richtung West Coast, schwarze Strände, Te Henga (Bethells Beach auf Pakeha...). Mein Lieblingsstrand hier, heute allerdings mit Killer-surf. Keine Chance durch den Creek auf die andere Seite zu kommen. Trotzdem schön.

Der Food-Caravan hat neuerdings auch im Winter auf, allerdings nur Samstags und Sonntags. Und mit der Winter-Speisekarte - leider ohne Kumara-Chips. Trotzdem gut!

Danach zurück nach Devo und Cathy bei der Fähre abgeliefert. Guten Heimflug!

Ein Angelköder im Pohutukawa-Baum, Army Bay, Whangaparaoa

Ein anderer Pohutukawa, auch Army Bay

Ein unbekanntes Objekt im Busch gefunden, auf jeden Fall organisch, aber was ist es? Sind für Tipps dankbar...

Einer muss halt immer aus dem Rahmen fallen...

Sand

v.r.n.l.: Cathy, Michi & ich

Mit der Hinterohrkamera aufgenommen...

Te Henga - noch Fragen?

Was guckst Du?

Und dann war Cathy auch schon wieder weg...

Dienstag, 3. Juli 2012

Bratkartoffeln - it's not a stir-fry!

As this post is mainly for my colleague Phoebe (but also mainly for anybody else...) who is of Singaporean-Chinese/Kiwi background and therefore does not speak German I will write it in English. Germans know everything about Bratkartoffeln anyway...

We've been talking about me cooking Dinner today and when she asked me what I would cook I said: Bratkartoffeln. Off course she had never heard of this before as it is not something which is common in either one of her two cultures.

So, Phoebe, here we go: Bratkartoffeln is a traditional German dish which is made from sliced raw potatoes, which are to be fried with some oil in a frying pan - as in below picture.





Once they start getting cooked and are getting a bit of a tan you add chopped onions and let it cook for another while. You then add some ground roasted paprika and salt and pepper, which makes the Bratkartoffeln look like in the below picture.





While they still cook you can start frying eggs in a seperate pan, because this is what you would usually eat them with. Some people prefer Sülze (Porks head meat in aspic) though. On your plate it would look like this:


This is the vegetarian version of Bratkartoffeln, most people in Germany would say that it is definitely a 'must' to have diced bacon in it. Oh, I almost forgot: It will always come with sliced Gherkins, no matter if you have it with eggs or Sülze... Guten Appetit!

Sonntag, 1. Juli 2012

Parkplatznot in Auckland

Die Parkmöglichkeiten in Auckland werden immer weniger - zumindest die, wo man kostenfrei parken kann. Mittlerweile haben die ersten Autofahrer angefangen, Ihre Autos im Hafenbecken zu parken, was auf lange Sicht natürlich auch keine Lösung sein kann...


Donnerstag, 21. Juni 2012

Boyracer


Ich weiss nicht, ob diejenigen unter Euch, die nicht in Neuseeland leben, wissen, was 'Boyracer' sind und ob es die vielleicht auch in anderen Ländern gibt, aber hierzulande sind sie ein weitverbreitetes Phänomen.

Es handelt sich um meist jugendliche (von 16 an aufwärts), testosteronstrotzende Idioten, die sich an den Wochenenden mangels geeigneten Treffpunkten und Einkommen sowie aus Langeweile und generellem Desinteresse treffen, um mit ihren aufgemotzten Autos sinnlos in der Stadt rumzufahren.

Der Grundgedanke dabei ist, dass es wesentlich billiger ist, sich mit reichlich Alkohol einzudecken, einen Fahrer zu bestimmen (welcher nüchtern bleibt) und sich dann im Auto schön wegzuschießen, als einfach irgendwo in 'ne Kneipe zu gehen.

Also fährt man stundenlang blöd im Kreis und säuft. Und macht 'Doughnuts', schwarze Kreise auf dem Asphalt - aus Gummiabrieb von den Reifen. Klingt total geil, nicht wahr?

In Christchurch wurde das irgendwann so heftig, dass auf den von den Boyracern bevorzugten Straßen Schilder aufgestellt wurden, die diesen tollen Spaß verbieten. Und das Verbot wird auch durchgesetzt, sprich die Polizei hat in den Wochenendnächten reichlich zu tun.

Vor vier Jahren wurde das Ganze dann durch ein neues Gesetz auf's nächste Level gehoben: Wer dreimal wegen eines 'Boyracer-Deliktes' verurteilt wird, der muss den Lappen für 21 Monate abgeben und das Fahrzeug des Delinquenten (sein großer Stolz...) wird eingezogen und verschrottet.

Und heute war es dann endlich soweit - Polizeiministerin Tolley hat persönlich auf den Knopf an der Fernsteuerung der Schrottpresse gedrückt, als der erste Boyracer Car eingestampft wurde. Das Video dazu findet Ihr hier.

Man kann ja jetzt davon halten, was man will, aber ich persönlich bin von den Burschen auch ziemlich genervt, wir haben hier auch einen in der Nachbarschaft, der seinem aufgemotzten Auto eine dermaßene Affenliebe entgegenbringt, dass er die Kiste wohl am liebsten mit ins Bett nehmen würde. Sein Auspuff hat übrigens einen Durchmesser von bestimmt 15 Zentimetern und man hört die Karre noch, wenn er damit schon vorne am Kreisel ist.

Um nochmal auf's Verschrotten zurückzukommen - momentan warten 116 Anwärter mit bereits zwei Verurteilungen auf ihren '3rd Strike' - es dürfte also in absehbarer Zeit dann noch zu ein paar weiteren Verschrottungen kommen...

Mittwoch, 13. Juni 2012

EURO 2012 - die anderen Teams (Folge 2)

Vielleicht hilft's ja...


Nun war es dann doch mal so weit...

Wir mussten heute morgen Eis kratzen. Wie die gute Chris schon in ihrem Blog erwähnt hat, kann man die Frostnächte in Auckland ja an einer Hand abzählen. Ich würde sogar noch etwas weiter gehen und sagen: an einem Finger. Es war nämlich heute das ersten Mal, das wir das erlebt haben - und das in unserem fünften Winter hier!

Ich höre jetzt schon wieder laute Stimmen poltern: Ihr hättet mal den Winter in Deutschland 2010/2011 erleben sollen, dann wüsstet Ihr, was kalt ist... Wollen wir aber garnicht! Wir sind hier nämlich eigentlich mit dem Wetter ganz zufrieden. Obwohl ich sagen muss, dass mich ein, zwei Tage mit Schnee nicht besonders stören würden, einfach nur, um mal wieder zu erleben, wie sich das so anfühlt. Leider gab's den letzten Schnee (und einzigen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen) im Juli 1939 - wenn man mal vom Graupel letztes Jahr im August absieht. Das wurde hier ja auch allgemein als Schnee gefeiert, aber für jemanden, der in seiner Kindheit ab und zu 'Weiße Weihnachten' erlebt hat war das kein Schnee...

Anyway, genug vom Wetter für heute.

Sonntag, 10. Juni 2012

EURO 2012 - die anderen Teams (Folge 1)


Die englische Nationalmannschaft besichtigte heute ein Waisenhaus in Polen. Es war herzzerreißend, die hoffnungslosen, traurigen Gesichter zu sehen, sagte der 6-jährige Igor.

Freitag, 8. Juni 2012

Fußball-Europameisterschaft 2012

Es ist wieder so weit! Nach 2 langen Jahren des Wartens und einem (zumindest für mich) nur mäßig interessanten Rugby-Worldcup gibt es endlich wieder ein Sport-Großereignis von Interesse!

Sonntag früh geht es los! Also für uns hier in Neuseeland. Eigentlich geht's ja schon Freitagnachmittag los, und unter normalen Umständen würde ich mir das Eröffnungsspiel Polen - Griechenland wohl auch anschauen, und sei es nur, weil mit Georgios Tzavellas ein (wenn auch zur Zeit ausgeliehener) Eintracht-Profi mittun darf. Nicht aber, wenn der Anstoß um 4:00 früh stattfindet, da schlaf ich dann doch lieber aus...

Aber für Sonntag haben wir schon Pläne und treffern uns mit anderen Fußballbegeisterten in Fox's Ale House - wo wir auch schon große Teile der letzten EM und der WM 2010 verfolgt haben. Die Stimmung war dort immer sehr gut (Es sei nur an das Halbfinale 2008 gegen die Türkei erinnert, Endstand 3:2...), Bier gibt's, Kaffee auch - aber auf den muss man auch schon mal ein Dreiviertelstündchen warten, Bier geht schneller ;-)

Wenn nur diese unsäglichen Anstoßzeiten nicht wären... Zum Spiel an Sonntag können wir nicht mal mit der Fähre in die Stadt fahren, weil die erste Fähre sonntags erst um 7:30h geht, und da ist die erste Halbzeit ja schon rum! Christiane & Hendrik fahren allerdings mit dem Auto rüber und nehmen uns mit, so kommen wir dann wenigstens ohne daß ich fahren muss rüber - denn wie ihr alle ja sicherlich wisst, gehören Fußball und Bier untrennbar zusammen. Ja, auch morgens um Viertel vor Sieben. Das Erste  schmeckt zugegebenermaßen komisch, danach wird's besser...

Die beiden nächsten Gruppenspiele der deutschen Nationalmannschaft finden dann Donnerstag- bzw. Montagmorgen statt - and guess what: Das sind genau die beiden Tage in der Woche, an denen ich erst um 10:00h im Büro sein muss :-) Das allerdings dann ohne schon Bier getrunken zu haben.