Es ist mal wieder so weit, wir haben heute einen neuen Visumsantrag abgegeben. Diesmal allerdings nur für ein Touristenvisum bis Ende März - wer will schon im Sommer aus Neuseeland ausreisen, um im Winter in Deutschland aufzuschlagen...
Erstaunlich fand ich, dass wir für das Touri-Visum ein Formular ausfüllen mussten, dass quasi genauso umfangreich ist, wie jenes für das Work Visa. Man muss dort sogar seine Arbeitgeber der letzten Jahre auflisten, wofür das gut sein soll ist mir schleierhaft.
Das gute an diesem Visum ist, das es für maximal zwei Erwachsenen mit maximal vier Kindern nur NZD 165,00 kostet - das ist dann doch deutlich preiswerter, als mal eben nach Aussie oder in die Südsee zu fliegen und dann bei der Wiedereinreise das normale Visum in den Pass gestempelt zu bekommen.
Wir haben alle verlangten Nachweise mit unserem Antrag bei Immigration NZ eingereicht, sei es nun der Überblick über unsere Finanzen oder (schon zum vierten Mal) die Nachweise, dass wir in einer 'stabilen Partnerschaft' leben. Ab hier heißt's dann wieder abwarten und Tee trinken, ich hoffe, dass wir bis Ende November Bescheid wissen, wie's für uns weitergeht...
Nach einer kleinen 'Orientierungsrunde' durch
Aggie Grey's, einem Latte und einem kurzen Abstecher zur Tauchbasis sind wir
dann am Donnerstag am Strand entlang zum Ferry Terminal gelaufen und wollten
von dort aus eigentlich spontan den Bus in die Stadt nehmen, um dort zu Abend
zu essen. Dieser war allerdings so voll, das wir uns dann doch anders
entscheiden haben. Wir sind stattdessen getrampt. Das erste Fahrzeug hat gleich
angehalten und wir konnten auf der offenen Ladefläche eines LKW bis an den
Stadtrand von Apia mitfahren. Der Rest ging dann auch gut per Bus.
Als wir ankamen, war es 1/4 vor 4 und wir
wollten nach dem Essen den Bus zurück nehmen. Wollten, weil uns gleich nach der
Ankunft im Tourist Office gesagt wurde, dass der letzte Bus um Fünf fahren
würde. Also war unser schöner Plan hinfällig und wir mussten quasi sofort
zurückfahren - und dann doch im eher teuren Aggie's zum Essen gehen, weil es
rund um unser Motel keine Alternative gibt.
Busfahren auf Samoa ist interessant, die Busse
sind bunt bemalt, haben Namen (laut Lonely Planet gibt es unter anderem einen,
der 'Bon Jovi' heisst und dementsprechend lackiert ist...) und Teile der
Aufbauten und die Sitze sind aus Holz. Wenn alle Sitzplätze besetzt sind, setzt
man sich bei jemand auf den Schoß. Also, nicht bei irgendwem, da scheint es
schon Regeln zu geben, z.B. sitzen Frauen auf Frauenschößen und Männer auf
Männerschößen. Und anscheinend hat die ältere Frau der Jüngeren gegenüber das
Recht auf ihr zu sitzen, denn ich konnte beobachten, wie wild Plätze getauscht
wurden, wenn eine Jüngere zustieg und bei einer Älteren sitzen wollte. Ob sich
die Aufeinandersitzenden kannten, hat sich mir nicht wirklich erschlossen
- die meisten haben sich jedenfalls nicht einmal miteinander unterhalten.
Der Bus 'Peacemaker' vor der Abfahrt nach Apia
On the Bus - liebevoll dekoriert und vonn lauter Musik erfüllt
Freitag morgen war ich dann Tauchen, was eher
unspektakulär war. Der einzige Aufreger war, dass eine Frau aus unserer Gruppe
mit dem Knie an einer Dornenkrone hängengeblieben ist und wir deshalb den TG
nach zehn Minuten abbrechen mussten, um sie zur Basis zurück zu bringen, damit
sie medizinisch versorgt werden konnte, während der Rest von uns dann wieder
rausgefahren ist.
Die besagte Dornenkrone (Acanthaster planci)...
... und das, was sie verursacht hat - acht Tage danach!
Die Riffe scheinen doch sehr unter den letzten
Zyklonen und dem Tsunami von 2009 gelitten zu haben - und unter den allgegenwärtigen
Dornenkronen, die sich ausschließlich von Korallen ernähren. Und Fische gab's
auch nicht wirklich viele, das Highlight war eine riesige Schildkröte. Die war
dafür aber auch richtig gut!
Insgesamt war ich vom Tauchen hier allerdings
eher enttäuscht, es war ziemlich teuer und insgesamt eher
unterdurchschnittlich.
Nach dem Tauchen war dann Packen angesagt, wir
mussten los zur Fähre auf die Nachbarinsel Savaii, wo wir die nächsten drei
Tage verbringen wollten
Talofa! Heute nacht sind wir beim sechsten (und
wohl vermutlich letzten) Stopp unserer "Thomas & Michi entdecken den
Südpazifik-Tour" angekommen. Samoa. Um genauer zu sein in dem Teil Samoas,
der von seiner Unabhängigkeit 1962 bis 1996 'Western Samoa' hieß und nicht mit
'American Samoa' verwechselt werden sollte – dort ist nämlich vieles gaaanz
anders...
Für die ersten beiden Nächte haben wir das
Transit Motel gebucht, eine - von den Bildern auf der Website her - recht
einfache Unterkunft, für die wir uns wegen ihres günstigen Preises und ihrer
Lage zwischen Airport und Fähre und gegenüber des Luxushotels, von dem aus
einige Touren (u. a. Tauchausfahrten) starten, entschieden haben. 'Einfache
Unterkunft' ist allerdings eher schmeichelhaft.
Die Zimmertür geht nach außen auf, aus dem
einfachen Grund, daß drinnen nicht genug Platz wäre, um sie so weit zu öffnen,
als daß man hindurchgehen könnte. Bett. Stuhl. Im Bad gibt es nur kaltes
Wasser. Das Frühstücks'buffet' (von 7:00 bis 8:00 Uhr!) erinnert mich an meine
WG-Zeiten, und zwar an die Tage, an denen der für den Einkauf zuständige
Mitbewohner ein wenig pflichtvergessen war. Toast (schon älter, hart, kalt),
Butter, Erdnussbutter, Papaya. Und zum Trinken etwas, das sich 'Café Mix' nennt
- Instant-Kaffee mit Milchpulver und Zucker schon drin, damit man mit der
Kaffeezubereitung keine unnötige Arbeit hat... Kein Tee, keine Marmelade, keine
Auswahl an frischen Früchten, eher traurig. Michi hat alles richtig gemacht und
ist liegengeblieben.
Soviel zur Unterkunft, mein Fazit: Wer mit der
einzigen Tauchbasis auf Upolu tauchen möchte, sich aber Aggie Grey's nicht
leisten kann (oder will) oder spät in Faleolo landet und am nächsten Morgen
gleich per Fähre weiter nach Savaii fahren möchte, der ist hier gut aufgehoben.
Gloria, die Besitzerin, ist sehr freundlich und hilfsbereit - und schmeißt
abends, wenn man mit den anderen Gästen zusammensitzt, auch schon mal 'ne
Runde...
Ansonsten? Einen solchen Regen wie heute Nacht
habe ich noch nie erlebt. Never ever. Das Geräusch des Regens, unsere
Ankunftszeit im Hotel (02:00h) und die beiden in (gefühlten) zehn Metern Höhe
über unser Zimmer fliegenden (geflogenen?) Düsenjets im Landeanflug haben dafür
gesorgt, dass ich im Moment etwas übermüdet bin. Wegen des schlechten Wetters
(es regnet immer noch und es sieht im Moment auch nicht so aus, als würde es
heute nochmal aufhören...) ist unsere - natürlich nur Donnerstags stattfindende
- Segeltour abgesagt worden - nicht, dass wir bei diesem Wetter hätten Segeln
gehen wollen oder nächsten Donnerstag noch hier wären...
Ich sitze hier beim Schreiben dieser Zeilen
umschwärmt von Hunderten von Fliegen, die - wie ich - Schutz vor dem Regen
gesucht haben und mich zu Tode nerven unter dem Vordach vor unserem Zimmer und
warte darauf, dass der Regen nachlässt und ich ins Aggie Grey’s gehen kann, um
dort einen Latte Macchiato trinken zu können. Wie war Euer Tag bis jetzt?
Da bin ich wieder - zurück von meinem kurzen Ausflug in die Welt der Haluzinogene... Nee, quatsch, war garnicht so wild, ich hatte es mir derber vorgestellt...
Ich hab brav meine Pille eingeworfen, Michi hat mich 'ne Dreivirtelstunde später zur Praxis gefahren und die Ärztin hat mir (nachdem die Wirkung noch nicht wirklich berauschend (Wortspiel!) war) nochmal 'ne halbe Pille gegeben.
Dann durfte ich auf den Stuhl und hab meine übliche Spritze bekommen. Kurze Zeit später habe ich mich dann beschwert, weil jemand meinen noch halb vollen Latte abgeräumt hat. Dachte ich zumindest, hatte ich aber wohl nur geträumt. Geträumt? Richtig ich bin während ich auf die Wirkung der Narkose gewartet habe auf dem Behandlungsstuhl eingeschlafen! Demnach war die Wirkung der Pillen wohl doch heftiger, als ich es eingeschätzt hatte.
Die Behandlung habe ich dann 'live' miterlebt, auch zwei mal ganz kurz Schmerz gefühlt, aber irgendwie nur gaaaanz weit weg. Meine Zahnärztin hat heute innerhalb weniger Minuten jedenfalls ein besseres Resultat erzielt, als in den drei Sitzungen davor, die 'Steroids', die den Nerv abtöten sollen, sind jetzt dort, wo sie hinmüssen und in drei Wochen machen wir weiter. Ne neue Pille hat sie mir auch schon mitgegeben. Geht doch!
Ich werde mich heute einem Drogenexperiment unterziehen. Nein, nicht so, wie Ihr jetzt wahrscheinlich denkt, sondern völlig legal.
Ich befinde mich momentan mitten in einer Wurzelbehandlung und hatte bei den letzten beiden Sitzungen trotz Spritze solche Schmerzen beim Aufbohren, dass meine Zahnärztin keine andere Möglichkeit mehr sieht, als mich mit einer Art 'Scheißegal-Pille' außer Gefecht zu setzen. Angeblich nimmt man nach Einnahme dieser Pille den Schmerz zwar genauso wahr wie ohne, aber es interessiert einen einfach nicht.
Der Wirkstoff in dieser Pille ist Midazolam, gehört zu den Hypnotika/Sedativa und kann laut Wikipedia schon nach kurzer Anwendung zu einer psychischen Abhängigkeit führen. Scheint also 'n heftiger Stoff zu sein - bin schonmal sehr gespannt.
So, kurzer Blick auf die Uhr - 11:03h, mir bleiben jetzt noch 42 Minuten, bis ich die Pille schlucken muss. Langsam werde ich ein bißchen nervös...
Ich hatte meinen Miley Cyrus-Traum zwar vor ungefähr sechs Wochen schon einmal hier gepostet, aber da er jetzt doch tatsächlich in Titanic, dem endgültigen Satiremagazin, veröffentlicht wurde, muss ich hier dies an dieser Stelle hier doch noch mal erwähnen und ein bisschen damit 'braggen'... Kauft das Oktoberheft - ich signiere es Euch dann auch gerne ;-)
Am Wochenende haben wir es nach fast fünf Jahren dann doch endlich mal geschafft, uns das Howick Historical Village anzuschauen - und das quasi am letzten Tag, bevor unsere '50% off' Grab-one-Voucher abgelaufen sind, die wir netterweise schon um eine Woche verlaengert bekommen hatten. Wir mussten also im Prinzip am Wochenende hin, um die nicht verfallen zu lassen.
Am einfachsten ließe sich Howick als eine Art 'Hessenpark in klein' beschreiben, wobei jetzt widerum die Nicht-Hessen unter Euch nicht unbedingt wissen müssen, was das nun wieder ist... Und außerdem Fachwerkhäuser nicht wirklich viktorianisch sind.
Das Prinzip ist schnell erklärt: Man nehme alte, historische Wohnhäuser, Schulen, Kirchen und so, die irgendwo nicht mehr gebraucht werden oder einem Bauvorhaben im Weg stehen, sammle sie an einem anderen Ort und baue sie dort wieder auf und schon entsteht ein schönes, historisches Dorf. So wurden im Hessenpark in Neu-Anspach über 100 Häuser hessenweit zusammengetragen und im Howick Historical Village ca. 30 Stück Auckland wide.
An jedem 3. Sonntag im Monat finden die sogenannten 'Live Days' statt, an denen Freiwillige einen Tag lang das Leben im viktorianischen Zeitalter wieder auferstehen lassen. Leider war der letzte Sonntag erst der 1. Sonntag im Monat, von daher war unser Besuch nicht ganz so interessant, wie er hätte sein können. Andererseits war es ob des nicht stattgefunden habenden Live Days nicht so voll und das Fotografieren war dadurch wesentlich einfacher, als wenn man immer warten muss, bis man mal ein Haus ohne Leute ablichten kann.
Es war schon interessant, zu sehen, wie die Leute damals gelebt haben und es gab auch einen kurzen Film, der einem Eindrücke vom Leben und den Gepflogenheiten damals vermittelt hat. Und ein Café mit lecker Date Scones gab es auch, - die waren aber gottseidank nicht aus der Zeit Königin Victorias. :-)
Da Neuseeland dieses Jahr offizielles Gastland bei der Frankfurter Buchmesse ist, präsentiert "das endgültige Satiremagazin" Titanic - wie alle anderen auch - eine zum Thema passende Veranstaltung:
Geht doch da mal alle hin und beschimpft NZ für uns, weil sie uns keine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung wollen ;-)
Nachdem es vor der Küste Westaustraliens innerhalb eines Jahres 5 Tote durch Haiangriffe gegeben hat hat der dortige Fischerei-Minister letzte Woche den Schutzstatus des Weißen Haies aufgehoben und ihn zur Jagd freigegeben.
Der Weiße Hai gilt als gefährdet nach IUCN3.1 und ist quasi weltweit geschützt. Als Raubtier am Ende der Nahrungskette ist er sehr wichtig für das ökologische Gleichgewicht in unseren Ozeanen. Abgesehen davon ist er ein wunderschönes Tier, das nichts anderes macht, als durch die Meere zu schwimmen, zu fressen und Hai zu sein. Das ist alles. Von daher würde ich es nicht wirklich als 'Fehlverhalten' sehen, wenn ab und zu mal ein Mensch von ihnen gebissen/getötet wird - sie machen halt das, was Haie so machen. Wer sich dort, wo regelmäßig Weiße Haie anzutreffen sind, ins Wasser begibt, sollte sich des Riskos bewusst sein. Wer Angst davorhat, Opfer einer Hai-Attacke zu werden soll bitte draussen bleiben. Das Meer ist ihr Lebensraum, unserer ist an Land.
Ich finde es vollkommen falsch, ein Tier dafür büssen zu lassen, dass es sich so verhält, wie es das schon seit Millionen von Jahren tut, nur weil ein paar Menschen durch Angriffe zu Tode gekommen sind. Deshalb habe ich hier in unserem Blog rechts in der Sidebar eine Box integriert, wo Ihr durch einen Klick zu einer Petition an den westaustralischen Fischereiminister kommt, die ich Euch bitten möchte zu unterzeichnen. Es fehlen noch ca. 1500 Unterschriften bis der Initiator der Petition aktiv werden kann. Danke für Eure Unterstützung. Nachtrag: Hab grade gemerkt, dass das von Change.org zur Verfügung gestellte Widget manchmal browserbedingt nicht funktioniert und es ein bisschen modifiziert. Wenn Ihr jetzt unten rechts auf "Click to sign" klickt, kommt Ihr auch zur Petition. Oder Ihr klickt hier.
Wer - wie ich - schon einmal dieses herrliche Tier aus der Nähe beobachten konnte, wird verstehen, warum wir alles dafür tun sollten, diese Art zu schützen und zu erhalten. Und alle anderen hoffentlich auch.
-
Immer und überall (Arbeit, Arzt, Behörde...) mit dem Vornamen angesprochen zu
werden. Und so ganz ohne "Sie" und "Herr Xyz"...
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'kostenlose' Arzt- und (vor allem!) Zahnarztbesuche (Ich weiß, dass die nicht
wirklich kostenlos sind, aber man
muss nicht jedes mal bar bezahlen...)
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Tui, Kereru, Fantail, Parakeet, Monarch und alles andere, was hier so kreucht
und fleucht - also eigentlich fleucht...
-
auch in einer lauten Umgebung einem Gespräch folgen zu können, weil es in der
eigenen Muttersprache geführt wird
- Die
Möglichkeit, schnell mal in die Südsee fliegen zu können
- Die
Möglichkeit, schnell mal nach Mallorca fliegen zu können
Wir haben uns heute um halb sechs mit Freunden in Takapuna auf ein Bier getroffen. Die Uhrzeit ist von daher wichtig, da es in Takapuna vor 6pm quasi keinerlei Möglichkeit gibt, sein Auto sowohl kostenfrei als auch legal zu parken.
Ich habe mich um 20 vor 6 auf einen Parkplatz gestellt, wo man eigentlich bis 6 zahlen muss und dachte mir, dass in den nächsten 20 Minuten ja wohl hoffentlich keiner kommen wird und mir 'n Parking Ticket verpasst.
Als ich dann gegen 8 ins Auto stieg - es war mittlerweile dunkel - fiel mir nach kurzer Zeit auf, dass etwas unter meinem Scheibenwischer (Beifahrerseite) klemmte, wo ich natürlich während der Fahrt nicht dran kam und deshalb auch nicht erkennen konnte, was es war. Aber, ich hatte da schon so eine Vermutung, nämlich ein Zahlungsbefehl über $20.00...
Zuhause angekommen hab ich dann nachgesehen, was es ist und habe dies hier gefunden:
Meine Zulassung läuft morgen ab - keine Sorge, ich habe schon gezahlt und warte nur noch auf die Zusendung der Plakette, die man sich hier an die Windschutzscheibe kleben muss - und statt mir einen Strafzettel zu geben, wurde ich lediglich darauf aufmerksam gemacht, dass noch Zeit ist, etwas gegen das drohende Bussgeld zu unternehmen. Irgendwie sind sie doch süß, oder?
Wie sang Stefan Remmler in seinem (Karnevals-) Hit 1987 doch gleich? Richtig, alles hat ein Ende - nur die Wurst hat zwei... Unsere Zeit als 'Kiwis by Choice' nähert sich nun auch ihrem Ende. Nachdem Michi aufgrund von Veränderungen innerhalb der Firma, für die sie die letzten 4 1/2 Jahre garbeitet hat, letzte Woche ihre Stelle zu Mitte Oktober gekündigt hatte, wurde mir nun mein Job zu Ende September gekündigt. Stellenabbau. Und so stehen wir nun plötzlich beide ohne Job da - und damit auch ohne Möglichkeit an ein neues Work Permit zu kommen. Das haben wir als Zeichen gedeutet. Als Zeichen dafür, das unsere Zeit hier wohl um ist. Oder sein soll. Das Ganze sehen wir so ein bißchen mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Natürlich freuen wir uns darauf, wieder in der Nähe unserer Familien & Freunde zu leben, haben aber trotzdem auch eine Träne im Knopfloch - oder auch zwei... Wir hätten uns halt gerne selbst ausgesucht, wann wir zurückgehen würden. Es wäre ja früher oder später sowieso passiert. Nun aber haben uns andere die Entscheidung abgenommen. Aber, ein weiterer positiver Punkt bei der Sache ist, dass die Unsicherheit und die Warterei jetzt ein Ende haben. Auf Dauer ist es nämlich nicht wirklich einfach, jedes Jahr wieder einen neuen Antrag stellen zu müssen, mit dem Wissen, dass wir eh wieder nur ein 1-Jahres-Visum kriegen werden. Und danach wieder einen neuen Antrag stellen werden müssen. Jetzt ist alles klar, es geht zurück ins Land von "Betreten verboten", "Mahlzeit" und "Draußen nur Kännchen". Aber auch ins Land des gut gezapften Bieres :-) Aber wer jetzt denkt, wir wären bald wieder in Frankfurt, hat sich leider in den Finger geschnitten. Das hieße für uns nämlich , dass wir zwei Winter hintereinander "überleben" müssten - und das wollen wir nicht. Außerdem wollen wir ja noch nach Samoa, Michi's Dad
kommt im November und der Enno dann im Februar - wir haben hier also noch Verpflichtungen ;-) Rechnet mal besser nicht vor dem Frühjahr mit uns - dem deutschen Frühjahr natürlich...
Neulich träumte ich, ich sei in einer Bar. Am Tresen unterhielt ich mich mit einem mir unbekannten Mädel, das - zugegebenermaßen - wesentlich jünger war als ich es bin. Nach einer Weile sagte sie, sie fände es klasse, dass ich sie so 'ganz normal' behandeln würde, was ich nicht verstand und sie fragte, was sie damit meine. Darauf erwiderte sie, sie sei Miley Cyrus, ob ich sie denn nicht erkannt habe?
Wie der Traum weiterging, weiß ich nicht mehr - und es ist mir auch egal. Was mich seitdem jedoch beschäftigt, ist die Frage, ob ich denn nun von Miley Cyrus geträumt habe - oder doch nicht? Was denkt Ihr?
Auf dem Bild ist eine Flasche Bier zu sehen - soweit nix besonders. Es handelt sich um eine Flasche Mata Maka Lager Bier, bis hier immer noch nix besonderes. Aber jetzt: In der Heilala Lodge gab es auf der Getränke-Karte drei Sorten Bier, zweimal importiert und einmal 'local imported' - und ab hier ist es etwas besonderes! Mata Maka kann man nur auf Tonga kaufen - aber hergestellt wird es in Neuseeland, genauer gesagt in Auckland. Aber das ausschliesslich für den tonganischen Markt. Das macht es in Toga zu einem lokalen Bier, denn nur dort wird es angeboten - gleichzeitig ist aes aber auch ein Imported Bier, es wird ja schließlich in NZ hergestellt. Interessant, oder? Ich habe jedenfalls noch nix dergleichen gesehen...
Irgendwie war der Urlaub jetzt ja schon rum, denn was sollte denn den gestrigen Tag mit den Walen noch toppen können? Ich bin Tauchen gegangen, das war auch gut. Aber auch nur gut. Vielleicht sogar nur durchschnittlich? Bin ich zu verwöhnt? Waren die Wale gestern zu eindrucksvoll?
Beide Tauchgänge waren ok, ich sollte aber langsam mal wieder anfangen, mehr als zwei pro Urlaub zu machen - vor allem, wo ich ja zwischen zwei Urlauben garnicht mehr tauche... Nach dem Zweiten hatte ich mich quasi erst wieder 'eingetaucht' und hätte noch ein paar machen können - aber, keine Zeit mehr...
Wie im letzten Post schon erwähnt kam ich mit der Kamera nicht wirklich gut zurecht, deshalb hab ich hier für Euch nur ein paar 'Sicherheitsbilder', richtig gute hatte ich quasi nicht.
Dieser freischwimmende Weißspitzenriffhai war der Höhepunkt des 1. TGs - oder vielleicht doch eher diese Seeschlange hier?
Leopardendrücker
Diese Nacktschnecken sind nur schwer scharf zu kriegen, weil sie so flott unterwegs sind ;-)
Split Rock - der für den 2. Tauchplatz namensgebende Fels
Der Höhepunkt des 2. TGs waren wohl die beiden White Tips in der Höhle
Nach dem Tauchen haben wir dann auf den Mt. Talau erklommen, den höchsten Berg Vava'us. Klingt gut, oder? Ok, er ist nur 131 Meter hoch und bis dahin, von wo aus man zu Fuss weiter muss, haben wir uns fahren lassen. Ich möchte aber auch erwähnt haben, das der Aufstieg tritzdem einer der Anstrengendsten überhaupt war - und das bei tropischen Temperaturen! Von oben hat man eine schöne Aussicht auf Port Refuge, den Naturhafen von Vava'u, wo sich jetzt langsam die Luxusjachten sammeln - Vava'u ist wohl eins der Top-Segelreviere weltweit.
Port Refuge, im Hintergrund links die Inselhauptstadt Neiafu
Der Blick zur anderen Seite
Und nun sind wir schon am Sonntag angekommen, der ja hier wie schon erwähnt, heilig ist. Alles ist zu, nur (Hotel-) Restaurants dürfen geöffnet haben. Keine Touren, kein Tauchen, kein Whale Watching... Was tut man also? Man macht es wie die Tonganer und geht in die Kirche. Alle brezeln sich auf, ziehen Ihre beste Kleidung an, binden sich aus Pandanus-Blättern geflochtene Matten um den Allerwertesten und gehen barfuß oder in Flip-Flops zur Andacht. Es gibt in jedem Dorf gefühlte 17 Kirchen aller christlichen Konfessionen, es ist also quasi immer gerade irgendwo ein Gottesdienst.
Wir waren ja jetzt schon mehrfach im Südpazifik unterwegs und haben es noch nie geschafft, an einem Gottesdienst teilzunehmen, obwohl uns immer wieder gesagt wurde, das die Singerei ein ziemliches Erlebnis sei - also sind wir diesmal hingegangen. Und die Singerei war in der Tat ein Erlebnis! In 'unserer' Kirche waren nur ca. 20 Erwachsene und ein Haufen (meist nicht singender) Kinder, aber für mich haben sich die Lieder angehört, als seinen sie von einem Chor unter Leitung eines Dirigenten gesungen worden. Zumindest klingt's anders als in 'ner deutschen Kirche, wo die Sangesbrüder ja quasi nur die Lippen bewegen. Und 'ne Orgel gab's hier auch nicht, alles a capella sozusagen... Hier sind zwei Kostproben, die ich mitgeschnitten habe:
Nach der Kirche haben wir den Sonntag dann entspannt mit Schwimmen, schnorcheln und Kajakfahren ausklingen lassen - wobei kajaken ja immer noch nicht so wirklich meins ist. Vielleicht liegt es ja nur an mangelnder Technik, aber irgendwie werd ich dabei immer patschnass. Und dafür brauch ich kein Boot, sondern kann auch Schwimmen gehen ;-)
Ja, und das war's dann auch schon. Montag für ging's zurück zum Airport, Flug nach Nuku'alofa, zwei Stunden bis zum Weiterflug, sechs Folgen 'The Big Bang Theory' später waren wir auch schon wieder zuhause... Mein finales Fazit - auch nachdem ich mit ein wenig Abstand nochmal zurückgeblickt habe - Tonga ja, Vava'u auf jeden Fall, Nuku'alofa und 'Eua nur ganz kurz - wenn überhaupt. Schaut's Euch halt selber an :-) T°
Am Donnerstag sind wir dann nach Vava'u geflogen - und siehe da, es geht doch! Schon ab Hapa'ai hatten wir quasi keine Wolken mehr unter uns und nach der Landung gab's dann endlich blauen Himmel , strahlenden Sonnenschein & Südsee-Feeling.
Geflogen sind wir übrigens mit einer mindestens 58 Jahre alten Propellermaschine, einer Convair CV-580, die nur bis 1954 gebaut wurde. Wir haben uns aber keinen Moment unsicher gefühlt. Falls ich nochmal nach Tonga komme, muss ich dann nach Hapa'ai fliegen, denn die Strecke Nuku'alofa - Hapa'ai wird von einer DC-3 bedient - und mit der wollte ich ja sowieso schon immer mal fliegen...
Unser Transfer war zur Abwechslung auch mal da, als wir rauskamen und so ging es dann gleich weiter zu unserer Unterkunft 'Mystic Sands'. Das ist eine kleine Anlage mit nur 5 Zimmern, Beachfront mit eigenem Steg, für Selbstversorger - aber auf Wunsch auch mit Frühstück. Sehr gut. Das Zimmer war groß, modern und freundlich eingerichtet - no complaints so far. Abendessen waren wir im Tongan Beach Resort, alles ist endlich gut.
Am nächsten Morgen wurden wir dann von einem Boot an unserem Anleger abgeholt, um das zu tun, wofür wir nach Tonga gekommen waren - Whale Watching, oder besser gesagt Whale Swimming! Tonga ist neben Niue und den Cook Islands eins der Länder, in denen das Schwimmen mit Walen erlaubt ist. Und auf das quasi der gesamte Tourismus aufgebaut ist. Es gibt insgesamt ca. 50 lizensierte Operator, die die Wal-Touren durchführen - und die Touren sind meistens ausgebucht.
Nach gut 'ner Stunde hatten wir die ersten Wale - Buckelwale, die jedes Jahr zwecks Fortpflanzung nach Tonga kommen - entdeckt, ich hab mich oben auf dem Dach des Bootes ein wenig wie bei 'Moby Dick' gefühlt ("Da bläst er!"). Jetzt mussten wir nur noch dicht genug an sie rankommen, dass wir mit ihnen schwimmen konnten, und das war nicht so einfach. Eine weitere halbe Stunde später waren wir das erste Mal im Wasser - und ab da immer wieder. Wir haben quasi den ganzen Tag mit einer Walkuh mit zwei Kälbern (eins vom letzten Jahr und eins vom Jahr davor) verbracht, immer wieder haben sich unsere Wege fast zufällig ;-) gekreuzt und wir haben die drei bestimmt zehn Mal unter Wasser gesehen, allerdings immer nur für kurze Zeit im Vorbeischwimmen. Natürlich konnten wir sie auch gut an der Wasseroberfläche beobachten, mit ihrer Buckelwal-Show, Springen und sich auf den Rücken fallen lassen, mit der Fluke auf die Wasseroberfläche schlagen, mit den Brustflossen klatschen - halt das volle Programm.
Leider kam ich unter Wasser nicht so gut mit der doch noch relativ neuen Kamera und dem ganz neuen Gehäuse zurecht, deshalb sind meine Bilder nicht wirklich toll geworden, aber hier sind die besten für Euch:
Die 'guten' Bilder sind halt in unseren Köpfen :-) Es war ein Wahnsinnserlebnis, das ich mit Sicherheit niemals vergessen werde. Wie majestätisch die drei durch's Wasser geglitten sind, als könnte ihnen nix und niemand etwas anhaben. Damit Ihr mal sehen könnt, wie dicht wir an denen (oder die an uns) dran waren hier noch ein Bild von der Oberfläche (zur besseren Unterscheidung habe ich markiert, wer Wal ist und wer nicht...)
Falls irgendwer von Euch mal nach Tonga kommen sollte - der Whale Swim ist ein Must-do, ich weiß nicht, wann ich zum letzten Mal von irgendetwas so begeistert war!
Nachdem wir von ’Eua zurück waren mussten wir
flugplanbedingt noch mal eine Nacht auf Tongatapu verbringen – oder alternativ
dazu 7 Stunden am Airport rumlungern, bis wir nach Vava’u weiterfliegen
konnten. Deshalb haben wir uns entschieden, eine Nacht in der Hauptstadt,
Nuku’alofa, zu bleiben.
Die Stadt ist (wie die meisten der kleinen, tropischen
Inselreichs-Hauptstädte, die ich bis jetzt gesehen habe) ziemlich dreckig und
hat außer dem Königspalast und dem Markt wenig zu bieten. Also, eigentlich garnix.
Es gibt eine endlos lange „Promenade“, wo allerdings nur Regierungs- und andere
Bürogebäude stehen – nicht ein Café oder Restaurant, bis man ganz im Osten der
Stadt angekommen ist. Alte Gebäude (im Sinne von Heritage oder
denkmalgeschützt) gibt es gar nicht, was eventuell auch am Aufstand von 2005
(?) liegt, bei dem große Teile der Stadt niedergebrannt und viel geplündert
wurde.
Ein Blick ins extrem dreckige Hafenbecken
Zu empfehlen waren das ‚Friends’-Café mit dem wahrscheinlich
weltbesten Passionfruit Cheesecake und das Restaurant ‚Fiesta Seafood’, wo ich
den ersten Ota Ika (rohen Fisch in Kokosmilch, yummy!) auf unserer Reise
gegessen habe. Sehr gut und preiswert.
Ansonsten waren wir nur noch im ‚Post
Office Café’, was mich sehr an das Fischrestaurant im Film ‚Meier’ (großartiger
Film!) erinnert hat – wo Dieter Hildebrand als Kellner auf alle Bestellungen
immer erwidert: „Ham wa nich.“ Im Post Office Café gab’s trotz ordentlicher
Karte eigentlich nur Croissants. Und Kaffee.
Hier noch ein paar Bilder vom Markt, sonst haben wir keine mehr von Nuku'alofa. Klingt komisch, ist aber so...
Übernachtet haben wir im Hotel ‚Little Italy’, ein wenig
außerhalb der Stadt, war in Ordnung. Vielleicht ein bisschen zu teuer für das,
was sie zu bieten haben.
Ansonsten hat’s viel geregnet und wir haben dementsprechend
wenig gemacht und auch keine ausagekräftigen Fotos. Im nachhinein hätten wir
vielleicht doch lieber am Flughafen rumhängen sollen, das wäre billiger gewesen
und wir wären einen Tag eher (und einen Tag länger) in Vava’u gewesen.