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Freitag, 14. September 2012

Manchmal muss man sie einfach mögen, die Kiwis...


Wir haben uns heute um halb sechs mit Freunden in Takapuna auf ein Bier getroffen. Die Uhrzeit ist von daher wichtig, da es in Takapuna vor 6pm quasi keinerlei Möglichkeit gibt, sein Auto sowohl kostenfrei als auch legal zu parken.

Ich habe mich um 20 vor 6 auf einen Parkplatz gestellt, wo man eigentlich bis 6 zahlen muss und dachte mir, dass in den nächsten 20 Minuten ja wohl hoffentlich keiner kommen wird und mir 'n Parking Ticket verpasst.

Als ich dann gegen 8 ins Auto stieg - es war mittlerweile dunkel - fiel mir nach kurzer Zeit auf, dass etwas unter meinem Scheibenwischer (Beifahrerseite) klemmte, wo ich natürlich während der Fahrt nicht dran kam  und deshalb auch nicht erkennen konnte, was es war. Aber, ich hatte da schon so eine Vermutung, nämlich ein Zahlungsbefehl über $20.00...

Zuhause angekommen hab ich dann nachgesehen, was es ist und habe dies hier gefunden:


Meine Zulassung läuft morgen ab - keine Sorge, ich habe schon gezahlt und warte nur noch auf die Zusendung der Plakette, die man sich hier an die Windschutzscheibe kleben muss - und statt mir einen Strafzettel zu geben, wurde ich lediglich darauf aufmerksam gemacht, dass noch Zeit ist, etwas gegen das drohende Bussgeld zu unternehmen. Irgendwie sind sie doch süß, oder?

Mittwoch, 8. Februar 2012

Kiwi-Fotos

So, hier sind dann, wie angekündigt, die Fotos von unserer nächtlichen Kiwi-Spotting-Tour, danke nochmal an Paul (ich weiß nicht mal seinen Nachnamen...) T°



Sonntag, 5. Februar 2012

Apteryx australis

Gestern Abend (nach unserem spektakulären Fish Pie) waren wir Kiwis gucken. Die sind ja eigentlich recht selten, außer hier auf Stewart Island. DOC (Department of Conservation) geht von ca. 20 - 30.000 Tieren aus, die hier auf der Insel leben sollen, sie sind also -zumindest hier - alles andere als gefährdet.

Stewart Island ist wahrscheinlich der einzige Ort in Neuseeland - und damit auch weltweit, denn woanders gibt's ja keine Kiwis - wo man Kiwis in freier Natur beobachten kann, und das mit einer Wahrscheinlichkeit von 99%. Wir waren mit Bravo Adventure Cruises unterwegs, dem einzigen Anbieter dieser Nacht-Touren (Für alle, die's nicht wissen: Kiwis sind nachtaktiv) und deren Besitzer (und Skipper unseres Bootes) hat uns erzählt, daß sie mittlerweile in der dritten Saison in Folge sind ohne eine Tour gehabt zu haben, bei der sie nicht mindestens einen Kiwi gesehen hätten.

Man fährt mit dem Boot zu einer ca. eine halbe Stunde entfernten Halbinsel um dann dort einen kurzen Bushwalk zum Strand auf der anderen Seite der Halbinsel zu machen. Und an diesem Strand sind dann die Kiwis unterwegs, auf der Suche nach Strandflöhen, die dort im Sand und dem angeschwemmten Kelp unterwegs sind. Wir haben drei Stück gesehen, zwei Weibchen und ein Männchen. Oder sagt man da Henne und Hahn? Es war schon ziemlich cool, den Kiwis beim Fressen zuzuschauen, wie sie mit ihren langen Schnäbeln im Sand rumgestochert haben - teilweise sah es so aus, als wollten sie mit dem Kopf auch noch hinterher... Auf dem Weg zum Strand haben wir auch schon einen gesehen, aber der ist so flott im Gebüsch verschwunden dass ihn nicht mal alle aus unserer Gruppe sehen konnten.

Leider hat es die zweite Hälfte der Tour beständig geregnet (und jetzt ratet mal, wer seine Regenjacke in der Tasche hat, die wir am Airport in Invercagill eingelagert haben...), weshalb die Tour dann leicht gekürzt wurde. auf dem Rückweg gab's dann heißen Tee an Bord - wobei ich ein Bier vorgezogen hätte, es war ja mittlerweile schon 1/2 zwölf...

Unsere Kameras hatten wir zuhause gelassen, da wir wußten, dass das Fotografieren mit Blitz nicht erlaubt ist und wir uns beide nicht vorstellen konnten, dass man ohne Blitz überhaupt vernünftige Bilder hinbekommt, von wegen dunkel, Kiwi wird angeleuchtet, ist 2 Sekunden zu sehen und haut dann ab. Deshalb kann ich Euch heute nur ein Bild von einem Kiwi-Schiss zeigen...


Einer aus der Gruppe hat allerdings seine Kamera dabei gehabt, und da wir die Kiwis ohne Probleme drei, vier, fünf Minuten beobachten konnten, während sie volles Rohr angeleuchtet wurden, hat er auch einige gute Bilder gemacht. Und mir zugesagt, daß er mir welche schickt. Falls das noch passieren sollte, reiche sie natürlich nach. Versprochen.

Samstag, 2. April 2011

Und dann wurde es ruhig...

Die letzten Wochen waren vielleicht doch ein wenig zu anstrengend, erst das Homegrown-Wochenende in WLG, dann 'ne gute Woche auf der Südinsel, danach das WE in Rotorua & Waitomo und dann noch 3 Übernachtungsgäste anlässlich Enno's Geburtstag. Und dann war's aber auch mal gut.
Jetzt sind die beiden weg & wir haben für's erste keine Touren/Urlaube geplant - und besuchen kommt uns erstmal auch niemand mehr. Da bleibt dann auch mal wieder Zeit zum bloggen, man kommt ja sonst zu garnix.

Aber erstmal der Reihe nach: Südinsel hatten wir schon durch, das nächste war dann unser WE mit Tanja & Enno in Tongariro & Waitomo. So war's zumindest geplant. Dann jedoch verließ uns einen nach dem anderen der Glaube an unsere eigene Fitness und die Vorstellung, dass es uns tatsächlich gelingen sollte, den Tongariro Crossing zu machen. Darum haben wir dann kurzerhand umdisponiert und haben uns stattdessen mit den beiden in Rotorua getroffen. Dort kann man auch tolle Sachen machen, muss aber nicht unbedingt 9 Stunden über 'nen Berg laufen ;-)

Abgestiegen sind wir alle zusammen im Robertson Hause, dem vermutlich ältesten Haus in Rotorua und heute ein nettes, gemütliches B&B. Außer unserem Zimmer. Not enough room to swing a cat - würde Roberto Begnini gesagt haben... aber sonst - sehr schön!

Mit dem Wetter hatten wir allerding Pech - es hat wie aus Kübeln geschüttet. Der ganze Samstag war verregnet, man konnte quasi nur shoppen, und das ist ja nun mal nicht so meins... Abends waren wir dann bei Mitai, die Culture Performance anschauen, Hangi essen und hinterher noch Kiwi Spotting, alles im Regen mit so Einweg-Ponchos an... Die Performance war der besseren eine, sehr informativ und mit 'ner Menge Humor präsentiert. Das Essen war eher nix. Ich finde ja eh, das alles was aus diesem Hangi-Erdofen kommt einfach nur muffig und nach Rauch schmeckt. Dafür war aber auch der Rest dann eher fad & ungewürzt. Hervorzuheben sei nur das Kartoffelgratin ('Scallopped Potatoes"), sehr lecker...

Beim anschließenden Rundgang durch Rainbow Springs konnten wir dann auch tatsächlich 2 der 3 dort gehaltenen Kiwis in quasi natürlicher Umgebung sehen. War auch 'ne sehr informative Veranstaltung.

Sonntag nach dem Frühstück ging's dann zu Lady Knox, einem Geysir, den Strafgefangene vor ca 120 Jahren zufällig entdeckten, als sie in einer heißen Quelle ihre Wäsche waschen wollten und die mitgebrachte Seife mit dem Wasser der Quelle reagierte - und die Wäsche wurde in den Himmel geschossen :-) Heute gehört Lady Knox zu Wai-O-Tapu, einem geothermalen Ausflugsziel südlich von Rotorua. Ausgelöst wird er allerdings immer noch durch das Hineinschütten von irgendeiner (umweltfreundlichen) Chemikalie, die dann mit den Mineralien im Wasser reagiert und so weiter...


Lady Knox & ich


Danach noch 2 Stündchen in Waiotapu und schon waren wir auf dem Weg zum... Zorbing! Immer wieder ein großer Spaß, Michi & ich kannten es ja schon, aber auch Enno & Tanja waren begeistert. In einem mit warmem Wasser gefüllten Gummiball mit 3 Metern Durchmesser einen Hang runterrollen - das sollte jeder mal gemacht haben, finde ich!

Dieses Bild ist vom letzten Mal, wir wollten nicht schon wieder 'ne CD mit Fotos kaufen...

Unsere Segway-City-Tour ist leider dem schlechten Wetter am Samstag, wegen dem wir unsere anderen Activities auf Sonntag verlegen mussten, zum Opfer gefallen, aber wir sind bestimmt nochmal in Rotorua!


Enno mt Blaubeerpfannkuchen enroute nach Waitomo

aber jetzt ging's erstmal nach Waitomo, 2 1/2 Stunden westlich gelegen. Dort haben wir in Woodlyn Park gewohnt, wo es wahrscheinlich die abgefahrensten Unterkünfte Neuseelands gibt. Das Hobbit-Motel war leider ausgebucht, deshalb haben wir diesmal in der Waitanic, einem Schiff, das dort einfach so in der Landschaft rumliegt übernachtet. Enno und Tanja sogar im ehemaligen Maschinenraum, richtig mit so'ner Tür mit diesen schiffstypischen "Verriegelungs-Hebeln" (?) dran. War cool. Sonst haben die da auch noch einen Eisenbahnwagen & ein Flugzeug, alles zu Unterkünften umgebaut...


Die "Waitanic" - ein ehemaliges Minensuchboot aus dem 2. Weltkrieg

Abends waren wir im local Pub was essen, alles komplett aus der Microwelle, aber Enno war recht begeistert von der neuseeländischen Spezialität "Bangers & Mash", die ich im aufgeschwätzt hatte - ist übrigens nix anderes als Würste mit Kartoffelbrei und Gemüse aus der Dose :-)

Bangers and Mash

Als dann kurz nachdem wir fertig waren eine Kiwi Experience oder sonstige Reisegruppe bestehend aus lauter unter 20-jährigen eingefallen ist und ein Scheiß-Lied nach dem anderen aus der Musikbox gezaubert hat, haben wir dann ziemlich abrupt die Flucht ergriffen. Gott sei dank sind wir schon groß und müssen nicht mit denen reisen...

Morgens ging es dann zum Black Water Rafting, diesmal eine andere Tour - Black Labyrinth - als letztes Jahr, auch mit einem anderen Anbieter - aber prinzipiell sehr ähnlich. Höhle, Wasser, im Autoreifen treiben lassen, schwimmen, klettern, springen, Spaß... War insgesamt gut, obwohl Michi & mir das Tumu Tumu Toobing letztes Mal besser gefallen hat.




Nach anderthalb Stunden gab's dann wieder Tageslicht

Mittags sind wir dann zu einer Art Deja-Vu-Tour aufgebrochen, nämlich zu lauter Zielen, an denen Michi und ich erst Ende Februar waren. Da es uns dort aber so gut gefallen hatte und alles quasi auf dem Heimweg lag, wollten wir es unseren Gästen nicht vorenthalten.

Asiatische Touristinnen am Toothbrush Fence

Erstmal nach Te Pahu zum Toothbrush Fence - und diesmal war ich vorbereitet und hatte meine alte Zahnbürste mit! Und nun hängt sie dort, gemeinsam mit ihren Kolleginnen von Bret, Jemaine & Helen und noch ca. 500 anderen... Und Tanja hat mit ihrer zusammensteckbaren Flugzeug-Zahnbürste sogar ein echtes Unikat hinterlassen, zumindest hab ich dort nix ähnliches gesehen...


Ordnungsgemäße Befestigung ist die halbe Miete!

Danach ging's weiter zu den Bridal Veil Falls, auch schon beschrieben im Post "Hamilton Gardens", da ich ja erst vor 4 Wochen dort war hab ich mir diesmal die 261 Stufen zum Bassin gespart - und die 261 wieder hoch dadurch auch :-) Von den beiden oberen Plattformen hat man nämlich auch eine gute Aussicht...

Fotografierende Fotografen...


... und das Objekt ihrer Begierde, die 55 Meter hohen Bridal Veil Falls

Von hier aus hat uns der Hunger dann wieder nach Raglan getrieben, ins selbe Café wie beim letzten Mal. Leckere Halloumi-Auberginen-Burger gibt's da! Und da es diesmal im Gegensatz zum letzten Mal sogar Wellen gab, konnten wir sogar noch ein Weilchen Surfer gucken. Da waren ein paar Jungs unterwegs, die hatten's echt raus. Wie die manchmal in den Wellen verschwunden sind und zu meinem großen Erstaunen aufrecht stehend auf der anderen Seite wieder raus kamen, meine Herren!



Irgendwann mussten wir dann allerdings wieder los, wir hatten ja schließlich noch gute 2 Stunden Fahrt bis Auckland vor uns - und Cathy sollte ja schon um 5 landen und wollte ja auch noch was von uns Vieren haben. Also, Mädels, Augen von den Surfern losreißen und ab nach Hause!

Jetzt sind alle wieder weg und ich genieße mein erstes Wochenende zu Hause seit langer Zeit und versuche nur dass zu tun, was ich am liebsten tue - nämlich nichts! ;-) T°

Mittwoch, 9. September 2009

Kiwi Hospitality

Als wir am Sonntag vom Flughafen zurückgefahren sind war das Wetter hervorragend und über der stadt war schöner blauer Himmel, weshalb wir zu einem Aussichtspunkt gefahren sind, den wir schon länger kennen. Aber immer, wenn wir Zeit hätten, dort hin zu fahren, war das Wetter nicht so, daß man schöne Fotos hätte machen können. Also haben wir die Gelegenheit gnutzt, nix wie hin...

Danach sind wir noch ein wenig die Straße rauf und runter gelaufen und haben geschaut, ob wir einen noch besseren Blickwinkel auf die Brücke samt Stadt kriegen und bei dem einen Haus sagte ich zu Michi: "Wenn da jetzt jemand im Garten wäre, würde ich fragen, ob wir von der Terrasse aus ein paar Bilder schießen können..." Und siehe da, auf dem Rückweg war da jemand! Gefragt, klar, no worries, fotografiert und ein bisschen geschwätzt und die Aussicht gelobt/bewundert. Das Haus gehört einem älteren Ehepaar, Generation 65+, das dort seit über 30 Jahren wohnt. Und jetzt kommt's:

Ob wir denn nicht vom Balkon im ersten Stock aus noch ein paar Bilder machen wollten? Klar, warum nicht? Und dann haben die uns doch tatsächlich durch ihr Haus, Treppe hoch, durchs Wohnzimmer und die Küche auf den Balkon geführt, nur damit wir fotografieren können!

Mir war das ja schon fast peinich, so bei fremden Leuten durch die Bude zu schlappen, vor allem, weil ich nicht einfach so jeden bei uns reinlassen würde, aber bei den Kiwis ist das anscheinend nix besonderes...

Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, so einen tollen Blick auf die Stadt hatten wir bis jetzt noch nie, egal von wo wir es probiert haben. T°



Sonntag, 2. August 2009

Neues Blog und neue Leserschaft

Wir haben nicht nur ein neues Blog, sondern auch einen (gewungenermaßen) neuen  Leser.

Nachdem Thomas auf Fiji im Hotel ja sein Handy vergessen hatte, ich in Christchurch im Antarctic Centre meinen Geldbeutel liegengelassen habe (habe ihn aber gleich wieder bekommen), musste Claudia da natuerlich mitziehen und hat im Airport-Bus ihre kleine Kamera vergessen.

Wir wollten unbedingt noch die Faehre nach Devonoport erreichen, da die naechste erst eine Stunde spaeter gefahren waere und waren so in Hektik, dass Claudia erst auf der Faehre festegstellt hat, dass die Kamera nicht mehr in ihrer Jackentasche ist.

Das Fährpersonal hat sich gleich drum gekuemmert und die Kollegen auf der Aucklander Seite angefunkt, und gefragt, ob auf der Gangway was liegt, aber leider ohne Erfolg. Claudia hat dann eine E-Mail mit genauer Beschreibung und Busnummer an Airport Express Bus geschickt und erhielt auch sehr bald eine Antwort (am Sonntag abend!), dass die Firma sich drum kuemmert.

Wir haben ihr erzaehlt, dass die Kiwis ja ehrliche Menschen sind und Thilo auch immer sein Zeug wiederbekommen hat, das er liegen gelasssen hat, aber wir konnten sie nicht recht ueberzeugen. Das haette sie auch alles im Blog lesen koennen, wie nett die Kiwis sind,aber sie liest ja keine Blogs... Und in ihrer Verzweiflung hat sie gesagt, dass sie unser Blog regelmaessig lesen wird, wenn sie nur ihre Kamera wiederbekommt.

Und nach fast 4 Wochen sah es dann leider wirklich so aus, dass sie recht hatte, bis eine E-Mail von ihr aus Australien kam, dass sich Gary vom Busunternehmen gemeldet hat und die Kamera aufgetaucht ist. Thomas hat sich dann mit ihm getroffen, und ich habe die Kamera meinem Kollegen mitgegeben, der nach Deutschland geflogen ist, sodass die Kamera frueher wieder auf dem Weg nach Frankfurt war, als die Besitzerin.

Und Claudia hat ihre Kamera wieder mit all den Fiji-Bildern (und von Gary's Buero, der sie ausprobiert hat, ob sie funktioniert und von Pinguinen, die wir bei Kelly Tarlton's gemacht haben, weil eine kleine Kamera doch sehr praktisch ist :-))

Und von nun an sagt Zicke mittwochs alle Termine ab, da sie unser Blog lesen muss!! (Deshalb hat sie sich auch noch nicht bei dir gemeldet, Enno).         MIC