Freitag, 17. Februar 2012

Catlins - Dunedin

Morgen fahren wir schon wieder über's Wochenende weg, da wird's ja langsam mal Zeit weiterzubloggen, eh wir dann schon wieder neue Erlebnisse zu berichten haben...

Nach unserer Übernachtung in Mohua Park war es erstmal vorbei mit dem schönen Wetter, weshalb wir quasi alle Sights auf dem Weg nach Dunedin gecancelled haben - außer Nugget Point. Das Wetter dort war zwar genauso schlecht, wie bei meinem ersten Besuch, wieder kein blauer Himmel, aber Michi war halt noch nicht da, und wer weiß, ob und wann wir da nochmal hinkommen werden... Auf dem Weg haben wir auch gleich den obligatorischen Seehund gefunden und einen kurzen Fotostopp eingelegt.



Zu diesem Foto gibt's dann auch gleich noch das "Making of..." dazu ;-)


Der Leuchtturm am Nugget Point mit den "Nuggets" - aber wieder kein blauer Himmel
Danach mussten wir uns dann auch schon ein bisschen sputen, wir mussten ja immerhin noch bis an die Spitze der Otago Peninsula, wo um 14:00h unsere Natures Wonders-Tour losgehen sollte - und bis dahin waren es schon noch ein paar Kilometer...


Bei Nature's Wonders fährt man mit achträdrigen Geländefahrzeugen eine Stunde lang über krasse Feldwege und stoppt hier und da, um sich die auf dem Gelände lebenden Tiere anzuschauen, unter anderem Kormorane (Spotted Shags), Gelbaugenpinguine und eine Seehund-Kolonie. Macht Spaß und ist sehr informativ. Und schnell rum. Und dann kann man anschließend noch zum Penguin Place, wo man dann nach einem kurzen Vortrag über die dort lebenden Gelbaugenpinguine zu deren Brutrevier gefahren wird und sich den Vögeln dann in mit Tarnnetzen abgedeckten "Schützengräben" bis auf wenige Meter nähern kann. Einen besseren Blick auf Yellow-Eyed Penguins kriegt man (glaub ich) nirgends. Vielleicht im Zoo...


Dieser hier stand allerdings auf freier Flur und hat sich gemausert. Und stand einfach da. Ich glaube, wir hätten noch 'ne Stunde um den rumlaufen können und der hätte sich immer noch nicht bewegt. Oder war er am End doch ausgestopft?

Damit war der Tag dann auch rum und wir haben uns auf den Weg zu unserer Unterkunft gemcht, die heute etwas luxuriöser ausfiel als bisher, Camp Estate, eine relativ neue 5*-Unterkunft, die zum Larnach Castle (dem einzigen "Schloß" auf der Südhalbkugel!) gehört und 500m von dort entfernt liegt.


Wer schonmal dort war, weiß, daß es dort sehr einsam ist und wir hatten echt keine Lust nochmal zum Abendessen irgendwohin zu fahren, weswegen wir uns entschlossen haben, nebenan im Castle zu speisen. Da wird man dann hingefahren und wieder abgeholt. Es gibt dort ein 3-Gänge-Menü, nicht ganz billig, aber, man gönnt sich ja sonst nix... War ein guter Entschluß, dort zu essen, denn am nächsten Morgen beim auschecken wurde uns gesagt, dass wir eingeladen wurden. Yeah! 

Weiter ging's nach Dunedin, wo wir noch eine zweite Nacht hatten. Leider hab ich in Dunedin (wie beim letzten Mal auch) keine Fotos gemacht, da es wiedermal grau in grau war und genieselt hat. Wozu Fotos vom tollen Bahnhof im "Zuckerbäcker-Stil" machen, wenn sie wegen des vorherrschenden Lichts einfach nicht wirken??? Nachmittags dann nochmal 'ne Tour mit Elm Tours, wieder raus auf die Peninsula, wieder Tiere gucken, wieder Pinguine, Seelöwen, Seehunde - ach ja Albatrosse auch noch. Vom Wildlife-Viewing war das vielleicht die beste Tour, die wir hier gemacht haben.

Langsam hatte ich dann aber auch genug Natur und Wildlife - aber fährt man nicht genau deswegen nach Dunedin? Oder doch eher wegen der Speight's Brewery Tour? Die konnte ich zeitlich leider nicht mehr mit einbauen. Schade. Wäre mal 'ne Tour ohne Viehzeug gewesen ;-)

T°

Sonntag, 12. Februar 2012

Von Fortrose bis Mohua Park

So, mit Stewart Island war ich wohl durch, weiter geht's in den Catlins. Nachdem wir mit der Morgenfähre übergesetzt sind und in Invercargill unseren Mietwagen (einen Toyota RAV4, coole Kiste!) übernommen haben, sind wir am Dienstag die Catlins Coast abgefahren. Wettermäßig war es der beste Tag unserer Reise, strahlend blauer Himmel, Sonnenschein, kleine weiße Deko-Wölkchen - Fotografenherz, was willst Du mehr?

Die Catlins haben echt viel zu bieten, spektakuläre Steilküste (die teilweise mit Tussock bewachsen ist), lange Strände mit weißem Sand, Leuchtürme, Höhlen, jede Menge Wasserfälle, Seen, Wildlife (den Neuseeländischen Seebären sieht man an fast allen Stränden rumliegen...) - es ist einfach alles da. Ich bin vor vier Jahren schon mal hiergewesen, allerdings auf einer Tagestour mit dem Bottom Bus und nicht mit dem eigenen Auto und dadurch auch ohne die Möglichkeit, zu stoppen, wann und wo ich wollte. Diesmal konnten wir das - und es war richtig geil.





Bei Toetoes Harbour liegen ein Haufen angeschwemmte Bäume auf dem Trockenen, ein tolles Fototmotiv. Etwas weiter kann man mit dem Auto (sofern man einen 4WD hat) bis an die Steilküste fahren und wird mit einem tollen Blick auf Toetoes Bay belohnt.






Der Leuchtturm am Waipapa Point ist auch ein lohnendes Motiv und hier am Strand kann man in der Regel auch die ersten NZ Fur Seals und manchmal sogar Seelöwen finden.




Dann mußten wir natürlich noch die üblichen Touri-Fotos am Slope Point machen, das ist sozusagen das "Kap der guten Hoffnung" von Neuseeland - dieses Foto macht einfach jeder, der hier herkommt... Danach waren wir dann in Curio Bay beim Petrified Forest und in Porpoise Bay, wo ich mit den Delfinen schwimmen wollte. Dort lebt eine kleine Herde Hectors Dolphins und wenn man dort schwimmt, kommen sie meistens zu den Schwimmern, um zu schauen, was das für Idioten sind, die bei 13°C ins Wasser gehen. Maske, Schnorchel & Flossen hatte ich genauso dabei wie meinen Neoprenanzug - aber die Wellen waren mir einfach zu heftig. Hab gekniffen...



Die McLean Falls waren die einzigen Wasserfälle, die wir uns angeschaut haben, langsam rannte uns nämlich die Zeit davon und wir hatten noch einen weiteren Stopp geplant, bevor wir zu unserer Unterkunft fahren wollten.



Und dieser Stopp war bei Lake Wilkie, einem sehr schön im Wald gelegenen See. Leider ist der Boardwalk, auf dem man am Ufer entlanggehen kann recht kurz, ich wäre gerne einmal drumherum gelaufen - zumal die Sonne zum Fotografieren auf der falschen Seite stand... Aber abgesehen davon war es dort sehr schön. Irgendwann kamen wir dann endlich bei unserer Unterkunft in Mohua Park an. Ein großartiger Tag! T°

Mittwoch, 8. Februar 2012

Kiwi-Fotos

So, hier sind dann, wie angekündigt, die Fotos von unserer nächtlichen Kiwi-Spotting-Tour, danke nochmal an Paul (ich weiß nicht mal seinen Nachnamen...) T°



Montag, 6. Februar 2012

Eating out

Wer wegen Shopping oder Nightlife nach Stewart Island kommt ist hier vollkommen falsch. Genauso aber auch die, die hier 'fancy' Restaurants erwarten. Wir haben jetzt den dritten Abend hier hinter uns - und auch alle momentan geöffneten Food Outlets. Denn es gibt  hier lediglich drei davon.

Über meine Erfahrungen im South Sea Hotel hatte ich an dieser Stelle ja schon berichtet. Das war allerdings im Pub des Hotels. Es gibt dort nämlich auch noch ein richtiges Restaurant. Das Interessante dabei ist, dass es möglich ist, Speisen von der Restaurant-Speisekarte im Pub zu bestellen und zu essen, während dies andersrum nicht geht. Gestern Abend waren wir nämlich im Restaurant zum Dinner eingeladen und unsere Gastgeberin (Hannah von Venture Southland, thank you again...) wollte die Calamari von der Pub-Speisekarte ordern, durfte sie aber nicht, während wir ja am abend vorher im Pub gegessen haben und Michi etwas von der restaurant-karte hatte. Alles sehr verwirrend... Aber das Essen war sehr gut, wir hatten zum ersten mal überhaupt Blue Cod, eine Fischart, die man bei uns in Auckland auf keiner Speisekarte findet, die hier aber der meistgefangene Fisch ist.


South Sea Hotel, Seitenansicht, mit den immer anwesenden Locals davor

Ansonsten gibt es hier noch KFC, die Kiwi-French Creperie. Dort gibt es Crepes in allen möglichen Varianten, süß oder herzhaft, mit Banane genauso wie mit Räucherlachs. Und 'nen guten Kaffee haben die auch. Empfehlenswert für den kleinen Imbiss zwischendurch.


Kiwi-French Creperie - ohne Locals, dafür aber mit mir...

Und dann wäre da noch der Kai Kart, ein Take-Away (Schnellimbiss), mit den Klassikern Fish & Chips, Burgern, Calamari Rings und so weiter. Schmeckt wie sonst auch überall, vielleicht ist der Fisch etwas besser - aber mal ehrlich nach dem Bad in der Friteuse sind doch alle Fische irgendwie ähnlich, oder?


Kai Kart (Der Name kommt von maori 'kai' (Essen) und englisch 'cart', weil es mal ein Wohnwagen war)

Ansonsten gibt es eventuell noch das Church Hill Café, was aber wohl im Moment wohl geschlossen ist (Es liegt hoch oben auf einem steilen Hügel - wir wollten dort allerdings nicht hochklettern, um das zu überprüfen...) und ansonsten anscheinend von WWOOFern geführt wird. Das sind meist jüngere Urlauber, die für Kost & Logis arbeiten, aber nach 6 (?) Wochen den Abeitgeber wechseln müssen, weshalb ich mir nicht vorstellen kann, daß das Essen dort besonders gut ist - falls sie doch geöffnet haben sollten.

Tja, und das war es dann auch schon an kulinarischen Optionen, ich freue mich ja schon ein bißchen auf Dunedin, wo wir dann am Mittwoch wieder etwas mehr Auswahl haben werden. Vorher wird's in den Catlins nochmal schwierig, überhaupt was zu finden...

T°

Sonntag, 5. Februar 2012

Apteryx australis

Gestern Abend (nach unserem spektakulären Fish Pie) waren wir Kiwis gucken. Die sind ja eigentlich recht selten, außer hier auf Stewart Island. DOC (Department of Conservation) geht von ca. 20 - 30.000 Tieren aus, die hier auf der Insel leben sollen, sie sind also -zumindest hier - alles andere als gefährdet.

Stewart Island ist wahrscheinlich der einzige Ort in Neuseeland - und damit auch weltweit, denn woanders gibt's ja keine Kiwis - wo man Kiwis in freier Natur beobachten kann, und das mit einer Wahrscheinlichkeit von 99%. Wir waren mit Bravo Adventure Cruises unterwegs, dem einzigen Anbieter dieser Nacht-Touren (Für alle, die's nicht wissen: Kiwis sind nachtaktiv) und deren Besitzer (und Skipper unseres Bootes) hat uns erzählt, daß sie mittlerweile in der dritten Saison in Folge sind ohne eine Tour gehabt zu haben, bei der sie nicht mindestens einen Kiwi gesehen hätten.

Man fährt mit dem Boot zu einer ca. eine halbe Stunde entfernten Halbinsel um dann dort einen kurzen Bushwalk zum Strand auf der anderen Seite der Halbinsel zu machen. Und an diesem Strand sind dann die Kiwis unterwegs, auf der Suche nach Strandflöhen, die dort im Sand und dem angeschwemmten Kelp unterwegs sind. Wir haben drei Stück gesehen, zwei Weibchen und ein Männchen. Oder sagt man da Henne und Hahn? Es war schon ziemlich cool, den Kiwis beim Fressen zuzuschauen, wie sie mit ihren langen Schnäbeln im Sand rumgestochert haben - teilweise sah es so aus, als wollten sie mit dem Kopf auch noch hinterher... Auf dem Weg zum Strand haben wir auch schon einen gesehen, aber der ist so flott im Gebüsch verschwunden dass ihn nicht mal alle aus unserer Gruppe sehen konnten.

Leider hat es die zweite Hälfte der Tour beständig geregnet (und jetzt ratet mal, wer seine Regenjacke in der Tasche hat, die wir am Airport in Invercagill eingelagert haben...), weshalb die Tour dann leicht gekürzt wurde. auf dem Rückweg gab's dann heißen Tee an Bord - wobei ich ein Bier vorgezogen hätte, es war ja mittlerweile schon 1/2 zwölf...

Unsere Kameras hatten wir zuhause gelassen, da wir wußten, dass das Fotografieren mit Blitz nicht erlaubt ist und wir uns beide nicht vorstellen konnten, dass man ohne Blitz überhaupt vernünftige Bilder hinbekommt, von wegen dunkel, Kiwi wird angeleuchtet, ist 2 Sekunden zu sehen und haut dann ab. Deshalb kann ich Euch heute nur ein Bild von einem Kiwi-Schiss zeigen...


Einer aus der Gruppe hat allerdings seine Kamera dabei gehabt, und da wir die Kiwis ohne Probleme drei, vier, fünf Minuten beobachten konnten, während sie volles Rohr angeleuchtet wurden, hat er auch einige gute Bilder gemacht. Und mir zugesagt, daß er mir welche schickt. Falls das noch passieren sollte, reiche sie natürlich nach. Versprochen.

T°

Samstag, 4. Februar 2012

Rakiura

Wir haben es nun doch endlich mal geschafft, wir sind auf Stewart Island. Geplant hatten wir es ja schon ewig – und dann für Oktober letzten Jahres sogar schon gebucht. Und dann wurde Michi krank und wir mussten es verschieben. Doch jetzt sind wir da.

Stewart Island ist die südlichste der drei ‚Hauptinseln’ und flächenmäßig so groß wie Singapore. Aber im Gegensatz zu 4 Mio. Menschen in Singapore leben hier bloß 380. Millionen. Nein, Menschen. Der Rest hier ist Natur. Und weil hier so wenige Menschen leben und chronischer Frauenmangel herrscht, gibt es hier einmal im Jahr einen ‚Singles Ball’, zu dem Singlefrauen vom Festland angereist kommen, um sich hier einen Fischer zu angeln.

Stewart Island sowie die umliegenden kleineren Inseln (Ulva Island!) sind wahre Vogelparadiese, hier gibt es quasi alles, was in NZ kreucht und fleucht. Kaka, Kiwi, Kereru und KMuttonbird – die letzteren allerdings eher auf Speisekarten, für die Hartgesottenen unter den Geflügelliebhabern. (Zitat von unserem Taxifahrer aus Christchurch heute morgen: „Tastes like a really strong chicken...“). Die Kakas kommen übrigens sogar auf die Balkonbrüstung unserer Unterkunft und fressen Nüsse aus der Hand.

Ansonsten gibt es hier noch mehr merkwürdige Vögel, wie unser Ausflug in den einzigen Insel-Pub, das South Sea Hotel, eben gezeigt hat. Der männliche Inselbewohner geht auch gerne mal in kurzen Hosen und Gummistiefeln zum Abendessen in den Pub, halt so, wie man auf dem Boot arbeitet...

Als Special gab’s dort heute einen ‚Fish Pie’ – für alle, die mit der englisch/neuseeländischen Küche nicht so vertraut sind, das ist so was wie ein ‚Ragout Fin’, eine Art Pastete, gefüllt mit geräuchertem Fisch und Erbsen in einer Sahnesoße. Dafür erschien mir allerdings der Preis von NZD 17.50 etwas hoch, weshalb ich gefragt habe, was da noch so an Beilagen dabei sei. Antwort der Dame hinterm Tresen: I don’t know. What would you want it to come with? Darauf ich: I don’t know, maybe a salad or some other side? Dann wieder sie: No, it’s just a Fish Pie. Ganz großes Kino. Ich also todesmutig den Fish Pie bestellt und gespannt darauf gewartet, was denn nun gebracht werden würde.




Das Resultat war dann etwas völlig anderes, als ich erwartet hatte – und sah nicht wirklich vielversprechend aus, wie Ihr evtl. auf dem Bild erkennen könnt... Mir fehlte zunächst erst mal das, was einen Pie ausmacht. Der Teig drumrum. Stattdessen gab’s Kartoffelbrei. Aber der geräucherte Fisch war genauso da wie die Erbsen und die Sahnesoße. Und geschmeckt hat’s sehr lecker. Mal schauen, was ich mich dann morgen zu probieren getrauen werde...


T°

Mittwoch, 1. Februar 2012

So, wie gehts denn nun weiter?

10 nach 8, ein Auto mit lautem Radio und Dieselmotor fährt bei uns auf dem Driveway vor. Das kann nur ein Kurier sein. Ja, so ist es. Eine Sendung von Immigration NZ. Was mag wohl drin sein? (Aus dramaturgischen Gründen müßt Ihr euch hier einen Trommelwirbel vorstellen) Mein Pass. Ein Begleitschreiben. Und dann sehe ich das Zauberwort: Approved!

Das Zittern hat ein Ende, mein Visum ist durch. Ich bin jetzt wieder legal im Land und berechtigt für einen Arbeitgeber meiner Wahl in jedem Job zu arbeiten, yeah! Das heißt, dass die Jobsuche nun losgehen kann, mit meinem komischen Interimsvisum brauchte ich mich ja nirgends zu bewerben, weil da nicht drinstand, wie lange ich noch hier sein werde. Aber jetzt ist alles klar. Kannst anfangen zu packen, Enno... T°

Und so sieht es aus, das begehrte, teure Visum...

Freitag, 27. Januar 2012

Nochmal Waiheke Island


Da ich immer noch von unserem Ausflug nach Waiheke so dermaßen begeistert bin, habe ich mich mal hingesetzt und eine Collage gebastelt, die den Tag zusammenfasst. Ich hoffe, sie gefällt. Und ich hoffe auch, dass man sie bald als Postkarte kaufen kann. (Just kidding...)

T°


Mittwoch, 25. Januar 2012

Wheels on Waiheke

Gestern haben wir endlich mal etwas gemacht, was wir schon lange machen wollten. Wir sind nach Waiheke Island gefahren und haben uns dort einen Mietwagen genommen.

Auf Waiheke waren wir ja beide schon öfter, aber immer auf irgendwelchen Touren oder aber 'FIT self-guided' - was nichts anderes bedeutet als 'Auf eigene Faust zu Fuss unterwegs'. Leider ist der öffentliche Nahverkehr auf Waiheke nicht besonders gut organisiert, weshalb man quasi garnicht in bestimmte Ecken der Insel kommt - es sei denn, man hat ein Auto. Und deshalb haben wir von Fullers 'Wheels on Waiheke'-Angebot Gebrauch gemacht, um endlich einmal unabhängig von Touren eine ordentliche Inselumrundung machen zu können.

Los ging's mit 'ner zünftigen Brotzeit hoch über dem Strand von Oneroa - selbstgemachte Sandwiches



auf der mitgbrachten Picknickdecke - und einem kuzen Fotostopp am Little Oneroa Beach





und dann weiter zum absoluten Höhepunkt unsere Inseltour:

Stony Batter, im Nordosten der Insel gelegen. Die meisten Leute wollen dorthin, um sich alte Verteidigungsanlagen und -tunnels anzuschauen. Aber, da wir ja beide nicht so wirklich Fans von Armee/Krieg/Kanonen und allem, was damit zusammenhängt sind und bei einem solchen Bombenwetter wie gestern auch nicht unbedingt in Tunnels rumhängen wollen, haben wir darauf verzichtet - zumal ein Besuch der Tunnels und so auch noch $8.00 Eintritt pro Person gekostet hätte. Zuzüglich $5.00 Leihgebühr für die Taschenlampe...
Man muss aber auch garnicht in die Tunnel, die Landschaft in Stony Batter an sich ist beeindruckend genug, die ganze Gegend ist übersät mit riesigen Felsbrocken, die von einem ca 20.000 Jahre zurückliegenden Vulkanausbruch herrühren. Der Anblick ist irgendwie surreal (mir fällt kein anderes Wort ein, es zu beschreiben), überall auf den Hängen und Kuhweiden liegen diese Brocken, rum, teilweise 6-8 m lang/hoch. Die Bilder sprechen wohl für sich...








Nachtrag: Mir wurde jetzt gesagt, dass das 'Surreale' auf den Bildern nicht so wirklich rauskommt, also versuche ich es Euch zu erklären: Stellt Euch endlose, grüne Wiesen und Hänge vor, auf denen - wie nach einem heftigen Steinschlag - Hunderte von Felsen verteilt sind. Und dann fällt Euch auf, dass dort ja gar kein Berg ist, von dem der Steinschlag hätte abgegangen sein können. Wo also kommen dann die ganzen Felsbrocken her? Hilft das zu verstehen, was ich meine?

Auch sehr schön war es bei unserem nächsten Stopp, Man o'War Bay, obwohl das gleichnamige Weingut in seinem Ausschank leidet keinen Kaffee anbietet, sondern nur 'Platters' und Wein. Aber die Bucht selbst ist sehr schön, mit einer schönen hölzernen Wharf und ein paar als Blickfang dort verankerten Booten - also, ich weiß nicht, ob das der wahre Grund ist, aber sie machen sich einfach optisch sehr gut dort...



In Passage Rock, dem nächsten an der Strecke liegenden Weingut, haben wir dann endlich den ersehnten Kaffee bekommen.

Danach haben wir uns noch vergeblich bemüht, bei einem der beiden lokalen Erzeuger von Olivenöl noch ein leckeres Öl zu kriegen, was aber leider nicht geklappt hat, da hier ja alle schon um 16:00h zu machen. Es soll ja schliesslich auch noch Zeit bleiben, das Inselleben geniessen zu können ;-)



Um 6 saßen wir dann wieder auf der Fähre, ziemlich geschlaucht, aber doch sehr froh, den schon vor Jahren ausgeheckten Plan jetzt endlich mal umgesetzt zu haben. Strongly recommendable!!!

T°

Montag, 23. Januar 2012

Der 23. Januar 2012 in Fotos

Heute gibt's hier nur ein paar Eindrücke von meinem fotografischen Tagewerk... T°

Mangrove bei Ebbe mit der Skyline von Auckland im Hintergrund

Here comes the dead Snapper...
Blick vom Mt. Victoria in Richtung Rangitoto Island

Blick vom Mt. Victoria in die andere Richtung

Austernfischer - Oystercatcher

Luftaufnahme von Devonport - wir wohnen beim roten X

Sonntag, 22. Januar 2012

Cuatro años

Heute war der vierte Jahrestag unserer Ankuft hier in Neuseeland. Ist irgendwie schon ewig her - aber die Erinnerungen sind noch alle total frisch.

Wenn ich nur dran denke, wie es bei den Leuten aussah, wo wir eigentlich die erste Zeit zur Untermiete hätten wohnen sollen. Da war's sooo ekelig, dass wir direkt geflohen sind. Stattdessen gab's dann erstmal acht Nächte im Base Backpackers - zwar im Doppelzimmer, aber mit Klo & Dusche am anderen Ende des Flures. Und der war vielleicht lang... Und morgens in der Küche wurden wir komisch angeschaut, weil wir eine Espressokanne und 'nen Milchschäumer dabei hatten. Backpacking in Style!

Aber innerhalb dieser acht Tage haben wir dann alles erledigt, was man so erledigen muss, wenn man  in ein neues Land kommt - Wohnung angemietet, Auto gekauft, Konto eröffnet, Steuernummer beantragt und so weiter. Uns als Belohnung gab's dann ja auch erstmal 3 1/2 Wochen Urlaub auf der Südinsel, bis Michi's neuer Job losging. Schee war's...


Als wir in Wellington waren, hat die Eintracht bei Hertha BSC mit 3:0 gewonnen - alle 3 Tore von Martin Fenin - und das in seinem ersten Spiel für Frankfurt. Mittlerweile ist er allerdings schon in Cottbus - während wir immer noch hier sind...






In Kaikoura hab ich dann während der Albatross-Tour mein Portemonnaie im Meer versenkt - war gottseidank kaum Geld drin, aber Perso, Kreditkarte(n), etc... Die Tour war aber klasse und wir hatten zwei mal einen Blauhai direkt am Boot!



Auf dem Heimweg haben wir dann in Napier acht Garten-Solar-Fackeln gekauft, weil wir wussten, dass wir die erste Nacht in unserer neuen Bleibe noch keinen Strom haben werden. Die haben wir dann im Auto uuf der Hutablage ordentlich geladen und damit dann die Bude beleuchtet. Hatte was von Camping, auch so mit den Schlafsäcken auf dem "Air Bed"...



Drei Tage später konnten wir dann unseren Hausrat aus dem Container befreien - allerdings standen wir ohne Packliste beim Zoll/MAF, weil wir dachten, die sei an der Sendung. Die hatte aber anscheinend der deutsche Zoll behalten, jedenfalls mussten wir unverrichteteer Dinge wieder fahren. Und unser Drucker, womit wir sie hätten nochmal ausdrucken können, war ja im Container...

Es ist interessant, woran man sich so erinnert. Mir kommt es jedenfalls so vor, als wären wir schon ewig hier - und im Moment können wir uns beide auch garnichts anderes vorstellen, als hier zu sein. In Frankfurt wohnen - so ganz ohne Strände und Meer? Ich weiß nicht.

Das einzige Manko ist unsere Visumssituation. Wir werden jedes Jahr wieder auf's neue einen Visumsantrag stellen müssen, alle zwei Jahre mit dem vollen Arzt-Programm. Da sind jedesmal heftige Kosten - und wir wissen nie, ob wir nochmal ein Visum kriegen, oder nicht. Das ist dann schon jedesmal recht spannend - und gibt uns so garkeine Planungssicherheit.

Ich bin ja im Moment quasi nur geduldet, bis endgültig über meinen Antrag entschieden wird. So lange brauche ich mich nicht um einen neuen Job zu bewerben, es würde mich eh keiner einstellen. Und so ist heute vielleicht sogar schon unser letzter Jahrestag - falls Immigration sich entscheidet, mir kein neues Visum zu geben. Aber das wollen wir ja alle nicht hoffen, oder? Drückt mal sie Daumen ;-)

T°

Donnerstag, 19. Januar 2012

Neuseeland Quiz

na, dann testet mal eurer Wissen?
Und wer erkennt den Fehler im Quiz? :-)

Cheers, Michi

http://www1.spiegel.de/active/quiztool/fcgi/quiztool.fcgi?name=neuseelandquiz

Le Tour des Chutes d'Eau

Michi hat sich heute freigenommen, damit wir zu den Nationalen Surfmeisterschaften nach Piha fahren können (als Zuschauer, nicht als Teilnehmer...) - aber wie so oft kam es mal wieder ganz anders... Wir waren zwar in Piha und Surfer waren auch da - aber keine Wellen. Zumindest keine in der Größenordnung, die man benötigt, um mit/auf/in ihnen Meisterschaften austragen zu können. Zusätzlich war der Himmel nicht wirklich blau, weswegen auch einfach nur Strandlandschaft fotografieren keine echte Option war. Also haben wir nach einem kurzen Picknick beschlossen, stattdessen nach Karekare an den dortigen Wasserfall zu fahren.

Als wir das letzte Mal dort waren fanden wir ihn beide nicht besonders spektakulär, weil es am Ende des Sommers war und dementsprechend nur wenig Wasser fiel (Wasserfall, Wasser fiel, Wortspielerei...). Ganz anders heute, es gab reichlich Wasser, und der Wasserfall wirkte gleich wesentlich beeindruckender. An der Höhe von 25 Metern hatte sich übrigens nichts geändert. 


Die Karekare Falls mit schwimmendem Hund

Kleines Wasserspiel

Für die Film-Fans unter Euch: Eine Szene des Films "Das Piano" wurde hier gedreht - sowie mehrere am Karekare Beach.

Auf dem Weg zu den eigentlichen Karekare Falls kommt man noch an einem kleineren, wesentlich unspektakuläreren Wasserfall vorbei - ich konnte nicht mal rausfinden, ob der einen eigenen Namen hat oder ebenfalls uner Karekare Falls läuft. Dieser ist aber auch sehr schön und hat einen kleinen, fast runden Pool mit senkrecht abfallenden Wänden, der durch ein wenig Klettern zu erreichen ist.

"Little" Karekare Falls

Wasserspiele II

Ich war oben und hab die Füße drin baumeln lassen, hatte aber meine Badehose im Auto - ansonsten wäre ich reingegangen. "Skinny Dipping" (Nacktbaden) wird hier in NZ ja nicht so gerne gesehen...

Das waren jetzt die Wasserfälle 1 und 2, aber wir sind ja noch nicht am Ende unseres Ausfluges... Es gibt nämlich noch die Kitekite Falls, die - wie wir jetzt erst erfahren haben - von Piha aus zu erreichen sind. Also nix wie ins Auto und wieder dahin gefahren. Dort soll man übrigens sehr gut Schwimmen können, und eine Abkühlung konnte ich mittlerweile gut gebrauchen. Aber vor der Erfrischung kommt natürlich meistens erstmal die Anstrengung - in diesem Falle der Aufstieg zu den Falls. Wenn man ein bißchen langsam macht und hier und da vielleicht noch ein wenig fotografiert braucht man ca. eine Dreiviertelstunde - und davon 2/3 steil bergauf. Und das, obwohl wir nur am unteren Ende des Wasserfalles waren.

Die Gesamtansicht der Kitekite Falls mit allen 5 Stufen/Abbruchkanten?

Diesmal hatte ich dann auch die Badebuxe mit und war im Wasser - und ich kann Euch sagen, es war kalt! Unter den herabstürzenden Wasservorhang habe ich mich dann alerdings doch nicht getraut, Wasser mit einer Fallhöhe von 80 Metern  kommt mit einer ganz schönen Wucht runter... Aber es war sehr erfrischend, ich hab's wohl so um die 5 Minuten ausgehalten...

Der untere Teil, den man vom Lower Pool aus sehen kann

Der Verfasser dieser Zeilen beim Bad in seinem neuen Lieblingswasserfall!
Danach ging's erfrischt über den Loop-Track zurück zum Auto und nach Hause. Liest sich jetzt so, als wär's ganz schnell gegangen, war aber nicht so. Ich hatte garnicht dran gedacht, daß Donnerstag ist  - und somit Berufsverkehr herrscht... Normalerweise machen wir solche Ausflüge nämlich an Wochenenden. Also haben wir mal lockere anderthalb Stunden nach Hause gebraucht, ein relativ unentspannter Abschluss eines entspannten Tages.

An die Frankfurter unter Euch: Weiß eine/r von Euch, wo von Frankurt aus der nächste Wasserfall liegt? Just curious...

T°

Sonntag, 15. Januar 2012

Trade Me-Auktionen, 2. Teil

So, dann schauen wir doch mal, was es so Neues and der Charity-Tattoo-Front gibt... Mittlerweile laufen mindestens 12 Auktionen (Stand 14. Jan abends, NZ time), in denen Leute Teile ihrer Körper für Tattoos zur Verfügung stellen. Was aber sind das für Leute, die sowas machen? Ich habe hierzu ein bisschen recherchiert und stelle Euch jetzt ein paar von denen vor.



Kurz zur Erklärung der Fähnchen auf dem Bild: Rott heißt 'Mindestpreis erreicht', Gelb heißt 'Kein Mindestpreis festgelegt' - was bedeutet, dass beim ersten Gebot der Deal besiegelt ist. Keine Fahne heißt, daß ein Mindestpreis festgesetzt, dieser aber noch nicht erreicht wurde.


Die erste: Alleinerziehende Mutter von drei Kindern, der die Rechnungen über den Kopf wachsen. Hat entweder vergessen, einen Mindestpreis anzusetzen oder aber diesen deutlich zu niedrig gesetzt. Bis jetzt ein Gebot, den Startpreis von $2,000. Spendet 15%, also $300. Bleiben $1,700, was Ihr nach Abzug der Trade Me-Gebühr ($83.00) netto $1,617.00 übrig lässt - falls nicht noch wer was bietet. Ach ja, die Kosten für ein gerahmtes Foto für den Höchstbietenden gehen da auch noch von ab, ebenso die Kosten für's Tattoo selber. Und für die paar Kröten dann ein Leben lang ein 'fremdes' Tattoo auf der Brust? Na danke...

Die zweite war wohl cleverer, niedriger Startpreis, aber ein höheres Mindestgebot, was bedeutet, dass trotz mehrerer Gebote noch nix amtlich ist, weil ihr Mindestpreis noch nicht erreicht wurde. Wie hoch der ist, sieht man als Interessent nämlich erst, wenn er überschritten wurde. Sie spendet aber 100%, mal sehen, wo das enden wird...

Der dritte will wohl bloß ein kostenloses Tattoo, denn er will 100% spenden und ist schon ziemlich 'vollgepikert'. Was wiederum ein Nachteil für Interessenten ist, denn auf einem komplett tätowierten Körper fällt ein Logo, eine Werbung oder was auch immer kaum auf. Also eher unwahrscheinlich, daß hier jemand draufspringt... Außerdem hat er wohl mittlerweile kalte Füße bekommen & den Startpreis von $200 auf $10,000 angehoben. Damit ist er dann wohl raus...

Nr. 4 ist zu 100% für einen krebskranken 9-jährigen Jungen, der in seinem kurzen Leben schon 18 Monate Chemotherapie hinter sich hat. Leider steht diese Auktion erst bei $1510 - im Gegensatz zu einigen anderen, die schon zwischen 8 und 12,000 $ stehen und deren Anbieter kerngesund sind. Aber der 'Verkäufer' nutzt auch die durch die Auktion geschaffene Öffentlichkeit, um um Spenden außerhalb der Auktion zu bitten. Wer mag, kann über Facebook unter Phoenix Treatment Appeal Details für eine Spenden bekommen.

Zur nächsten gibt's nix zu berichten, Spendet 20% an den Tierschutzverein, Mindestpreis noch nicht erreicht...

Nr. 6 ist dann wieder ein 'spezieller' Fall. Sie hat irgendeine Knochenkrankheit, die noch nicht so weit fortgeschritten ist, dass NZ Healthcare die Therapiekosten übernehmen würde. Sie müsste also erstmal noch kränker werden - was sie natürlich nicht möchte. Also versucht sie auf diese Art, die Therapiekosten für's erste Jahr ($7,000) zusammenzubringen. Alles was darüber hinausgeht, geht dann an den krebskranken Jungen Phoenix (siehe Nr. 4). Sie hat die Tattoo-Nummer übrigens vor ein paar Jahren schon einmal probiert, damals jedoch wurde die Auktion von Trade Me gestoppt. Ich wünsche diesmal mehr Erfolg.

Die nächste war diejenige, die die ganze Welle losgetreten hat. Steht im Moment bei 12,200, spendet 20%, minus Trade Me-Kosten (149.00), Tattookosten und Kosten für gerahmtes Foto - da bleibt schon ordentlich was übrig, ca. $9,000... Good on ya! Hat sich mittlerweile übrigens auch dazu entschlossen, ihre 20% an Phoenix (Nr. 4) zu spenden.

Numero otto (das ist italienisch und heißt '8') ist ein arbeitsloser Kumpel von Nr. 7, der nicht genug Geld hat, um sich ein Flugticket nach Indonesien zu kaufen,  um die ihm dort angebotene Lehrerstelle anzutreten. Will nur Geld für`s Ticket und spendet garnichts. Loser!

Die nächsten beiden - ein Ehepaar - hatten beide schon Krebs und sie ist seit ihrem 14. Lebensjahr Epileptikerin. Sie wollen 60% spenden - für Krebs- bzw. Epilepsie-Charities. Mindestpreis noch nicht erreicht.

Nr. 10 sammelt für eine Fundraising-Seite, die Geld für all die Organisationen sammelt, welche einem kleinen Jungen geholfen haben seine Dextrokardie-Behandlung zu finanzieren. Spendet alles außer den Tattoo-Kosten. Guter Ansatz, leider erst ein Gebot mit $50. Auch hier wäre evtl. ein Mindestpreis angesagt gewesen...

Dann haben wir da einen Kite-Surfer, der 100 cm² auf seiner rechten Wade zum tätowieren anbietet und hat (wie Nr. 8 auch) nicht vor, etwas zu spenden. Will sich lieber Werkzeuge von dem Geld kaufen. Doof.

Und last, but not least, hätten wir dann noch zwei Mädels, die beide im letzten Jahr Familienangehörige durch Krebs verloren haben und deshalb für die Krebshilfe sammeln wollen. Bis jetzt sind die Leute bereit, für je ein Tattoo auf je einer Brust bei zwei verschiedenen Ladies $7,950 zu bezahlen, wovon die Hälfte gespendet werden würde. Die beiden haben allerdings anscheinend Großes vor, denn bis jetzt ist der Mindestpreis noch nicht erreicht. Ich tippe mal auf $10,000? Davon 50% für die Charity, bleiben $2,500 für jede. Auch nicht sooo viel, oder? Und dafür dann für immer das Logo von 'nem Strip-Schuppen auf dem Busen? Ach nee, Calendar Girls (haben schon bei mindestnes 4 verschiedenen der hier aufgeführten Auktionen Gebote abgegeben) sind bei $830 ausgestiegen, aber wer weiß, vielleicht kommen sie ja nochmal mit einem Gebot kurz vor Ende der Auktion?

Das ist jetzt ganz schön viel Text geworden, wollte ich eigentlich garnicht. Aber wahrscheinlich gibt es seit meiner gestrigen Recherche mittlerweile auch noch einige Charity-Tattoo-Auktionen mehr, über die ich hätte berichten können. Ich finde jedoch, daß die hier Aufgeführten schon einen recht interessanten Querschnitt wiedergeben, was Menschen, Motivation und Spendenbereitschaft angeht. Ich hoffe, dass die, denen es wirklich schlecht geht - und hier meine ich vor allem die drei Kranken unter den eventuellen Spendenempfängern - durch Ihre Aktionen die Unterstützung bekommen, die sie sich versprechen. Der Surfer und der Lehrer jedoch sollen bitte mit $50 und einem extrem peinlichen Tattoo aus der Sache rausgehen.

T°

Freitag, 13. Januar 2012

Trade me - What Kiwis buy and sell

Trade Me ist das neuseeländische Gegenstück zu eBay - denen es mittlerweile allerdings auch gehört. Der Trade me-Gründer hat durch den Verkauf mit Sicherheit ein paar Mark gemacht, denn Trade me läuft gut.

Es läuft allerdings auch etwas anders als eBay in Deutschland, aufgrund des kleineren Marktes, wie ich vermute. Fast gänzlich unbekannt sind hier zum Beispiel Auktionen, die mit einem Startpreis von $1.00 beginnen, meistens starten die Leute Ihre Auktionen mit dem Betrag, den sie mindestens erzielen wollen. Wie hoch dieser ist, beeinflusst - anders als bei eBay - nicht die Einstellgebühr, denn eine solche gibt es nicht. Die Kosten für die Auktion berechnen sich lediglich über den Verkaufspreis, weshalb es auch nicht schlimm ist, wenn man etwas nicht sofort verkauft. No sale - no fee! Also einfach wieder eingestellt und gut ist!

Der nächste Unterschied ist, daß fast alle Auktionen mit einem Mindestverkaufspreis abgesichert werden, wenn dieser nicht erreicht wird, kommt kein Vertrag zustande. Das macht es natürlich für Käufer schwerer, Schnäppchen zu ergattern. Aber als Verkäufer muss man nicht zittern, daß etwas zu billig weggeht - und nicht selber mitbieten, um den Preis hochzutreiben...

Aber genug der langweiligen Details, ich wollte Euch eigentlich von 2 Auktionen berichten, die hier gerade liefen/laufen:

Die erste war "Ein Tag bei den Dreharbeiten zum neuen Hobbit-Film inklusive 'Meet  & Greet' mit Regisseur Peter Jackson" - welcher für sage und schreibe $14,490.00 weggegangen ist. Da muß man schon ein wahrer Fan sein, um in diesen Gefilden noch mitzubieten... Aber Sir Peter wird hierzulande ja sowieso wie ein Heiliger verehrt. Und 'ne einmalige Sache ist das ja schon, wenn man nicht gerade der Hauptdarsteller ist. Der Erlös der Auktion geht übrigens an Medicine Mondiale, eine Organisation die gegen den Hunger in der Welt kämpft. Nicht, dass Ihr jetzt denkt, Peter Jackson würde sich dadurch was dazu verdienen... :-)

Heute morgen habe ich die nächste Charity-Auktion gefunden, wenn hier auch nur 20% des Ertrages an eine gemeinützige Organisation gehen, die sich der Meistbietende selber aussuchen darf. Die restlichen 80% gehen an das hochverschuldete 21-jährige Mädel, das ein 9 x 9 cm großes Stück seines Hinterns für ein Tattoo versteigert. Häh? Ja, richtig. der Meistbietende kann dort tätowieren lassen, was immer er möchte. Reklame, ein Bild von sich, whatever... Und darf beim Stechen mit dabei sein. Und sich sogar die Backe aussuchen!




Im Moment, wo ich diese Zeilen schreibe, steht die Auktion bei $10,299.99 - aber sie läuft auch noch bis nächsten Freitag. Das Mindestgebot ist übrigens schon erreicht (war wohl $10,000.00), die Sache findet also wirklich statt. Bin mal gespannt, für wieviel der Arsch weggeht. Und genauso gespannt auf das, was drauf kommt. Das wird man hier ja hoffentlich durch die Medien erfahren...


Also, falls jemand da draußen schon alles hat, außer seinem eigenen Tattoo auf einem fremden Hintern - hier könnt Ihr fleissig mitbieten, ist ja schliesslich auch zu 20% für 'nen guten Zweck...


T°


- Nachtrag: Und schwupp - schon ist der Preis um $50.00 hochgegangen, wer von Euch war's??? -