Thomas im Cafe Laeuft - endlich wieder ein Lilo-Apfelpfannkuchen
Thomas im Cafe Laeuft - endlich wieder ein Lilo-Apfelpfannkuchen
Das letzte Wochenende war für alle JAFA's ("just another f***ing Aucklander", wie wir von den anderen Kiwis gerne mal genannt werden...) schon wieder mal ein Langes, da am Montag Auckland Anniversary Day war. Der wird immer am letzten Montag im Januar begangen und es wird immer viel Programm geboten.










An Christmas Day (in D ist das der erste Weihnachtsfeiertag) sind wir gegen Mittag losgeflogen, nachdem wir am Abend vorher bei Karin, Robert und ihren Kindern zum Heiligabend-BBQ eingeladen waren.
Blick aus dem Flieger auf den Mt. Taranaki
Und gleich nach der Landung kam auch schon einer der Höhepunkte unseres WLG-Besuches: Wir haben uns ein Taxi genommen und sind damit zur nächsten 'Marina' gefahren - von wo aus wir dann von Ben & Cathy in die Stadt gesegelt wurden. Das war schon etwas ungewöhnlich, bis jetzt sind wir immer mit dem Auto abgeholt worden :-) Aber war schon recht cool, thanks, Ben!

Und wären wir in der 1. Nacht nicht im Novotel, sondern im Copthorne Oriental Bay abgestiegen, hätten wir von dort aus direkt einchecken können, denn das befindet sich unmittelbar hinter den hübschen bunten Bootsschuppen an der Oriental Parade.

Aber dort waren wir leider erst in der 2. Nacht... Vorher gab's allerdings erstmal ein Weihnachts-BBQ bei Conny& Olli in Eastbourne, auf der anderen Seite der Bucht, gegrillt haben wir ja nun wirklich schon lange nicht mehr :-) Und Conny & Olli waren es dann auch, die uns am nächsten Morgen zu einer Tour durch die Wairarapa und zum Cape Palliser abgeholt haben, in ihrem schicken 4WD. Erster Stopp: Das Lemon Squeeze Café in Petone, wo Conny und ich hervorragende Pfannkuchen gegessen haben, sehr zu empfehlen, falls Ihr mal in der Nähe seid...
Danach ging's weiter zur Putangirua Scenic Reserve, wo wir den Pinnacles Walk gemacht haben. Doof wie wir sind natürlich in der prallen Mittagssonne . Hätte man eigentlich auch später machen können. War aber ein toller Walk, mal so ganz ohne Nikau-Palmen und Baumfarne - eigentlich überhaupt nicht grün. Aber doch sehr lohnenswert. Die Pinnacles sind durch Erosion entstandene Felssäulen, sehr hoch und sehr beeindruckend. Hier wurden wohl auch Szenen für diesen Film mit dem Ring gedreht, Ihr wisst sicher, welchen ich meine, oder?

Dann ging es weiter ans Cape Palliser mit seinem geringelten Leuchtturm. Ansonsten sind die meisten hier nämlich einfach nur weiß. Und natürlich mussten wir dann da auch hoch, wegen der tollen Aussicht. Also 255 Stufen rauf & wieder runter, und das nachdem wir schon ca. 2 1/2 Std. an den Pinnacles rumgelatscht waren... Aber, die Aussicht war actually gut, und ja, es hat sich gelohnt. Dann nochmal zu kurz zu den Seehunden, die haben wir ja vor knapp 3 Jahren schon ausgiebig betrachtet und fotografiert, aber es ist immer wieder nett, nur knappe 10 Meter von kleinen Seehund-Welpen entfernt zu sein - bis auf den Gestank :-)

Und dann ging's auch schon wieder zurück in Richtung WLG, mit dem üblichen Stopp im Lake Ferry Hotel, wo wir dann gemeinsam mit krass gesichtstätowierten Mongrel Mob-Mitgliedern ein wohlverdientes Pils genossen haben. Naja, also, nicht direkt gemeinsam mit denen, sondern nur in deren Anwesenheit. Ich hab mich jedenfalls ein bisschen so gefühlt wie Stefan, als ich ihn letztens nach dem Fussball mit in die St. Tropez Bar genommen habe, ja nur keinen Blickkontakt herstellen... Auf dem Weg dorthin gab's noch ein wenig Off-Road-Feeling, als Olli mit uns durch einen reißenden Strom gefahren ist. Na gut, es war mehr eine Furt und das Wasser wohl kaum tiefer als 30 cm....

Dann aber ab nach Wellington, wir mussten ja schließlich noch zum..... Richtig: Barbeque! Diesmal bei Ben in der WG. Er war tagsüber nach 'kai moana' (maori für Seafood, also Meeresfrüchte, ital. Frutti di Mare) tauchen und so gab es Muscheln, Scallops und sogar 2 Langusten. Und natürlich noch den üblichen Kram, Fleisch, Würste, Gemüse, Sojawürste...! Lecker war's und im Anschluss hat sich daraus noch eine You Tube-Party entwickelt, wo jeder mal irgendwas Lustiges/Abgedrehtes/Schräges vorführen durfte. Ich habe natürlich mit "The fox has left his lair" geglänzt, was interessanterweise keiner der anwesenden Engländer kannte.
Danach Hotel & schlafen. Morgens Frühstück mit Cathy im Parade Café, nicht so gut wie am Tag zuvor, aber insgesamt ok. Im Anschluss ist unsere geplante LotR-Tour mit den Elben (?)-Ohren abgesagt worden, weil der Chef der Firma unsere Buchung verbummelt hatte und die Tour voll war. Also endlich mal ein bisschen Zeit für uns, yippieh! So konnten wir auch mal unser Zimmer im Museum Hotel, wohin wir inzwischen umgezogen waren, ausnutzen. Es war übrigens das schönste der 3 Hotels, mit Regenwalddusche & Pärchen-Badewanne (Abfluss in der Mitte, damit keiner draufsitzen muss...).
Abends ging's dann nach Zealandia, das ist eine Art Vogel-/Tierschutzgebiet am Rande der Stadt, daß über die letzten 11 Jahre von allen Schädlingen (Ratten, Marder, Wiesel, Igel, etc) befreit und mit einem für Tiere unüberwindbaren Zaun umzäunt wurde. Dort haben wir bei der Nacht-Tour zwar einige Kiwis gehört - aber leider keine gesehen :-( Es war aber trotzdem interessant, das neue Besucherzentrum ist sehr informativ und sehr schön geworden. Das Alte (damals noch unter dem Namen Karori Wildlife Sanctuary) war ja eher nicht soo toll...
Davor waren wir übrigens essen, bei KK's, heute mal kein BBQ! Und dann war's quasi auch schon rum, den letzten Tag haben wir uns dann noch in WLG rumgetrieben, unter anderem sind wir einmal (Ich übrigens tatsächlich das erste Mal!) um die Miramar-Halbinsel rumgefahren, da gab es sehr schöne Ecken, einen Leuchtturm und ein Memorial für William Fergusson Massey, den ersten Premierminister NZ's.

Abends noch ein bisschen in der Stadt fotografiert - und schon saßen wir wieder im Flieger nach Hause. Vier Tage können ganz schön schnell rumgehen, wenn man sie gut nutzt. Im März sind wir dann wieder dort - dann allerdings zum Homegrown-Festival und ansonsten ohne Programm...
Ach ja, warum wir so oft umgezogen sind wollt Ihr wissen? Ganz einfach, die 2. Nacht im selben Hotel muss man meistens zahlen ;-)
Wir haben's schon hinter uns, es war kurz und schmerzlos...Wir sind gegen halb 12 zum 'Cyrill Bassett Lookout' nach Stanley Point gefahren (Auckland-Kenner wissen, wo das ist - Fotografen auch, prima Spot für nächtliche Skyline-Fotografie...), um uns von dort aus das offizielle Feuerwerk anzuschauen. Nicht-offizielles, also privates, Feuerwerk gibt es hier nämlich nicht, weshalb Devonport auch bei jedem Feuerwerk, ob zu Silvester oder einem anderen Anlass, von Horden von Menschen heimgesucht wird (anders kann man es wirklich nicht beschreiben, bei unserem ersten Silvesterfeuerwerk haben wir mit dem Auto für gut 2 km 45 min gebraucht), weil man von hier aus prima über den Hafen auf die Stadt schauen kann. Deshalb sind wir dieses Jahr nach Stanley Point ausgewichen, da kommt man einfach besser wieder weg :-)
Das Besondere am diesjährigen Feuerwerk war allerdings, das der aus beruflichen Gründen in Auckland weilende deutsche Geschäftsmann Kim Schmitz, der unter anderem schon wegen Computerbetrugs, Bandenhehlerei und Kapitalanlagebetrugs verurteilt wurde, 2000 zusätzliche Raketen gestiftet hat, weil er Feuerwerk mag.
Und so gab es ein Riesenspektakel, von zwei auf dem Wasser verankerten Ponton-Booten (?) aus wurden um Mitternacht vom offiziellen Feuerwerker der Stadt Auckland synchron zwei identische Feuerwerke abgebrannt. Vom Timing her hat's im Großen und Ganzen auch gut gepasst, die zeitlichen Abweichungen haben sich wohl im Bereich von Sekundenbruchteilen bewegt. Ganz großes Kino! Dagegen sah das im Hintergrund stattfindende Feuerwerk auf dem Skytower eigentlich mehr nach Tischfeuerwerk aus.
Dazu gab's 'n Piccolöhchen Deutz-Champagner, den wir letztes Wochenende in unserem Hotel in Wellington geschenkt bekommen haben (Merci beaucoup, Marion!) und nach 20 Minuten sind wir wieder Heim gefahren. So schnell kann Silvester rum sein... :-)
Wir wünschen Euch allen einen ähnlich entspannten Jahreswechsel und daß alle Eure Wünsche/Vorsätze für 2011 sich erfüllen. Bis nächstes Jahr!
- Leider war von meinen mit der Handy-Kamera geschossenen Fotos kein enziges brauchbar, aber Ihr wisst ja alle, wie Feuerwerk aussieht, oder? -

Das in meinem Mund ist übrigens keine Zigarre, sondern eine Tofu-Wurst - und damit wisst Ihr ja dann auch gleich, was es zu essen gab, nämlich typisches Kiwi-Weihnachtsessen: Barbeque!

Die Hells Angels waren genauso da...

... wie Dr. Seuss' Katze mit Hut.

Spiderman hat vom Fahrrad aus Kamellen verteilt (aber nicht geworfen, wg. Verletzungsgefahr!),

während die lokalen Beach Life Saver huldvoll am winken waren. Aber:

Es gab auch eine Krippen-Szene und ganz zum Schluß - wie sollte es auch anders sein - kam er persönlich:

Santa Claus! (Natürlich der Echte!)
Ich war ja noch nie so der weihnachtliche Typ, aber hier komme ich NOCH weniger in Weihnachtsstimmung als in Deutschland. Palmen, Flip-Flops, 30° - irgendwie passt das nicht. Selbst im dritten Jahr ist mir das ganze Weihnachtsgehabe hier immer noch komisch. Ihr in D habt ja wohl dieses Jahr Glück und kriegt "weiße Weihnachten" - und irgendwie beneide ich Euch ein bißchen...
Was aber tun, wenn man am alten Haus hängt oder ein Neues am neuen Wohnort zu teuer ist? Ganz einfach, man leiht sich von seinem Nachbarn den Tieflader, packt sein Haus drauf und fährt es dort hin, wohin man es haben möchte.

Man beachte, daß sogar die Vorhänge noch hängen!
Ich weiß nicht genau, wer von Euch schon einmal über die B3 nach Bergen-Enkheim gefahren ist, aber viele von Euch werden sie kennen, die dortige "Fertighaus-Ausstellung" (Gibt's sicher auch noch woanders, aber dies ist halt die, die ich schon seit meiner Kindheit kenne...). Dort kann man sich Musterhäuser anschauen, einen Kaufvertrag abschließen und dann bekommt man sein Haus geliefert. Und zwar in Einzelteilen. Und dann wird's aufgebaut.
Hier ist das etwas anders. Es gibt hier auch sowas wie diese Fertighaus-Ausstellung, nur schaut man sich hier keine Musterhäuser an, sondern "gebrauchte" Häuser. Und wenn man sich für eines entschieden hat, dann bekommt man auch genau dieses. Am Stück. Auf dem Tieflader. Wohin man möchte.
Leider habe ich einen solchen Transport noch nie auf der Straße gesehen (außer dem auf den Fotos, der allerdings nur am Straßenrand parkte), aber ich könnte mir vorstellen, dass das Ganze schon ein ziemlicher Akt ist. Ich werde aber eventuell noch ein wenig darüber recherchieren.

Vor kurzem ging mir ein Lied durch den Kopf, über das ich mich in jungen Jahren bei Rudi Carrell's "Am laufenden Band" fast totgelacht habe und heute habe ich es dann endlich mal auf Youtube gesucht - und gefunden... Ich fand es zwar heute nicht mehr ganz so komisch, wie damals, aber immer noch mehr als veröffentlichenswert. Aber urteilt selbst...
Bin heute im Netz über ein lustiges Foto gestolpert, das, wie ich finde, mehr Beachtung verdient hat und dachte mir, da sich mein "Last Haircut Desaster" gerade jährt, stelle ich das Foto ein, um an mein Unglück zu erinnern.
Und nein, ich war nicht bei dem Friseur auf dem Bild (welcher übrigens in Ulan Bator in der Mongolei ist)... (das Copyright am Bild hält henryrollins.com)

Tja Ihr Lieben, die Ihr gehofft habt, wir würden uns doch noch für eine baldige Rückkehr nach Deutschland entscheiden, Ihr habt leider Pech gehabt. Wir haben uns für eine "zweite Runde" Neuseeland entschieden. (Wie sollte ich auch von DE aus unter dem Titel "Kiwis and other exotic Topics" bloggen???)
Da unser Permit Ende Januar ausläuft, musste jetzt langsam etwas passieren, und seit gestern haben wir es hinter uns. Wir mussten nochmal den selben Aufriss machen, wie damals vor 3 Jahren. Wieder zum Arzt (I'm in good health), zum Röntgen (Thorax-Aufnahme), Bluttest (scheint alles ok zu sein)... Dann Führungszeugnisse aus D und NZ besorgen, Antrag ausfüllen (nur 19 Seiten). Dann unsere 'Qualification' vom anerkannten Übersetzer übersetzen lassen, Abschluss- und Arbeitszeugnisse. Die dann wieder vom Friedensrichter beglaubigen lassen. Gott sei Dank hat Michi das meiste erledigen können. Das Ganze ist auf jeden Fall sehr zeitintensiv, vom finanziellen Aufwand mal ganz zu schweigen...
Donnerstagabend war es dann so weit, wir hatten alles zusammen und können endlich abgeben, hooray! Die vollständigen Anträge müssen jetzt entweder per Post zu Immigration NZ - oder aber man wirft sie bei deren Auckland-Büro in die 'Drop-Box'. Das klingt gut, die sitzen in der Nähe von meinem Büro, das mach ich. Geld gespart!
Ich also Freitag früh vor der Arbeit (hab extra 'ne frühere Fähre genommen!) dahin, aber nee, ist nicht! Die Drop Box befindet sich IN den Räumlichkeiten von Immigration und ist dadurch nur während deren Öffnungszeiten (09:30 bis 16:00h) zugänglich. Leider abeite ich zu diesen Zeiten. Sogar noch länger. Also in der Mittagspause wieder hin... Und dann? Schlange! Ein Schild teilt mir mit, daß die momentane Wartezeit bei 1 1/2 Stunden liegt, soviel Zeit habe ich nicht... Und ich will ja nur an die Drop Box, oder? Falsch, man muss erst an einen (von zwei) Schalter(n), sich dort einen Plastik-Umschlag geben lassen, diesen beschriften und erst dann kann man sein Zeug einwerfen!
Das Konzept der 'Drop Box' habe ich jetzt nicht so wirklich verstanden; Wenn ich mich 1 1/2 Std. irgendwo anstelle, um an einen Schalter zu kommen, kann ich doch auch das, was immer ich zu erledigen habe, am Schalter erledigen, oder? Zum Beispiel einfach meinen Antrag dort abgeben? Wo genau soll jetzt der Vorteil der Drop Box liegen. Sollte man dort nicht Sachen einwerfen können, um sich die Zeit in der Schlange zu sparen? Fragen über Fragen, die ich mir dann alle am Post-Schalter beantworten ließ: "Das macht dann $11,70 als Einschreiben."
Unser Antrag ist jetzt jedenfalls unterwegs, und in ca. 40 - 60 Tagen (plus dem 10-tägigen Weihnachts-Break) werden wir dann hoffentlich wissen, ob wir noch eins, zwei oder sogar wieder drei Jahre werden bleiben dürfen. Ich werde Euch auf dem Laufenden halten...

Hier in NZ wird, wie auch sonst in allen ehemals englischen Teilen der Welt (außer Indien?), ab dem 5. November Guy Fawkes Day begangen.
Guy Fawkes & seine Mitverschwörer wollten am 05.11.1605 im so genannten Gunpoder Plot das englische Parlament in die Luft sprengen, flogen aber auf, wurden zum Tode verurteilt und 'hanged, drawn & quartered'. Dieses Ereignis wird hier mit Feuerwerk gefeiert, wobei nicht ganz klar ist, was gefeiert wird: Das versuchte Attentat oder die Ergreifung/Hinrichtung Fawkes. Soviel zum geschichtlichen Teil.
Der praktische Teil sieht so aus, daß man ab 4 Tage vor/bis zum Guy Fawkes Day Feuerwerk kaufen/verkaufen darf. Und das zündet man dann, wenn es einem passt. Da gibt es (anders als in D zu Silvester) nämlich keine Regelung, wann man das abbrennen darf. D.h. für uns nun schon den 4. Tag in Folge Feuerwerk, mal hier ein wenig, dann mal da & heute abend bei unseren südafrikanischen Nachbarn links von uns. Mal schauen, wo morgen Feuerwerk ist :-)
Alles in allem ist das Resultat aber eher ärmlich & kann nicht mit einem zeitlich eingegrenzten, pünktlich um 12 abgebrannten, deutschen Silvester-Feuerwerk mithalten. Oh, eben hat jemand einen Heuler gezündet!