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Mittwoch, 26. Dezember 2012

The Middle of Middle Earth

Vielleicht haben es ja einige von Euch schon mitbekommen, dass hier in NZ vor kurzem  'The Hobbit', der neue Film von einem Regisseur namens Peter Jackson, angelaufen ist. Er hat irgendwas mit 'Herr der Ringe' (Ich glaube da ging es um einen Piercing-Künstler oder so...) zu tun, spielt vorher oder nachher oder irgendwann zur selben Zeit in der selben Gegend und wird wohl einen ähnlichen Kultstatus erreichen wie schon sein Vorgänger. Falls er irgendwann auch bei Euch laufen sollte, schaut ihn Euch ruhig an, es gibt sicher wieder viele tolle Landschaftsaufnahmen von Neuseeland...

Anyway, da ja die Weltpremiere des Films in Wellington war, hat man den dortigen Flughafen kurzerhand zum 'Airport of Middle Earth' (dort spielt der Film) umgewidmet und ein wenig umdekoriert, so steht jetzt draußen am Terminal zum Beispiel nicht mehr 'Wellington International Airport' oder was immer dort vorher gestanden haben mag, sondern 'Middle of Middle Earth'. Was sonst noch so verändert wurde habe ich für Euch dokumentiert:

Das Terminal-Gebäude des Middle Earth-Airports

Ein nach Lachsen tauchender Gollup in der Departure Lounge

Das Gepäckband in 'Hobbit-Hole'-Optik

Ein Blick durch eines der Fenster auf Frolo und seine Elben-Freunde - oder wie immer die heißen...

Oder war das hier Frolo? Ich weiß es nicht...

Montag, 20. Februar 2012

Homegrown 2012

Am Samstag war mal wieder Homegrown in Wellington - und wir waren wieder mal dabei... Für alle, die nicht wissen, was das ist, es ist das Festival für Kiwi-Künstler in NZ und findet jährlich an einem Samstag (11:00h bis 23:00h) in Wellington an der Waterfront statt. Es war diess Jahr zum fünften Mal in Folge mit 17,000 Besuchern ausverkauft. Also jedes Jahr, denn es findet erst seit 2008 statt. Und wir waren schon dreimal dort.

Dieses Jahr war es allerdings nicht so gut wie die Jahre davor, was unter anderem daran kag, das die kleine Independent/Alternative-Bühne ersatzlos gestrichen wurde und die Bands, die sonst dort gespielt hätten, jetzt schon zur Mittagszeit in der großen, dunklen, 6-8000 Zuschauer fassenden TSB Bank Arena spielen mussten, während draußen die Sonne schien. Und auch vor nur 100 Zuschauern, weil draußen die Sonne schien...
Außerdem war das Line-up generell nicht so gut, wie in den letzten Jahren, zumindest nach meinem Dafürhalten. Die "üblichen Verdächtigen" haben mir gefehlt, und außer Shihad gab's an bekannteren (Rock-) Acts nur Bands, die erst kürzlich getourt haben oder in und um Auckland sowieso häufig zu sehen sind. Aber genug gemotzt. Aber, wenn man die preiswerten "Early Bird"-Tickets ($80.00 für 41 Bands/Künstler) haben will, dann muss man die halt schon kaufen, bevor das endgültige Line-up feststeht...

Wie jedes Jahr ist das Publikum wieder ein bisschen jünger georden - oder ich Älter? - und teilweise gingen mir die ganzen Teenie-Gören schon auf die Nerven. Ich hoffe, daß das keine altersbedingte Erscheinung ist, die von nun an stetig weiter zunimmt.

Viele von den jungen Leuten waren schon recht früh recht betrunken (die erste Kotzlache habe ich schon gesehen, bevor ich die erste Band gesehen hatte - gegen 1/2 drei mittags...), was mit Sicherheit auch auf den Hauptsponsor (Jim Beam) zurückzuführen ist. Ich verstehe sowieso nicht, wieso es in einem Land, das ein echtes Alkohol-Problem hat (vor allem bei Jugendlichen), möglich ist, daß eine Veranstaltung, die sich in erster Linie an junge Leute richtet, von einem Hersteller von Whisky und RTDs (Ready to Drink-Getränke, in Deutschland wohl Alkopops?) gesponsort werden darf. Der korrekte Name des Ganzen ist nämlich "Jim Beam Homegrown 2012". Aber - jetzt, wo ich es schreibe - habe ich mich darüber nicht schon letztes Jahr ausgelassen? Jedenfalls kostete ein 0,33-er Bier (Speight's Summit, yeah!) $6.00 und ein Jim Beam-Cola (auch 0,33) $7.00 - und wenn man nicht viel Geld hat (weil man noch jung ist...), dann kommt man doch für nur 'nem $ mehr viel schneller zum gewünschten Rausch, als wenn man nur schnödes Bier trinkt, oder? Sehr merkwürdig.

Unsere Freundin Cathy und ihre Mitbewohnerin Sonja haben beim Festival gearbeitet und hatten den ganzen Tag Fahrdienst, so dass un snicht viel Zeit mit ihnen blieb, Cathy haben wir nur 2 x während ihrer Pause zu sehen bekommen. aber dafür auch immer gleich den neuesten Klatsch & Tratsch, wessen Flug viel zu knapp gebucht war und ob's derjenige wohl pünktlich zu seinem Auftritt schaffen würde, welche Band auf dem Weg vom Gig zum Hotel mit ihrem Auftritt nicht zufrieden war und so. Leider hat keine der beiden Shihad gefahren, denn die wollten wir ja eigentlich noch zu einer Aftershow Party bei Cathy zuhause einladen - vorausgesetzt, sie spielen nochmal einen Akustik-Gig ;-)



Shihad war das Highlight beim diesjährigen Homegrown, aber das Highlight unseres Wochenendes war ganz klar der Freitagabend, als Shihad einen Warm-up-Gig im Medusa, einem kleinen Club vor ca. 250 Leuten gespielt haben. Das war richtig geil, und kein Vergleich zum Auftritt am Samstag vor 6-8000 Menschen. Halt einfach kleiner, intimer und ja, auch exclusiver. Die haben gerockt! So gut, daß wir Anfang April nach Coromandel fahren, um sie uns dort in der Coroglen Tavern nochmal anzuschauen. Die Band lebt nämlich - obwohl sie Kiwis sind - in Melbourne und man kriegt sie hier nicht soo oft zu sehen. Wer kommt mit?

T°

Sonntag, 20. November 2011

Die Zeit vergeht im Flug...

... wenn man ständig unterwegs ist oder sonstwas vorhat. Jetzt hab ich doch glatt schon 2 Wochen nix mehr geschrieben, und das, obwohl es genug zu berichten gibt. Also, wo fange ich nun mit meinem großen Rundumschlag an?

Am Wochenende 11-13 sind wir wieder Mal nach Wellington geflogen, Cathy, Olli, Conny und nun auch noch Finn (den Sohn der beiden letzteren) besuchen.
Nachdem wir Freitag mittag angekommen sind, haben wir erstmal im Hotel eingecheckt und sind anschließend ins 'Café Kreüzberg' zum Lunch - da gibt's prima Halloumi-Burger...




Danach Cable Car und Planetarium. Das war sehr interessant, zuerst gab's 'nen Film über das 'Space Race', den Wettlauf zwischen den Amis und den Russen um die Vorherrschaft im All und danach alles Wissenswerte über den Himmel in der südlichen Hemisphäre. Der Astronaut, äh Astronom hatte einen starken Akzent - aus Neumünster, wie wir später festgestellt haben. Insgesamt war das schon ganz gut, leider konnten wir nicht am anschließend stattfindenden (oder stattgefunden habenden) 'Dinner with Stars' teilnehmen können - das klang nämlich auch gut :-) Stattdessen waren wir dann mit Cathy zum obligatorischen Dinner zu unserem Lieblings-Malaysier gegangen, den ich aber hier nicht verraten werde - weil's da eh schon immer so voll ist. Ätschi!



Samstag haben wir dann endlich mal die 'Ohren-Tour' gemacht, wollten wir ja schon letztes Jahr Weihnachten, aber der Typ hatte doch glatt unsere Buchung verschlampt! Dafür gab's diesmal zuerst so'ne Art Preview auf 'ne neue Tour, die er anbietet, zu 'ner Windfarm in wild zerklüfteter Küstenlandschaft mit 'ner kleinen Seehund-Kolonie und dann die Lord of the Rings-City-Tour. Die war jetzt (im Gegensatz zu den anderen LotR-Touren, die wir bis jetzt gemacht haben) eher was für wahre Fans, weil nicht die schöne Landschaft, in der gefilmt worden ist, sondern Filmszenen im Vordergrund standen. Und wenn man die nicht kennt ist das halt so 'ne Sache. Hat aber trotzdem Spaß gemacht und in die 'Weta-Cave' wollte ich ja eigentlich sowieso schon länger mal. Für alle, die nicht wissen, was Weta Cave ist, das ist ein kleines Museum von der Special Effects Firma, die für die Effekte in quasi allen wichtigen Kino-Produktionen der letzten Jahre (Jahrzehnte?) verantwortlich zeichnet, hier eine kleine Auswahl ihres Schaffens: 







Links seht ihr übrigens zwei Elben (oder heißen die Elfen - vielleicht sollte ich mir diesen Film doch langsam mal anschauen?), die wir auf der Tour getroffen haben.


Abends beim Essen mit Conny und Olli beim Japaner hat mich Finn dann mit dem 'Dankeschön - Bitteschön'-Spiel beschäftigt, war ein unterhaltsamer Abend... :-)



Sonntag ging's dann wieder heim, mittlerweile war aber auch schon Michi's Dad in AKL gelandet, also nix mit Ausruhen nach dem Wochenende, nein, stattdessen wieder Essen gehen. Er ist ja nun schon zum zweiten mal hier, also quasi schon ein 'alter Hase' und hat diesmal noch einen Freund mitgebracht. Mit den beiden haben wir dann die nächsten Abende verbracht - tagsüber mussten wir ja arbeiten. Mittwoch sind die beiden dann weitergereist.

Am Donnerstag habe ich dann die Entscheidung getroffen, meinen Job zu kündigen, weil er für mich mittlerweile unerträglich geworden ist. Und am Freitag habe ich diese Entscheidung dann umgesetzt und fühle mich nun wieder wie ein freier Mann. Falls also jemand nen Job für mich hat - ich bin für (fast) alles offen...

Samstag und Sonntag war ich dann mit dem AOT New Zealand (mein momentaner Noch-Arbeitgeber) Mega Famil beschäftigt. Das ist eine Info-Reise, die wir für 27 unserer Overseas Agents aus UK, Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und den USA organisiert haben. Da hatten wir am Samstag Abend die offizielle Eröffnungszeremonie, zu der ich als Fotograf abgestellt wurde.


Ein 'Maori Welcome', ein paar kurze Reden und Drinks und Nibbles im Auckland Museum und anschließend zum Abendessen ins Rydges Hotel auf die Dachterrasse. War ein netter Abend und ich habe jetzt, kurz vor Schluss, ein paar Agents kennengelernt, mit denen ich Job-bedingt schon seit Jahren in E-Mail-Kontakt stehe. Für Sonntag hatte ich mich dann freiwillig gemeldet, eine Gruppe von 6 Agents auf verschiedenen Touren zu begleiten. Und weil das schon früh losging, durfte ich sogar im Rydges übernachten - A night away without being away :-)

Der Sonntag ging dann mit einem ordnungsgemäßen Hotel-Büffet-Frühstück los, bevor wir zu unserer ersten Tour, einer Stadtrundfahrt, abgeholt wurden. Es ist schon ein wenig seltsam, so etwas in der Stadt, in der man lebt, zu machen. Irgendwie kennt man schon alles, was der Fahrer erzählt, an manchen Stellen war ich sogar kurz davor, ihn zu korrigieren, wenn seine Infos (meines Wissens) nicht korrekt waren. Aber für die anderen in meiner Gruppe, die alle zum ersten Mal hier waren, war es interessant.

Danach ging es dann weiter mit einer Lunch Cruise mit der Pride of Auckland. Ne ordentlich steife Brise hatten wir und so konnte schön gesegelt werden. War richtig gut, besser als die Dinner Cruise, die Michi und ich neulich gemacht haben, da ging einfach zuviel Zeit für's Essen drauf und es wurde zu wenig gesegelt. Aber heute war das Segeln klasse und hat auch den Agents gut gefallen.

Anschließend dann der Bridge Climb. Den habe ich zwar schon in Sydney (und damit auch auf einer wesentlich imposanteren Brücke) gemacht, von daher hab ich mir nicht allzuviel davon versprochen, wurde aber eines Besseren belehrt. Es war sehr interessant, informativ und mit dem heftigen Wind (gut 25 Knoten) fühlten sich die 67 Meter auch gleich viel höher an, als sie wirklich sind... 




Und zusätzlich war es längst nicht so anstrengend wie in Sydney, weil der Höhenunterschied, den man bewältigen muss einfach nicht so groß ist. Guter Programmpunkt, und weiter zum Jet Boating...

Nachdem es hier in AKL noch nie einen Anbieter für Jet Boat-Touren gab, kamen vor gut 'nem Jahr 2 Leute auf die Idee, hier sowas aufzuziehen. Und seit Weihnachten 2010 gibt es nun auch 2 Anbieter, die in friedlicher Co-Existenz das selbe Produkt anbieten. Wir waren heute mit Auckland Jet Boat Tours unterwegs - und es war genau wie beim letzten Mal. 360°-Drehungen, abrupte Stopp-Manöver und viel G-Force. Und natürlich war ich mal wieder patschnass, weil ich ja immer in der ersten Reihe sitzen muss (ok, heute war ich ja quasi als Guide unterwegs, da macht man das halt so...)


Hat eigentlich allen gut gefallen - außer mir, ich bin nicht wirklich ein Jet Boat-Fan, ich mache halt lieber Sachen, zu denen ich auch meine Kamera mitnehmen kann... Danach war dann Schluss mit meinem Programm, ab nach Hause, Füsse hoch...

Das war ja jetzt ein ganz schöner Mammut-Eintrag, aber ich gelobe hiermit Besserung und werde versuchen, Euch in Zukunft wieder kleinere Häppchen zu servieren.  T°

Montag, 7. März 2011

Wellington, Homegrown & D.O.A

Am Wochenende waren wir mal wieder in Wellington, der Anlass war das alljährliche Homegrown Festival, bei dem auf 6 Bühnen 45 Kiwi-Bands/-DJs aufgetreten sind und das (wie jedes Jahr) mit knapp 17.000 Besuchern auch dieses Jahr wieder ausverkauft war.
Wer mich kennt, weiß, dass ich ja eigentlich kein Freund von solchen Massenveranstaltungen bin, aber da die 6 Bühnen über die gesamte Waterfront von WLG verteilt sind, verläuft sich das Ganze ein wenig und ich krieg' keine Zustände :-)


Mittags um eins ging's los, wir haben aber erst um kurz vor 2 mit MOTOCADE angefangen. Radiokompatibler Pop-Rock, nicht so meins... Wenn was von denen im Radio läuft, find ich's ganz ok, aber live brauch ich sie nicht wirklich. Und auf Dauer hat mich auch die Stimme des Sängers etwas genervt.

Danach mal wieder IVY LIES, die wir nun schon mehrfach gesehen und auch hier gefeatured haben. War ja mal 'ne reine Frauenband, die jetzt nach dem Ausstieg der Gitarristin allerdings einen jungen Mann an der Klampfe hat. Passt optisch zwar nicht so richtig rein, hat aber eine wesentlich bessere Bühnenpräsenz als seine Vorgängerin...

Und da wir ja langsam auch ins fortgeschrittene Alter kommen, haben wir die knapp einstündige Pause bis zur nächsten interessanten Band dazu genutzt in einem nahe gelegenen Luxushotel einen Kaffee trinken zu gehen. Wir sind halt Snobs... ;-)

Weiter ging's dann mit den CHECKS, die wir, obwohl sie auch aus Devonport stammen, noch nie gesehen haben. Musikalisch fand ich die bis jetzt am interessantesten, ihre Musik ist irgendwie sehr intensiv, nicht einfach runtergespielt, sondern "gearbeitet". Versteht jemand, was ich meine? Nein? Egal, ich fand sie cool...

Nun zur Abwechslung mal ein wenig Elektro-Pop-Musik, KIDS OF 88. Auch schon von mir hier gefeatured - und ich weiß immer noch nicht, warum ich sie mag. Es ist Pop, ja, aber irgendwie gute, catchige Song-Strukturen und Hooklines, die sich einfach ins Hirn brennen. Ich fand's gut, sie dort mal sehen zu können, auf ein Konzert, wo sie der Haupt-Act sind wäre ich wahrscheinlich nicht gegangen. Höhepunkt: Die 2 Damen um die 60 (eventuell die Omas der Kids of 88???), die bei 'My House' lauthals den Refrain (I like the feeling when you touch me Baby, it's not as good when I'm by myself....) mitgesungen haben... Großes Kino!

Danach dann ELEMENO P, die wahrscheinlich längste Praline äääääh, nee, die wahrscheinlich erfolgreichste aktuelle Kiwi-Rockband. Das letzte Mal haben wir sie vor zwei Jahren beim Homegrown gesehen, danach war Babypause, weil die Bassistin ihr zweites Kind bekommen hat. Einen neuen Gitarristen hatten sie auch, hat man aber nicht weiter gemerkt... War schön, sie wieder mal zu sehen - und für mich der Höhepunkt des diesjährigen Festivals.

Anschließend hab ich dann noch mit Michi gewartet bis die FEELERS angefangen haben, die sie sich gerne anschauen wollte - ich musste sie ab hier allerdings leider alleine lassen, denn ich habe mich auf eine kleine Zeitreise begeben - für mich ging's weiter mit


Ja, genau die... Die kanadischen Punkrock-Urgesteine! Na ja, genaugenommen ist Joey "Shithead" Keithley das Urgestein, die beiden anderen Bandmitglieder könnten auch gut seine Söhne sein. Also, dann hol ich ab hier mal ein bisschen aus...

Damals, 1984, waren D.O.A. die erste 'Ami-Hardcore'-Band, die ich live gesehen habe. Danach bestimmt noch ca. 10 Mal, das letzte Mal wohl in der Au, was aber bestimmt auch schon 12-15 Jahre her ist. Und dann sah ich das Plakat an einer Wand, sie kommen nach Auckland, yay! Leider aber an einem Wochenende, an dem ich eigentlich schon was vorhab... In AKL haben sie nämlich Freitagabend gespielt, als wir nach Wellington geflogen sind. Und Samstag, wenn sie in WLG spielen, bin ich ja auf dem Homegrown. Aber egal, aus Nostalgiegründen musste ich eben für 2 Konzerte am selben Tag Eintritt zahlen, ich hätte mich sonst echt geärgert, wenn ich nicht hingegangen wäre...

Und ich muss sagen, es hat sich gelohnt. Im Gegensatz zum Homegrown, wo das Durchschnittsalter bei gefühlten 17 lag, war ich hier nämlich genau im 'Age Brackett', sprich lauter so alte Säcke wie ich :-) Nach ca. 5 Liedern kam einer zu mir, legte mir die Hand auf die Schulter und fragte: Don't you too think that we're getting a bit too old for this shit? Ich grinste ihn an, nickte und weiter ging's im Mosh-Pit :-)

Sie haben übrigens fast alle meine Lieblingslieder gespielt, nur '13' hat gefehlt - und im Gegensatz zu so manch anderer Combo von 'damals' (Angry Samoans!) waren sie kein bisschen peinlich, sondern einfach nur Punkrock. Und das Joey mit fast 55 Jahren keine 2 Stunden mehr spielen kann/mag/muss, hab ich ihm überhaupt nicht krumm genommen.

Es war ein bisschen wie in einem Jungbrunnen, mit lauter Gleichaltrigen, und wenn sie nochmal kommen, geh' ich sicher wieder hin... T°


Freitag, 7. Januar 2011

Weihnachten in windy Wellington

Jetzt muss ich mich aber doch so langsam mal hinsetzen um ein wenig von unserem Besuch in der Hauptstadt zu berichten, nachdem schon vehement ein Post darüber gefordert wurde...

An Christmas Day (in D ist das der erste Weihnachtsfeiertag) sind wir gegen Mittag losgeflogen, nachdem wir am Abend vorher bei Karin, Robert und ihren Kindern zum Heiligabend-BBQ eingeladen waren.

Blick aus dem Flieger auf den Mt. Taranaki

Und gleich nach der Landung kam auch schon einer der Höhepunkte unseres WLG-Besuches: Wir haben uns ein Taxi genommen und sind damit zur nächsten 'Marina' gefahren - von wo aus wir dann von Ben & Cathy in die Stadt gesegelt wurden. Das war schon etwas ungewöhnlich, bis jetzt sind wir immer mit dem Auto abgeholt worden :-) Aber war schon recht cool, thanks, Ben!

Und wären wir in der 1. Nacht nicht im Novotel, sondern im Copthorne Oriental Bay abgestiegen, hätten wir von dort aus direkt einchecken können, denn das befindet sich unmittelbar hinter den hübschen bunten Bootsschuppen an der Oriental Parade.

Aber dort waren wir leider erst in der 2. Nacht... Vorher gab's allerdings erstmal ein Weihnachts-BBQ bei Conny& Olli in Eastbourne, auf der anderen Seite der Bucht, gegrillt haben wir ja nun wirklich schon lange nicht mehr :-) Und Conny & Olli waren es dann auch, die uns am nächsten Morgen zu einer Tour durch die Wairarapa und zum Cape Palliser abgeholt haben, in ihrem schicken 4WD. Erster Stopp: Das Lemon Squeeze Café in Petone, wo Conny und ich hervorragende Pfannkuchen gegessen haben, sehr zu empfehlen, falls Ihr mal in der Nähe seid...

Danach ging's weiter zur Putangirua Scenic Reserve, wo wir den Pinnacles Walk gemacht haben. Doof wie wir sind natürlich in der prallen Mittagssonne . Hätte man eigentlich auch später machen können. War aber ein toller Walk, mal so ganz ohne Nikau-Palmen und Baumfarne - eigentlich überhaupt nicht grün. Aber doch sehr lohnenswert. Die Pinnacles sind durch Erosion entstandene Felssäulen, sehr hoch und sehr beeindruckend. Hier wurden wohl auch Szenen für diesen Film mit dem Ring gedreht, Ihr wisst sicher, welchen ich meine, oder?

Dann ging es weiter ans Cape Palliser mit seinem geringelten Leuchtturm. Ansonsten sind die meisten hier nämlich einfach nur weiß. Und natürlich mussten wir dann da auch hoch, wegen der tollen Aussicht. Also 255 Stufen rauf & wieder runter, und das nachdem wir schon ca. 2 1/2 Std. an den Pinnacles rumgelatscht waren... Aber, die Aussicht war actually gut, und ja, es hat sich gelohnt. Dann nochmal zu kurz zu den Seehunden, die haben wir ja vor knapp 3 Jahren schon ausgiebig betrachtet und fotografiert, aber es ist immer wieder nett, nur knappe 10 Meter von kleinen Seehund-Welpen entfernt zu sein - bis auf den Gestank :-)


Und dann ging's auch schon wieder zurück in Richtung WLG, mit dem üblichen Stopp im Lake Ferry Hotel, wo wir dann gemeinsam mit krass gesichtstätowierten Mongrel Mob-Mitgliedern ein wohlverdientes Pils genossen haben. Naja, also, nicht direkt gemeinsam mit denen, sondern nur in deren Anwesenheit. Ich hab mich jedenfalls ein bisschen so gefühlt wie Stefan, als ich ihn letztens nach dem Fussball mit in die St. Tropez Bar genommen habe, ja nur keinen Blickkontakt herstellen... Auf dem Weg dorthin gab's noch ein wenig Off-Road-Feeling, als Olli mit uns durch einen reißenden Strom gefahren ist. Na gut, es war mehr eine Furt und das Wasser wohl kaum tiefer als 30 cm....

Dann aber ab nach Wellington, wir mussten ja schließlich noch zum..... Richtig: Barbeque! Diesmal bei Ben in der WG. Er war tagsüber nach 'kai moana' (maori für Seafood, also Meeresfrüchte, ital. Frutti di Mare) tauchen und so gab es Muscheln, Scallops und sogar 2 Langusten. Und natürlich noch den üblichen Kram, Fleisch, Würste, Gemüse, Sojawürste...! Lecker war's und im Anschluss hat sich daraus noch eine You Tube-Party entwickelt, wo jeder mal irgendwas Lustiges/Abgedrehtes/Schräges vorführen durfte. Ich habe natürlich mit "The fox has left his lair" geglänzt, was interessanterweise keiner der anwesenden Engländer kannte.

Danach Hotel & schlafen. Morgens Frühstück mit Cathy im Parade Café, nicht so gut wie am Tag zuvor, aber insgesamt ok. Im Anschluss ist unsere geplante LotR-Tour mit den Elben (?)-Ohren abgesagt worden, weil der Chef der Firma unsere Buchung verbummelt hatte und die Tour voll war. Also endlich mal ein bisschen Zeit für uns, yippieh! So konnten wir auch mal unser Zimmer im Museum Hotel, wohin wir inzwischen umgezogen waren, ausnutzen. Es war übrigens das schönste der 3 Hotels, mit Regenwalddusche & Pärchen-Badewanne (Abfluss in der Mitte, damit keiner draufsitzen muss...).

Abends ging's dann nach Zealandia, das ist eine Art Vogel-/Tierschutzgebiet am Rande der Stadt, daß über die letzten 11 Jahre von allen Schädlingen (Ratten, Marder, Wiesel, Igel, etc) befreit und mit einem für Tiere unüberwindbaren Zaun umzäunt wurde. Dort haben wir bei der Nacht-Tour zwar einige Kiwis gehört - aber leider keine gesehen :-( Es war aber trotzdem interessant, das neue Besucherzentrum ist sehr informativ und sehr schön geworden. Das Alte (damals noch unter dem Namen Karori Wildlife Sanctuary) war ja eher nicht soo toll...


Davor waren wir übrigens essen, bei KK's, heute mal kein BBQ! Und dann war's quasi auch schon rum, den letzten Tag haben wir uns dann noch in WLG rumgetrieben, unter anderem sind wir einmal (Ich übrigens tatsächlich das erste Mal!) um die Miramar-Halbinsel rumgefahren, da gab es sehr schöne Ecken, einen Leuchtturm und ein Memorial für William Fergusson Massey, den ersten Premierminister NZ's.

Abends noch ein bisschen in der Stadt fotografiert - und schon saßen wir wieder im Flieger nach Hause. Vier Tage können ganz schön schnell rumgehen, wenn man sie gut nutzt. Im März sind wir dann wieder dort - dann allerdings zum Homegrown-Festival und ansonsten ohne Programm...

Ach ja, warum wir so oft umgezogen sind wollt Ihr wissen? Ganz einfach, die 2. Nacht im selben Hotel muss man meistens zahlen ;-)