Dienstag, 22. März 2011

South Island Escape

So, wird ja nun langsam mal Zeit, dass ich Euch berichte, was wir auf der Südinsel so alles angestellt haben, los geht's!

Samstag sind wir nach Queenstown geflogen und haben uns dort mit Enno und Tanja getroffen, die gerade aus D hier sind. Die beiden hatten schon knapp 'ne Woche hinter sich und unter anderem Mt. Cook, Te Anau & Doubtful Sound abgeklappert. Und dann haben wir sie zufällig in Queenstwon getroffen! Gar nicht wahr, war alles so geplant :-)

Erstmal großes hallo, Bescherung (Wie sagte Enno so schön: Es geht doch nix über strahlende Kinderaugen!) mit Mitbringseln aus Deutschland & Bier trinken. Und Fergburger essen. Das ist ein schwer "angekulteter" Burgerladen in Queenstown mit wohl extrem guten Burgern - die vegetarischen waren allerdings "nur" gut...

Der nächsten Tag hieß dann für mich: Bettruhe. Ich hatte nämlich Fieber und konnte die anderen deswegen nicht beim 'Walter Peak Cycling' begleiten - worauf ich mich eigentlich sehr gefreut hatte. Michi, gibst Du mir grad mal ein, zwei Bilder vom Cycling rüber?



Danke! Über's Radeln wird Michi dann wohl noch was bloggen, ich war ja nicht dabei, sondern im Bett. Und ich kann Euch sagen, im Hotel krank sein ist noch weniger schön, als zuhause krank sein, und wenn's zehn mal das Crowne Plaza ist...

Montag hab ich mir morgens noch 'ne Ruhepause gegönnt - Michi hatte die Grippe mittlerweile auch erwischt - bevor ich dann mittags mit den beiden anderen mit der Seilbahn auf Bob's Peak gefahren bin. Erstmal lecker Mittagessen am Buffet und danach Lugen (sprich: luhschen - oder so ähnlich). Macht Spaß, vor allem der 'Advanced Track', auf den man erst nach einem Trainingsdurchgang auf dem 'Scenic Track' darf...

Danach dann weiter zum Ziptrek, ein Bild davon hab ich ja schon im Post 'Unterwegs' gepostet. War auch cool - obwohl ich bei 'Kopfüber' und 'Leap of Faith' (rückwärts fallen lassen) gekniffen habe. I'm fourty-x years old and I don't have to quest myself anymore... Die Company heißt übrigens nicht nur 'Ziptrek Eco Tours', sie tut auch wirklich viel für die Umwelt. Und um sie zu unterstützen, habe ich einen kleinen Kowhai gekauft, der hier auf dem Bild von einem freundlichen Ziptrek-Mitarbeiter für mich gepflanzt wird. Ich habe ihn Fridolin genannt. Den Baum.


Danach war das Programm für's erste beendet und Michi musste auch aus ihrem Tages-/Krankenzimmer raus, also ab in die Mietwagen und auf nach Wanaka, mit einem kurzen Fotostopp am berühmten (wofür eigentlich?) Cardrona Hotel.


In Wanaka gab's dann schon wieder Burger, diesmal beim Red Star - wo ich beim letzten Mal geschworen hätte, dass das die besten (vegetarischen) Burger Neuseelands, wenn nicht sogar auf der Welt wären. Diesmal waren sie allerdings nicht mehr so gut, klarer Sieg für Fergburger... Übernachtet haben wir in der Wanaka Springs Lodge, einem sehr schönen B&B, dass nach der auf dem Grundstück entspringenden Quelle benannt wurde. Mittlerweile ist allerdings durch den Neubau des Apartmenthauses der Grundwasserspiegel gesunken und das Wasser aus der Quelle sammelt sich jetzt dort in der Tiefgarage. Hat also so richtig keiner was davon...

Morgens sind wir dann nach Makarora weitergefahren, um dort die 'Siberia Experience' zu machen. Das hat jetzt nix mit Russland, Minusgraden & Arbeitslager zu tun, sondern ist eine Wanderung durch's Siberia Valley und am gleichnamigen Fluß entlang, bzw. hindurch. Dazu wird man mit einer Cessna ins Tal hineingeflogen, dann wandert man ca. 3 Stunden und am Ende wird man mit dem Jetboat abgeholt und wieder an den Ausgangspunkt zurückgebracht. War gut, auch wenn für meinen Geschmack das Stück durch's Tal hatte deutlich länger und das Stück durch den Bush kürzer hätten sein können/müssen. Aber das Leben ist halt kein Wunschkonzert...

Danach ging es dann gleich weiter nach Fox Glacier, ohne Programm, nur zum Übernachten. Davon dann aber ein andermal mehr... T°

Sonntag, 20. März 2011

Nachtrag zu "24 Stunden in Christchurch"

Während ich den Post unten geschrieben hab, gab's dann ein Nachbeben mit 5,1M. Das hat man dann gespürt, da waren wir ja dann quasi doch ganz schön dicht dran... Über neue Schäden weiß man noch nix, hoffentlich ist nicht noch mehr kaputt gegangen und es gab keine weiteren Toten/Verletzten. Hört das denn irgendwann nochmal auf??? T°

24 Stunden in Christchurch

Wir sind wieder zurück zu hause, nachdem wir die letzten 24 Stunden unseres Urlaubes in Christchurch verbracht haben. Während wir dort waren gab es 7 Nachbeben mit Stärken zwischen 2,2 und 3,5 - von denen wir allerdings nichts mitbekommen haben. Gott sei Dank...

Viel haben wir von CHC nicht gesehen, weil wir a) keine Katastrophen-Touristen sind und es b) den ganzen Tag geregnet hat. Wir haben uns dann aufgrund des Wetters entschieden, ins Kino zu gehen, um die Zeit bis zum Abflug zu überbrücken. Aber ein paar Bilder hab ich dann doch gemacht, um sie Euch hier zu zeigen...

Dieses Haus stand nur drei Häuser neben unserem Motel und ich hab zuerst nicht ganz verstanden, warum vor einem Holzhaus so viele Ziegelsteine liegen - bis ich gesehen habe, dass dies die Reste der linken Außenwand sind...


Ansonsten sah es in der Gegend, wo wir uns bewegt haben wesentlich besser aus, als ich mir das vorgestellt hatte, die meisten Häuser/Geschäfte hatten einen so genannten "Green Sticker", was bedeutet, dass sie (zumindest bis zur endgültigen statischen Untersuchung) als 'sicher' eingestuft worden sind.


An vielen Ecken (hier Bealey Avenue, die nördliche Begrenzung des immer noch abgesperrten und von Polizei & Militär bewachten Innenstadtbereiches) sah es allerdings auch so aus:


Dieses Haus hatte wohl einen roten Sticker und wurde deswegen aus Sicherheitsgründen abgerissen.

Insgesamt gibt es im Moment eigentlich nicht so wirklich einen Grund, nach CHC zu fahren. Unsere Gründe waren zum einen der TranzAlpine, mit dem wir von der Westküste angekommen sind und eine Fahrt im Heißluftballon - die dann allerdings auch dem Wetter zum Opfer gefallen ist... T°

Mittwoch, 16. März 2011

Unterwegs

Hi Ihr! Nur falls Ihr Euch wundert, warum Ihr zur Zeit nix von uns hört/lest, wir sind unterwegs. Auf der Südinsel. Und da ich im Moment keine Zeit für viele Worte habe, dachte ich mir, ich lasse einfach Bilder sprechen. Das hier haben wir in den letzten Tagen so gemacht/gesehen:

Michi am Ufer des Lake Wakatipu in Queenstown


Die TSS Earnslaw - "the Lady of the Lake"


Enno und ich im Dux de Lux Queenstown bei einer Tasse Tee





"The Tree" im Lake Wanaka



Michi im Siberia River während der "Siberia Experience"



Eine Steinpyramide irgendwo an der Westcoast zwischen Haast & Fox Glacier



Nein, heute gehen wir nicht mehr auf den Berg!



Lake Matheson



In der Gletscherhöhle

Montag, 7. März 2011

Wellington, Homegrown & D.O.A

Am Wochenende waren wir mal wieder in Wellington, der Anlass war das alljährliche Homegrown Festival, bei dem auf 6 Bühnen 45 Kiwi-Bands/-DJs aufgetreten sind und das (wie jedes Jahr) mit knapp 17.000 Besuchern auch dieses Jahr wieder ausverkauft war.
Wer mich kennt, weiß, dass ich ja eigentlich kein Freund von solchen Massenveranstaltungen bin, aber da die 6 Bühnen über die gesamte Waterfront von WLG verteilt sind, verläuft sich das Ganze ein wenig und ich krieg' keine Zustände :-)


Mittags um eins ging's los, wir haben aber erst um kurz vor 2 mit MOTOCADE angefangen. Radiokompatibler Pop-Rock, nicht so meins... Wenn was von denen im Radio läuft, find ich's ganz ok, aber live brauch ich sie nicht wirklich. Und auf Dauer hat mich auch die Stimme des Sängers etwas genervt.

Danach mal wieder IVY LIES, die wir nun schon mehrfach gesehen und auch hier gefeatured haben. War ja mal 'ne reine Frauenband, die jetzt nach dem Ausstieg der Gitarristin allerdings einen jungen Mann an der Klampfe hat. Passt optisch zwar nicht so richtig rein, hat aber eine wesentlich bessere Bühnenpräsenz als seine Vorgängerin...

Und da wir ja langsam auch ins fortgeschrittene Alter kommen, haben wir die knapp einstündige Pause bis zur nächsten interessanten Band dazu genutzt in einem nahe gelegenen Luxushotel einen Kaffee trinken zu gehen. Wir sind halt Snobs... ;-)

Weiter ging's dann mit den CHECKS, die wir, obwohl sie auch aus Devonport stammen, noch nie gesehen haben. Musikalisch fand ich die bis jetzt am interessantesten, ihre Musik ist irgendwie sehr intensiv, nicht einfach runtergespielt, sondern "gearbeitet". Versteht jemand, was ich meine? Nein? Egal, ich fand sie cool...

Nun zur Abwechslung mal ein wenig Elektro-Pop-Musik, KIDS OF 88. Auch schon von mir hier gefeatured - und ich weiß immer noch nicht, warum ich sie mag. Es ist Pop, ja, aber irgendwie gute, catchige Song-Strukturen und Hooklines, die sich einfach ins Hirn brennen. Ich fand's gut, sie dort mal sehen zu können, auf ein Konzert, wo sie der Haupt-Act sind wäre ich wahrscheinlich nicht gegangen. Höhepunkt: Die 2 Damen um die 60 (eventuell die Omas der Kids of 88???), die bei 'My House' lauthals den Refrain (I like the feeling when you touch me Baby, it's not as good when I'm by myself....) mitgesungen haben... Großes Kino!

Danach dann ELEMENO P, die wahrscheinlich längste Praline äääääh, nee, die wahrscheinlich erfolgreichste aktuelle Kiwi-Rockband. Das letzte Mal haben wir sie vor zwei Jahren beim Homegrown gesehen, danach war Babypause, weil die Bassistin ihr zweites Kind bekommen hat. Einen neuen Gitarristen hatten sie auch, hat man aber nicht weiter gemerkt... War schön, sie wieder mal zu sehen - und für mich der Höhepunkt des diesjährigen Festivals.

Anschließend hab ich dann noch mit Michi gewartet bis die FEELERS angefangen haben, die sie sich gerne anschauen wollte - ich musste sie ab hier allerdings leider alleine lassen, denn ich habe mich auf eine kleine Zeitreise begeben - für mich ging's weiter mit


Ja, genau die... Die kanadischen Punkrock-Urgesteine! Na ja, genaugenommen ist Joey "Shithead" Keithley das Urgestein, die beiden anderen Bandmitglieder könnten auch gut seine Söhne sein. Also, dann hol ich ab hier mal ein bisschen aus...

Damals, 1984, waren D.O.A. die erste 'Ami-Hardcore'-Band, die ich live gesehen habe. Danach bestimmt noch ca. 10 Mal, das letzte Mal wohl in der Au, was aber bestimmt auch schon 12-15 Jahre her ist. Und dann sah ich das Plakat an einer Wand, sie kommen nach Auckland, yay! Leider aber an einem Wochenende, an dem ich eigentlich schon was vorhab... In AKL haben sie nämlich Freitagabend gespielt, als wir nach Wellington geflogen sind. Und Samstag, wenn sie in WLG spielen, bin ich ja auf dem Homegrown. Aber egal, aus Nostalgiegründen musste ich eben für 2 Konzerte am selben Tag Eintritt zahlen, ich hätte mich sonst echt geärgert, wenn ich nicht hingegangen wäre...

Und ich muss sagen, es hat sich gelohnt. Im Gegensatz zum Homegrown, wo das Durchschnittsalter bei gefühlten 17 lag, war ich hier nämlich genau im 'Age Brackett', sprich lauter so alte Säcke wie ich :-) Nach ca. 5 Liedern kam einer zu mir, legte mir die Hand auf die Schulter und fragte: Don't you too think that we're getting a bit too old for this shit? Ich grinste ihn an, nickte und weiter ging's im Mosh-Pit :-)

Sie haben übrigens fast alle meine Lieblingslieder gespielt, nur '13' hat gefehlt - und im Gegensatz zu so manch anderer Combo von 'damals' (Angry Samoans!) waren sie kein bisschen peinlich, sondern einfach nur Punkrock. Und das Joey mit fast 55 Jahren keine 2 Stunden mehr spielen kann/mag/muss, hab ich ihm überhaupt nicht krumm genommen.

Es war ein bisschen wie in einem Jungbrunnen, mit lauter Gleichaltrigen, und wenn sie nochmal kommen, geh' ich sicher wieder hin... T°


Freitag, 4. März 2011

Millennium-Trilogie

Hallo Ihr alle da draußen! Wir haben uns ja mit unserem Online-Videorekorder die letzten Wochen über immer die Millennium-Trilogie von Stieg Larsson aufgenommen. 5 mal. Richtig, nur 5 mal. Beim letzten Teil hat dieses vermaledeite Drecksding es einfach nicht aufgenommen. Aaaaaaah!!! Und jetzt fehlt uns der Schluß!

Falls also eine/r von Euch den 2. Teil von Vergebung auf Video/DVD/sonstwie hat und uns davon eine Kopie zukommen oder das Ganze als .wmv oder so irgendwo zum Download hinstellen könnte, das wäre großartig! Hab keine Lust, wg. einem Teil mein Geld im ZDF Online-Shop zu lassen und viel für Porto zu zahlen und lange drauf zu warten.

Kann uns da wer helfen???? Danke schön!

Montag, 28. Februar 2011

Und immer noch zum Erdbeben

Auf der Seite vom NZ Herald gibt's 'ne Bilder-Galerie, die das ganze Elend recht gut wiedergibt. Falls sich also jemand von Euch ein Bild machen möchte, wie's in Christchurch grade aussieht, bitte schön...

Sonntag, 27. Februar 2011

... noch zu "Christchurch"

Es gibt da eine sehr interessante Website zum Beben in CHC. Das Beben ist in diesem Fall das mit der Stärke 7,1 vom 04 September letzten Jahres, das von letzter Woche zählt nur als Nachbeben - es hatte aber auch nur eine Stärke von 6,3.
Auf Christchurch Quake Map werden alle Beben seit dem 04 September graphisch dargestellt, und das sind zur Zeit 5141 Stück. Dort kann man sich ganz gut anschauen, wie und wo es seitdem wie heftig gebebt hat - und auch, dass die Gegend quasi kaum zur Ruhe kommt.

Die Auswirkungen sind jedenfalls verheerend, in allen Belangen. Die Innenstadt wird zu einem großen Teil abgerissen werden müssen, der Tourismus (einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren hier) ist derbe betroffen und was mit den für CHC geplanten Rugby World Cup-Spielen werden soll, weiß auch noch niemand. Von den vielen Existenzen, die auf der Strecke bleiben & Menschen, die alles verloren haben, will ich jetzt hier gar nicht anfangen. Es wird noch lange Zeit sehr schwer für alle sein... T°

Samstag, 26. Februar 2011

Christchurch

Wir sind 1089 km von Christchurch entfernt, es muss sich also keiner Sorgen machen, dass wir was von dem Erdbeben ab- oder mitbekommen haben.

Es ist wirklich dramatisch, und man kann sich selber nicht vorstellen, was das für die Leute bedeutet und wieviele Einzelschicksale dahinterstecken.

Thomas und ich sind seit Dienstag mittag im Büro im Vollstress unsere Kunden umzubuchen und alle, die ich am Telefon hatte, sind mehr als dankbar. Aber was ist schon unser Stress im Vergleich zu dem, was die Menschen vor Ort gerade durchmachen - jeder hat seinen eigenen persönlichen Verlust.

Positiv ist es, zu sehen, wie Neuseeland als Nation zusammenhaelt. Das Land ist so klein, dass jeder jeden irgendwie über 3 Ecken kennt. Auch wenn manche Nachrichten auch schon menschlich enttöuschend sind, dass man jemanden das Haus ausröumt, waehrend die Familie im Stadtzentrum vor einem Haus steht, wo nach ein Familienmitglied gefangen ist.

Wir sind am 19.03. eigentlich auch für eine Nacht in Christchurch , mal seh'n, was bis dahin noch so alles passiert.

Take care, Mic

Sonntag, 20. Februar 2011

Hamilton Gardens

Wir wollten ja eigentlich schon lange mal nach Hamilton fahren, um und die dortigen Hamilton Gardens anzuschauen. Und nachdem Karin uns letzte Woche erzählt hat, dass man 30 km weiter südlich bei Blueberry Country für nur $8.50 pro Kilo Blaubeeren pflücken kann (und dabei so viel essen darf, wie man möchte...), dachten wir uns, warum nicht am Sonntag? Gesagt, getan, morgens um neun los - ist ja schließlich ein Stück zu fahren...

Das Wetter sah bei der Anfahrt auf Hamilton noch nicht wirklich gut aus, deshalb sind wir gleich nach Ohaupo zu den Blueberries weitergefahren, von wegen dann ist es im Feld auch noch nicht so heiß und so...




(I've already made my pick...)

Wir haben dann 'ne Stunde oder anderthalb gepflückt und gegessen, dann waren unsere Tupperdosen voll. Also zahlen und weiterfahren. Aber wohin nur? Der weltberühmte 'Toothbrush Fence' ist doch hier ganz in der Nähe, oder?


Richtig! Wir haben ihn letztes Jahr auf dem Rückweg von Waitomo schon mal gesucht - aber nicht gefunden, weil es damals schon recht spät war und es schon langsam dunkel wurde. Aber erst mal zur Erklärung, der Toothbrush Fence ist ein mit benutzten Zahnbürsten (von teils berühmten Persönlichkeiten wie der früheren Premierministerin Helen Clark oder Brett & Jemaine vom Comedy-Duo 'Flight of the Conchords) behängter Weidezaun in Te Pahu, 25 km vom Blueberry Orchard entfernt. Quasi weltweite Bekanntheit erlangte der Zaun über Nacht, als er in einer Folge der Comedy-Serie 'Flight of the Conchords' als Sehenswürdigkeit auf eine Stufe mit Australiens Uluru/Ayers Rock gestellt wurde. Wir also dahin - und ich hatte keine Zahnbürste dabei, war ja nur ein Tagesausflug... Aber, wir haben ihn jetzt mal gesehen und man kann seine gebrauchten Bürsten auch per Post an den am Zaun aufgehängten Eimer schicken, sie werden ganz sicher zugestellt. Vielleicht mache ich das noch...



Nachdem wir den Zaun aus allen Winkeln fotografiert hatten, schauten wir kurz in die Karte, um festzustellen, dass ja das neuseeländische Surfer-Mekka Raglan gar nicht sooo weit weg ist, und Michi wollte ja schon immer mal da hin. Und da kriegen wir - im Gegensatz zu Te Pahu - auch was zum Mittag, die Mägen knurrten uns nämlich schon ein wenig :-)


Also haben wir in Raglan erstmal was gegessen und uns ein wenig den Ort angesehen, war nett, aber nicht spektakulär. Und von den 'summer regulars' Ben Harper und Jack Johnson (ja genau, der J.J.!) war auch nix zu sehen... Bei einem kurzen Abstecher in die Touri-Information, um herauszufinden, was in und um Raglan sehenswert ist, wurden uns die Bridal Veil Falls ans Herz gelegt, ein Must-Do!. Die liegen aber sowieso mehr oder weniger auf dem Weg nach Hamilton, dann schauen wir doch auch dort noch vorbei, oder?

Und das hat sich gelohnt, war es doch der (bis jetzt) schönste Wasserfall, den ich hier in NZ gesehen habe... 55m hoch, 4 Viewing Platforms, leider durfte man im Pool allerdings nicht schwimmen, das wäre sonst eine willkommene Erfrischung gewesen, bevor wir wieder die 265 Stufen hoch mussten, die wir vorher schon runtergeklettert sind. Nachdem ich mir allerdings eben die Fotos, auf denen der Pool in der Draufsicht zu sehen ist, angeschaut habe, muss ich sagen, dass das Wasser nicht wirklich verlockend aussieht... Aber sonst - einfach ein toller Wasserfall und die Gischt hat auch ein wenig erfrischt.


Mittlerweile war es 18:00h und wir mussten uns langsam auf den Rückweg machen, es sind immerhin noch gute 150 km bis Auckland. Die haben wir dann zum größten Teil auf kleinen Nebenstraßen hinter uns gebracht und waren dann endlich um 1/2 9 wieder zuhause. Es war ein langer, aber auch sehr schöner Tag mit lauter neuen Sachen und Orten. Aber, ist Euch was aufgefallen? Dieser Post hat die Überschrift 'Hamilton Gardens' - und wir waren überall, nur nicht in Hamilton. Sowas passiert halt, wenn man sich einfach mal treiben lässt, wir fahren bestimmt ein andermal hin - wenn nicht wieder alles ganz anders kommt... :-)

Arty Farty

Am vorletzten Tag der Ausstellung "Headland - Sculpture on the Gulf Waiheke Island" haben wir es dann doch endlich geschafft hinzugehen. Die Ausstellung ging 3 Wochen, und ich fand sie vor 2 Jahren schon so toll, dass ich unbedingt nochmal hinwollte. Verschiedene Kunstwerke sind auf Waiheke Island entlang des 2.5 km langen Coastal Walkway ausgestellt, und bei dem tollen Wetter waren natuerlich dementsprechend einige Leute unterwegs.
Die Faehrueberfahrt dauert von Auckland nur ca. 30 Minuten und die Ausstellung beginnt fast direkt dort, wo die Faehre anlegt. Bei gefuehlten 30 Grad (reell aber sicher auch wirklich 26 Grad) haben wir uns die wohl landschaftlich reizvollste Kunstausstellung der Welt angeschaut. Hier ein paar Eindruecke:



Anlaesslich der Auckland Cup Week waren bei uns in Devonport vor dem ferry terminal und sogar auf der Faehre lustige Hottepferde aufgebaut.


Zusaetzlich war noch Food & Wine Festival in Devonport, aber uns war nicht nach Betrunkensein um 11.30 Uhr (Thomas vorallem nicht mit Wein).

Hier nun aber Waiheke Island:



lustiger Moa



Die Mengen stroemen beschirmt entlang


we are family

wo bitte geht es zur Mona Lisa?

schoener Blick auf Rangitoto Island und die City


mein Lieblingsstueck - ein 74er Jaguar. Am Anfang hatte Thomas Mitleid mit dem Auto bzw. fand es unerhoert, so ein tolles Auto zu zerstueckeln, aber dann fand er es auch cool.




Kaffeeepause





Rettungsringe in Seenot



Am Abend haben wir uns dann noch mit Kornelia und Juergen getroffen, die ein paar Wochen Urlaub hier machen werden und am Nachmittag erst gelandet sind. Beide sind danach noch zum Lantern Festival gegangen, wo wir letztes Jahr auch waren. Bei diesem Ueberangebot an Events muss man sich schon entscheiden, was man alles mitmacht und abends hatten wir dann keine Lust mehr.

Demnach Goodbye im Zeichen des Rabbit, Mic

Up in the sky - 5 Deutsche verteilt in der Luft

Man kann nicht nur aneinander vorbeireden, sondern auch fliegen.

Am 04.03. fliegen wir uebers Wochenende nach Wellington zum homegrown, wo wir bereits vor 2 Jahren waren.

Geballter Kiwi Bands-Aufmarsch an der Waterfront (we will miss ya, Cathy!!)

Wir fliegen am 06.03. von Wellington nach Auckland zurueck, und zwar um 14.05. Uhr, waehrend Cathy um 14.00 Uhr landen wird.

In der Zwischenzeit sind Enno und Tanja auf dem Weg nach Christchurch, wo sie um 15.15 Uhr landen werden.

Wir werden nach euch Ausschau halten und denken an dich, Cathy

All the best, Michi


Waitakere Sounds


Im Sommer gibt es wieder einige Umsonst-und-Draussen Konzerte von Kiwi Bands, die eigentlich schon durchaus bekannt hier sind und trotzdem gerne mal eine kleine Bühne im Grünen rocken wollen.

Wir waren bei Waitakere Sounds in Henderson, wo Ivy Lies, Earlybird und Autozamm gespielt haben, alle sehr gut.

Und wen haben wir da getroffen - Babsies Cousin :-)

Baba, ich muss sagen, die Ähnlichkeit ist wirklich verblüffend und dann auch noch die Namensgleichheit…

Mic

Donnerstag, 17. Februar 2011

Ports of Auckland

Alle zwei Wochen, immer dienstags, wird von 360 Discovery Cruises eine von 'Ports of Auckland' gesponserte Hafenrundfahrt angeboten. Ist nix wirklich Aufregendes, nur 'ne Stunde gemütlich durch den Hafen schippern, vorbei an großen Schiffen, unter den Ladekränen durch und 'nen Kommentar gibt's auch dazu. Der Kommentar ist recht interessant und geht von der Entstehung des Hafens bis hin zu einer Menge Zahlen, was hier wie oft und warum umgeschlagen wird. Das Ganze hat eher einen 'bildungeserzieherischen' (mir ist kein besseres Wort für 'educational' eingefallen und das hat mir leo.org angeboten) als Ausflugs-Charakter - und dementsprechend wird das Angebot von Schulklassen aller Alterstufen genutzt.

Diese Woche hab ich meinen freien Montag (nein, ich habe nicht immer montags frei, nur wenn ich samstags gearbeitet habe...) mal auf Dienstag gelegt, um mir das mal anzuschauen. Und Karin war auch mit, damit ich nicht alleine fahren muss :-)

Diese 'Nadel' ist mir noch NIE aufgefallen, und das, obwohl ich seit 2 1/2 Jahren 2 x täglich in die Stadt bzw. wieder zurück mit der Fähre übersetze...

Die Tour beginnt am Ferry Building und geht erstmal raus zum Handelshafen, von wo aus man ein paar sehr interessante Blickwinkel auf die Skyline und den Skytower hat, die man sonst nirgends findet. Also vor allem für Fotografen sehr interessant. Da sieht man dann mal aus der Nähe, wie die Container (laut Kommentar ist das Standardmaß 40 Fuß, also gut 12 Meter) auf Schiffe gesetzt oder von Schiffen runtergehoben werden und vor allem, wie groß diese Kräne eigentlich sind - deren Höhe entspricht einem 26-stöckigen Haus...


Die 'Sheds', alte Lagerschuppen vor moderner Skyline

Dann geht's wieder zurück in Richtung Ferry Building, vorbei an den eventuell an der Queen's oder Princes Wharf liegenden Kreuzfahrtschiffen und unter der Harbour Bridge durch, immer mit schönen Skyline-Views.

Und gegen Ende der Tour fährt man dann noch durch die Westhaven Marina und das Viaduct Basin, von wo aus man sich noch ein paar Yachten anschauen kann, die man sich nie im Leben wird leisten können...

Alles in allem eine sehr kurzweilige Stunde, preiswert obendrein und dann auch noch lehrreich! Was könnte man denn noch mehr wollen? Vielleicht das richtige Wetter, denn am Dienstag war es total bewölkt, weshalb ich meine hier eingestellten Bilder auch maximal als 'Sicherheits-Bilder' bezeichnen würde... Aber was soll's, ich mach die Tour einfach nochmal! Kost ja nix! Wenn Ihr hier lebt und dienstags nix vorhabt, macht sie ruhig auch mal. Und wenn Ihr uns besuchen kommt, wisst Ihr jetzt ja schon, was man hier dienstags so machen kann :-) Enno & Tanja, Ihr seit übrigens schon angemeldet...

Ja, auch Deutschland muss dann & wann mal gestrichen werden... :-)

Samstag, 5. Februar 2011

Für Silke - I wear my sunflowers at night




Silke und ich sind ja jetzt schon alt und erwachsen und gehen nicht mehr auf wilde Partys, sondern haben jetzt Spass am Gärtnern (ja, da gibt es auch ein Buch drüber, Uncool von Dan Zevin)

Leider sind wir beide noch keine Spezialisten. Silke hat ihre Sonnenblumen an den Zaun gepflanzt, um ihn zu überdecken. Aber, wie man am italienischen Wort für Sonnenblume erkennen kann, wenden sich diese zur Sonne hin - und die ist anscheinend auf der anderen Seite des Zauns... Also schaut Silke jetzt schoen auf die Rückseite der Blüten.

Ich habe mittlerweile gelernt, dass man den Sonnenblumenkern dort aussäen soll, wo die Pflanze nachher auch stehen soll, aber leider habe ich sie in Minitöpfe gesät und später teilweise umgetopft, sodass ich nun Sonnenblumen in drei verschiedenen Grössen habe. Aber wir lernen gerne dazu...

Falls jemand von Euch auch schon alt und uncool ist, wir nehmen gerne Eure Tipps entgegen...
Mic