Als wir in Christchurch ankamen fand dort zufällig das größte Bierfestival der Südinsel - wenn nicht sogar das größte Neuseelands - statt. Na ja, wenn ich ehrlich sein soll, war es nicht so ganz zufällig, vielmehr habe ich darauf bestanden, unseren Trip um das Bierfest herumzuplanen. Aber nicht wegen dem Bier, sondern wegen der Musik.![]()
Das Fest selber war vom Prinzip her genauso, wie das in Auckland, bei dem ich vor drei Jahren war. Man zahlt Eintritt, bekommt einen Plastikbecher und geht von Brauereistand zu Brauereistand, um dort gegen Bezahlung unterschiedliche Biere zu verkosten. Dazu waren 45 neuseeländische Brauereien angetreten, zu Trinken gab's also genug. Fressstände aber auch. Und eine Bühne mit Live-Musik.Da Michi ja nun überhaupt kein Bier trinkt haben wir für sie das preiswerteste Ticket ('Designated Driver' - eigentlich für den armen Kerl, der seine rotzvollen Mates nach hause fahren muss...) gekauft, während ich mir das 'Hoptimized'-Ticket gegönnt habe, bei dem zehn Tastings a 0,1 l schon im Preis inbegriffen sind.Das Ganze fand bei herrlichstem Wetter - um die 28 Grad, strahlender Sonnenschein und blauer Himmel - als Open-Air-Veranstaltung statt -und zwar ab elf Uhr morgens... Da das noch nicht meine bevorzugte Zeit für den Genuß von Bier oder anderen Alkoholika ist, sind wir aber erst so um vier hingegangen, was ja immer noch recht früh ist...Ich habe mich dann langsam durch die Welt der Kiwi-Micro-Breweries probiert, bis der Zeitpunkt gekommen war, sich den wirklich wichtigen Dingen zuzuwenden: SUPERGROOVE. Mit ihrer großartigen Mischung aus Rock, Funk und Hip-Hop sind sie in meinen Augen die beste Band, die jemals aus NZ kam. Ich habe sie schon 1993 bei einem fantastischen Konzert in der Batschkapp in Frankfurt erleben dürfen - und seit dem liebe ich sie. Dann kam allerdings auch die erste Enttäuschung des Tages. Aufgrund einer Terminüberschneidung sind sie ohne Che Fu, ihren niueanischen Sänger, der hauptsächlich für die langsameren, melodischeren Parts zuständig ist, angereist. Der hatte (als Solo-Künstler) nämlich anderswo einen Auftritt. Blöd. Man muss aber fairerweise dazusagen, dass es SG faktisch als Band seit mehreren Jahren nicht mehr gibt, sie treten nur noch zwei, drei Mal im Jahr bei irgendwelchen Festivals oder so auf. Da kommt sowas dann wohl schon mal vor. Aber, Che Fu hat einen seiner Musiker-Freunde, King Kapisi, geschickt, um sich vertreten zu lassen. Der arme Kerl hatte ganze drei Tage, um alle seine Gesangsparts zu lernen und hat seine Sache recht gut gemacht. Und die Band hat gerockt wie immer. Auch 20 Jahre, nachdem ich sie das erste Mal gesehen habe. Es war toll, Supergroove noch ein letztes Mal gesehen zu haben. Ein weiteres unsrer 'letzten Male', viele werden ja nun wohl nicht mehr kommen... Die zweite Enttäuschung des Tages folgte unmittelbar nach dem Supergroove-Auftritt - es gab kein Bier mehr! Nicht, dass es alle gewesen wäre oder so. Nein, es war eine Auflage des Veranstalters, dass ab halb sieben kein Bier mehr ausgeschenkt werden darf! Supergroove haben um 20 nach sechs angefangen zu spielen - und während sie auf der Bühne waren wurden heimlich, still und leise die Zapfhähne abgeschraubt. Und ich war mal wieder der Depp, der noch zwei Bier-Coupons in der Tasche hatte, für die ich zwar bezahlt aber dann doch kein Bier bekommen habe. Ging es mir beim letzten Mal in Auckland nicht schon so ähnlich? History repeating... Mein Fazit: 'Kennste eins, kennste alle' - was Bierfestivals angeht. Wenn's um kleine Speciality-Brauereien geht - mir sind die meisten Biere zu speziell, ein gutes Bier 'von der Stange' ist eher meins. Und was Supergroove angeht - Keep on Rockin', am besten in vollständiger Besetzung. Und ab Mitte Mai auch gerne nochmal in Deutschland. (Ich weiß, dass das sicher nicht passieren wird...) T°
Donnerstag, 28. Februar 2013
The Great Kiwi Beer Festival 2013
Sonntag, 20. März 2011
Nachtrag zu "24 Stunden in Christchurch"
24 Stunden in Christchurch




Montag, 28. Februar 2011
Und immer noch zum Erdbeben
Sonntag, 27. Februar 2011
... noch zu "Christchurch"
Samstag, 26. Februar 2011
Christchurch
Montag, 3. August 2009
Christchurch & Umgebung II
Also, Sonntag abend zurück vom Mt. Cook, Abendessen, früh ins Bett. Am Montagmorgen dann den Leihwagen abgeholt und los ging’s, nach Akaroa. Das ist ein kleiner Ort auf der Banks Peninsula mit einem schönen Naturhafen. War ursprünglich mal eine französische Ansiedlung, was sich auch heute noch (wenn auch fast nur noch an den Straßennamen) bemerkbar macht. Insgesamt gibt es glaub ich keine bessere Beschreibung für Akaroa als "niedlich".
Der Naturhafen wird unter anderem für ‚Swimming with Dolphins’-Touren genutzt, und unter anderem deswegen waren wir hier.
Das besondere an den Delphinen (alte Rechtschreibung, vorsätzlich!) hier ist, daß es sich um Hector-Delfine handelt, die kleinste & seltenste Delphin-Art, leicht zu erkennen an der abgerundeten Rückenflosse. Wenn man denn mal einen sieht :-)
Hier könnt Ihr übrigens mein am besten gelungenes Delphin-Foto von unserer Tour bewundern:
Naja, Spaß hat’s auf jeden Fall gemacht, auch wenn es mit ’nem Trockie wesentlich kuscheliger & mit ein paar mehr Delfinen spannender gewesen wäre.
Ein Tram Car-Dinner! Ja, genau, ein Abendessen in einer fahrenden Strassenbahn, also irgendwie so ähnlich wie der Ebbelwoi-Express. Allerdings mit livriertem Kellner und 4-Gänge Menü... Das Essen war sehr gut, die Atmosphäre in der ollen Tram sehr gemütlich, einziger Wehrmutstropfen: Das gesamte Straßenbahn-Schienennetz von Christchurch ist 2 km lang :-)
Man fährt also immer im Kreis, und das nicht mal durch die interessanteren Straßen, wo ein bißchen Leben ist. Aber die Tram muß ja leider auf den Schienen bleiben...
Für Dienstag Morgen war dann Wecker auf 05:00h stellen angesagt, da wir ja eine Ballonfahrt über die Canterbury Plains machen wollten. Am Wort ’wollten’ kann der geübte Leser allerdings schon erkennen, daß es beim wollen geblieben ist. Leider war uns der Wettergott nicht wohlgesonnen & eine Stimme auf dem Anrufbeantworter von ’Up up and Away Ballooning’ teilte mir mit, daß der heutige Flug leider abgesagt werden muss. Schade, denn es war unser letzter Tag in Christchurch, was ein verschieben des Fluges auf den nächsten Tag unmöglich machte. Also wieder ab in die Koje und doch endlich mal ausschlafen!
Auf dem Weg zum Flughafen haben wir uns dann noch das International Antarctic Centre angeschaut, die Höhepunkte hier waren ganz klar die Hägglund Ride und die Pinguin-Backstage-Tour, mit anfassen!


Ansonsten ist der Schneesturm-Raum mit Temperaturen um den Gefrierpunkt und dem antarktischen Sturm mit Windchill-Faktor was-weiß-ich eher was für Touris aus Indien oder anderen Ländern, wo man nicht so häufig Schnee hat.
Und nachdem wir dann mit 1 ½ Std. Verspätung (Jet Star...) aus Christchurch abgeflogen sind, waren wir auch bald schon bei uns Zuhause, um mit der Zicke ihren letzten Abend in Neuseeland bei einem leckeren VB (was das ist verrat ich nicht, Australienkenner wissen es sowieso...) zu verbringen. T°





