





Wellington - In Zeiten der Krise ist Kreativität gefragt. Um auf unkonventionelle Weise zu mehr Geld zu kommen, erzählte die Neuseeländerin Avie Woodbury folgende Geschichte: In den zwanziger Jahren lebten ein alter Mann und ein kleines Mädchen in dem Haus, dass heute der Dame selbst gehört. Das ungleiche Paar verstarb und geisterte fürderhin durch das Gebäude. Um dem Treiben ein Ende zu bereiten, habe sie sich entschlossen, die Geister einzufangen und in zwei Glasfläschchen zu sperren, erklärte Woodbury.
Jetzt will die umtriebige Australierin ihren Schatz an den Meistbietenden verkaufen - nicht ohne die Fläschchen zuvor in Heiliges Wasser zu tauchen, um die Energie der Geister einzudämmen, wie sie versicherte.
Die Auktion endete am Montagabend Ortszeit mit einem Höchstgebot von 2830 Neuseeländischen Dollar (rund 1445 Euro). Die Auktion der Geister verzeichnete mehr als 214.000 Seitenaufrufe, es gab Dutzende Nachfragen während der Auktion auf der Website Trademe.
Doch nichts ist umsonst: Woodbury erklärte, sie habe von ihrem Gewinn noch eine Gebühr für "die Geisteraustreibung" abziehen müssen. Der Rest des Geldes soll aber für einen guten Zweck verwendet und der Tierschutzgruppe Society for the Prevention of Cruelty to Animals übergeben werden.
Heute mag ich Euch nicht mit unserem x-ten Besuch in Rotorua langweilen, sondern möchte Euch statt dessen lieber einen kleinen Aufsatz über das Städtchen Tirau schreiben.
Wir sind dort schon oft durchgefahren, es liegt halt am State Highway No. 1 zwischen Rotorua und Cambridge, der wichtigsten (einzigen?) Nord-Süd-Verbindung auf der Nordinsel. Bekannt ist der Ort dafür, daß die dortige i-Site (das Touri-Informations-Center) in einem Wellblechbau in Form eines Hundes untergebracht ist.

Auch die öffentlichen Örtlichkeiten befinden sich dort, weshalb der Hund als Anlaufstelle sowohl bei Kiwis als auch bei Touris sehr beliebt ist. Beim Durchfahren ist mir allerdings schon öfter aufgefallen, daß es dort noch mehr Tiere gibt.
Heute haben wir dort zum ersten Mal angehalten, vom Hunger geplagt - aber auch, um uns endlich mal in Ruhe den Hund anschauen zu können. Und siehe da, direkt daneben liegt ein Schaf! Natürlich aus Wellblech... (falls Eine/r von Euch mal das englische Wort für Wellblech benötigt, es heißt "corrugated galvanised iron"). Im Schaf befindet sich übrigens ein Souvenirgeschäft...

Und neben dem Schaf war eine Autowerkstatt - auch mit einem Wellblech-Schild!

Aber halt, da ist ja gar kein Tier drauf! Es scheint also auch ohne Tier zu gehen, obwohl die meisten Ladenbesitzer auf Tiere als Werbeträger schwören:



Ich habe keine Ahnung, warum in diesem Ort so viele Schilder bzw. Häuser aus Wellblech und/oder in Tierform sind, verspreche Euch aber, es für Euch (und natürlich auch für mich) herauszufinden.
Wer mir sein ehrliches Interesse an der Auflösung übermittelt, wird von mir auf dem Laufenden gehalten. Alle anderen dürfen aber auch weiterhin in unserem Blog stöbern ;-) T°
Ich weiss nicht, ob man das in D kennt, aber hier gibt es relativ häufig die Möglichkeit, in Lokalen/Bars/Restaurants seine Visitenkarte in einen Behälter zu werfen, aus dem dann sogenante "Office Shout"-Gewinner gezogen werden. Das bedeutet, daß der Gewinner und (im Optimalfall für den Laden möglichst viele) seine(r) Kollegen nach der Arbeit dorthin gehen und die $50.00 Bar Tab - oder was auch immer es sonst zu gewinnen gibt - vertrinken und möglichst noch mehr Geld dort lassen.
Heute erhielt ich eine E-Mail von Goode Brothers, einem Lokal in Takapuna, in dem ich erst einmal essen war, daß ich den Office Shout gewonnen habe, $50.00 für Getränke plus 2 Pizzas, einzulösen heute ab 16:00h.
Unglücklicherweise hatte ich bei meinem ersten Besuch dort keine Firmen-Visitenkarten einstecken, sondern nur meine Private, weshalb ich erst um 1/2 Sieben von meinem Gewinn erfahren habe. Und jetzt wurde es natürlich schwierig, so kurzfristig noch "Kollegen" zu organisieren, zumal ja heute auch noch die QM 2 zu Besuch in Auckland war & nicht wenige Leute das Spektakel der Abfahrt um 20:00h miterleben wollten. also "mussten" wir zu zweit hin :-)
Pizza war durchwachsen, wie (fast) alle Pizzas hier in diesem Land, außer bei Gina's, aber zu zweit $50.00 zu vertrinken, wenn auch noch einer fahren muss, ist gar nicht soo einfach. Wir haben nur 44.00 geschafft, dann war Schluß. Aber, wir haben natürlich beide wieder unsere Visitenkarte eingeworfen :-)
Am Wochenende war mal wieder Lantern Festival. Nachdem wir letztes Jahr mit meinem Vater zufaellig daran vorbeigekommen sind, allerdings per Auto auf dem Weg von Mission Bay nach Devonport und nur im Stau standen, sind wir dann nicht hingegangen, weil wir unser Auto erst gar nicht losgeworden waeren. Diesmal sind wir mit der Faehre rueber.
Silke haette einen Anfall bekommen, aber auch Thomas konnte es am Anfang nicht so recht geniessen, weil es Sonntag abend voellig ueberfuellt war. Tausende von Asiaten auf einem Haufen, Millionen von Fressstaenden (und wir als Pseudo-Kiwis ohne Bargeld in der Tasche, deshalb hat es nur fuer 3 vietnamesische Sommerrollen gereicht).
Man konnte sich auch eine eigene Laterne kaufen wie beim Sankt Martins Umzug oder einen schicken Reisfeldhut (s.o.), den Thomas auf keinen Fall haben wollte und dann doch ganz toll fand.

Wellington - Der 55-jährige Angeklagte wurde am Mittwoch in Neuseeland zu 15 Wochen Haft verurteilt. Der eigentlich in Uganda lebende Deutsche war vor gut zwei Wochen in der neuseeländischen Hafenstadt Christchurch bei dem Versuch erwischt worden, 16 vom Aussterben bedrohte Geckos außer Landes zu schmuggeln. Wildschützer fanden die Reptilien in Plastikröhrchen verpackt in seinem Rucksack und verhafteten den Mann.
Die äußerst seltenen Schmuck-Grüngeckos aus ihrer natürlichen Umgebung zu entfernen, ist strengstens verboten. Die Tiere haben der Wildschutzbehörde zufolge einen Wert von umgerechnet rund 100.000 Euro. Der Anwalt des Deutschen erklärte, sein Mandant sei als Kurier missbraucht worden. Richterin Jane Farish sah es hingegen als erwiesen an, dass der Deutsche ein vorsätzliches Vergehen beging.
Der 55-Jährige arbeitete den Ermittlern zufolge mit zwei Komplizen aus der Schweiz und Mexiko zusammen. Die beiden hatten die Tiere auf der Otago-Halbinsel gefunden, eingesammelt und ihm übergeben. Sie bekannten sich schuldig und sollen Ende des Monats verurteilt werden.
Erst im Januar war ein Deutscher mit Dutzenden Geckos in der Unterhose bei der Ausreise erwischt worden. Er wurde zu 14 Wochen Haft verurteilt.
A man who admitted trying to smuggle 16 protected jewelled geckos out of New Zealand was today sentenced to 15 weeks imprisonment.
Manfred Walter Bachmann, a German resident of Kampala, Uganda, will be immediately deported upon his release from prison.
Bachmann was carrying the geckos inside pieces of plastic pipe in his backpack when arrested by the Wildlife Enforcement Group in Christchurch on February 14.
He last month admitted two charges under the 1953 Wildlife Act and faced the maximum of six months of imprisonment on each charge.
Bachmann argued that he was duped into his role in the operation but at Christchurch District Court today Judge Jane Farish said she did not accept this.
Judge Farish said that given the value of the geckos - worth up to $200,000 in Europe - perhaps the penalty needed to be increased to deter this type of crime.
"I do need to make it abundantly clear to you that commercial trafficking of protected species is dealt with in a serious way in New Zealand."
If creatures such as these were not protected they could face extinction, Judge Farish said.
She said the way the geckos were packaged in tubes for smuggling was not humane and "pretty appalling".
Two other men arrested after the geckos were found on Bachmann also appeared in Christchurch District Court today in a separate hearing.
They were accused of taking the geckos from the Otago Peninsula.
Thomas Benjamin Price, 31, a stockbroker from Gallen, Switzerland, pleaded guilty to a charge of possession of absolutely protected wildlife and a charge against him of hunting absolutely protected wildlife was withdrawn
Gustavo Eduardo Toledo-Albarran, a 28-year-old chef from Carranza, Mexico, admitted hunting absolutely protected wildlife and the charge of possessing absolutely protected wildlife was withdrawn.
The men are being held in custody until March 29 when they will be sentenced.
Judge David Saunders said a short term of imprisonment or substantial fines could be expected in the case of both men.
Das Ganze war übrigens total sicher, die angekündigte Welle sollte eine Höhe von ungefähr einem Meter haben und der North Head ist 65 m hoch, wir haben uns also keineswegs in Lebensgefahr begeben.
Als wir ankamen, waren schon viele Leute da, Familien mit kleinen Kindern, auch vereinzelte Picknickkörbe und -decken. Das Fernsehen natürlich auch, also haufenweise Menschen dort oben. Anders sah es unten aus, wie hier auf dem Bild gut zu erkennen ist, Cheltenham Beach (der Strand, an dem wir normalerweise schwimmen gehen) war menschenleer, und das bei 28°...

Sehr schön fand ich die beiden schaulustigen Möwen :-)
Der Waitemata Harbour war vorsichtshalber evakuiert worden, das heißt, dass alle größeren bis richtig großen Schiffe und Boote raus in den Hauraki Golf gefahren sind und dort in sicherem Abstand zum Land gewartet haben. Unter Diesen Schiffen war auch die Princess Dawn, ein Kreuzfahrtschiff mit einer Kapazität von 2000 Passagieren, die in der Hafeneinfahrt lag und abwartete, was denn da noch kommen würde...

Die Princess Dawn zwischen North Head und Bastion Point
Ja, so lungerten wir dort eine halbe Stunde herum und schauten, dann war es 10:52h und auf einmal...
... passierte nichts! 10:53h kam und ging, es wurde 11:00h und nichts ist passiert. Vielleicht hat man als anerkannter Tsunami-Experte anhand von bestimmten Veränderungen im Wellen-Gekräusel erkennen können, wann der Tsunami kam, aber für uns Laien war da nix auszumachen. also keine spektakulären Fotos und kein Press Photography of the Year Award...
Wir sind dann nochmal um den Berg rumgestrolcht und haben nochmal ein paar Bilder von Devonport und der Skyline gemacht, das sah heute mal so aus:

Rechts vorne Devonport, links hinten Auckland, ist es net schee?
Ja und dann wollten wir noch warten, bis die Dawn Princess sich wieder in den Hafen begibt, um noch ein paar Bilder von ihr vor der Skyline zu schießen, was man normalerweise nicht gut kann, da die Kreuzfahrtschiffe in der Regel zwischen 7 und 8:00h morgens ankommen und dann das Licht ganz anders ist (bzw. wir noch in den Federn liegen...), mussten dann aber erfahren, dass sie auf einer Sandbank festsitzt und erst bei auflaufendem Wasser wieder freigeschleppt werden kann. Also gibt's davon dann auch keine Bilder :-), war aber trotzdem ein schöner Morgen, den wir sonst wahrscheinlich nur verschlafen hätten T°

Michi hat mich Freitag nach der Arbeit im Büro abgeholt und wir sind direkt losgefahren, nach Whangamata ins Copsefield B&B. Aber, wenn es etwas gibt, was an Auckland so richtig nervt, dann ist es an einem Freitagnachmittag aus der Stadt rausfahren. Egal, ob nach Süden oder nach Norden (woanders hin kann man eh nicht...), es ist einfach alles dicht. Warum? Weil der Kiwi an sich am Wochenende gerne wegfährt, z.B. in seine Bach (gesprochen: Bätch mit kurzem ä). Aber Euch jetzt hier zu erklären, was das ist, würde doch zuweit führen, vielleicht ein andermal.
Anyway, wir haben für die Strecke von 154 km nur 2,5 Stunden gebraucht... Um 1/2 neun waren wir also endlich da und wurden von den Hosts noch zu einem Plausch bei Bier und Wein im Garten gebeten. Das B&B ist recht einfach, aber sauber und gemütlich, auf einem Riesengrundstück mit Fluß hinterm Haus.
Morgens sind wir dann nach dem Frühstück erstmal an den berühmten Surf-Beach von Whangamata gefahren, aber leider war es total bedeckt & diesig, deshalb keine Fotos davon. Also sind wir dann erstmal einen Kebab essen gegangen. Ihr glaubt ja garnicht, wie gut diese Vögel schmecken, schade daß die so selten sind... :-)

Spaß beiseite, weiter gings nach Opoutere Beach, auch sehr bekannt, vor allem wegen seiner New Zealand Dotterel-Brutkolonie, aber bis dorthin haben wir es leider nicht geschafft, da ich mir morgens den Knöchel vertreten hatte und dadurch vor allem am Strand nicht so richtig gut zu Fuß war... aber auch sonst ist es ein sehr schöner Strand, ewig lang, weißer Sand, ach was soll die Lobhudelei, halt ein ganz normaler neuseeländischer Strand...

Opoutere Beach
Danach weiter nach Tairua, einchecken in die Pacific Harbour Lodge, sehr 'basic', aber 'nem geschenketen Barsch und so weiter... Blödsinnigerweise hatten wir an diesem Abend noch vor, die Lost Spring in Whitianga zu besuchen, mußten also nochmal 45 km in Richtung Norden und danach wieder zurück fahren. aber es hat sich gelohnt. TLS ist eine sehr schöne und erst ein Jahr alte Anlage, in der man in bis zu 40° warmen Thermalwasser, was aus einer Tiefe von fast 700 m hochgepumpt wird, baden kann. Sehr angenehm - aber braucht man das wirklich unbedingt bei 28° Aussentemperatur? Bei unserem kurzen Spaziergang davor haben wir an der Wharf zugesehen, wie Sportfischer einen riesigen Blue Marlin angelandet und vom 'Weigh Master' haben wiegen lassen. Ich hab ja noch nie 222,3 kg Fisch an einem Stück gesehen! War schon sehr beeindruckend. Auf meine Frage hin, in welchem Restaurant man den heute Abend dann essen kann, bekam ich erklärt, daß der Handel mit Marlin in NZ verboten ist, aus Artenschutzgründen. Würde man den Handel erlauben, wäre die ohnehin schon gefährdete Art bald überfischt und demnächst wohl ausgerottet. Gutes Gesetz NZ, mehr davon! Für den Sportfischer bedeutet das jetzt allerdings ein Jahr lang 'Smoked Marlin', ich hoffe, der kommt ihm nicht zu den Ohren raus :-)

222 kg Fisch am Spieß!
Heute vormittag haben wir dann eine Bootstour von Hahei Beach aus nach Cathedral Cove, durch die vorgelagerte Marine Reserve und zu den südlich von Hahei gelegenen Grotten gemacht. Eine Stunde im Schlauchboot, alles mal vom Wasser aus gesehn, guter Kommentar dazu, hat Spaß gemacht. Auf der Homepage gibt's ein Video von der Tour, falls wer mal schauen möchte...
Dann mußten wir uns schon langsam auf den Rückweg machen, allerdings nicht direkt, sondern über die 309 Road, eine Schotterstraße, die von Coroglen quer über die Halbinsel an die Wetsküste bei Coromandel Town führt. 'Off the beaten Track', wie man so sagt. dort waren wir noch kurz in einem Kauri Tree-Wald, wo Michi ihrem neuen Hobby, dem 'Tree-Hugging' fröhnen konnte. Das sind schon ein paar Riesenbäume, immer wieder beeindruckend, selbst wenn man sie schon öfter gesehen hat.

'Tree Hugging' findet immer mehr Anhänger :-)
Und dann kam mein persönlicher Höhepunkt des Wochenendes, die Waiau Falls, genauergesagt das Schwimmen in Selbigen... Kalt war's, aber wesentlich erfrischender als gestern in der Thermalbadewanne... Und das Prasseln auf die Schädeldecke, wenn man sich direkt darunterbegibt, finde ich auch nach -zigmal schwimmen in den verschiedensten Wasserfällen immer noch toll!

Yeah!
Aber jetzt ging's wirklich direkt nach Hause, also direkt mit nochmal ca. 8 Fotostopps, am 'Firth of Thames', in Thames, an der süßen kleinen Kirche auf dem Weg dorthin, da gibt's einfach sooo viel zu sehen.

All Saints Anglican Church, irgendwo zwischen Coromandel Town und Thames

Junction Hotel & Pub, Thames, Coromandel
Leider haben die meisten Urlauber von Overseas nur eine, maximal zwei Nächte für Coromandel, aber wenn man das ganze Land in 21 Tagen bereisen will/muss, dann ist das eben so. Ich war jetzt zum 5ten, Michi zum 4ten mal dort - und wir fahren ganz sicher nochmal hin, wir haben noch längst nicht alles gesehen was Coromandel zu bieten hat...
Jetzt fragt ihr Euch sicher alle, warum ich einmal öfter dort war, stimmt's? Na, dann geht doch einfach mal zum allerersten Eintrag in diesem Blog von August letzten Jahres, dann wisst Ihr wieder warum ;-) T°

Auf dem Festival präsentieren sich ca. 20 Brauereien (von kleinen Micro-Breweries bis hin zu den Größten im Land), ein Weingut (für die, die kein Bier mögen) ist vertreten, es gibt einen Haufen Essensstände aus aller Herren Länder und 2 Bands spielen. Los geht's um 12:00h, Schluss ist um 20:30h. Stattfinden tut es im Ellerslie Racecourse, der Galopprennbahn von Auckland. Klingt doch soweit ganz gut, oder?
Die Realität sieht dann so aus: Als ich mit Robert & Alfred (dem mit 71 Jahren mit Sicherheit ältesten Besucher) gegen 2:00h dort ankamen, durften wir uns erstmal schön eine halbe Stunde in die Einlass-Schlange stellen, obwohl wir unsere Karten schon vorab gekauft hatten. Als wir endlich drin waren, durften wir uns erstmal schön 20 Minuten in die nächste Schlange stellen, um unsere Eintrittskarten mit 'Beer Dollars' aufladen zu lassen, Barzahlung gibt's da drin nämlich nicht. Ziemlich schlechte Organisation...
Dann waren wir erstmal durstig... Los ging's mit einem Harrington's 'Lazy Sunday Summer Ale' - Leider habe ich erst zu spät gesehen, dass da unter anderem Ingwer & Koriander drin sind, und es gibt einfach Sachen, die haben in Bier nix zu suchen! Runde 2 war dann ein 'Gisborne Green Pilsener', diesmal ohne irgendwelche komischen Zutaten. War gut. Und spätestens nach dem 3. Bier, einem 'Bath Ales Wild Hare', das, obwohl aus England, doch trinkbar war, wurde es dann doch langsam unübersichtlich...
In einem Extra-Gebäude gab es auch noch Vorträge über Bier, die am Frühen Nachmittag relativ gut, später dann quasi kaum noch besucht waren. Es ging eben nicht nur ums Trinken, sondern man konnte auch noch etwas lernen :-)

Das Beobachten von Leuten war aber eigentlich das Beste an der Veranstaltung, es waren einige Gruppen in teilweise sehr merkwürdigen Kostümen unterwegs, auch mehrere Junggesellenabschiede, insgesamt gab's viel zu schauen, wie Ihr auf den Bildern sehen könnt.

Ein Clan 'echter' schottischer Highlander

Ein (vermutlich flugunfähiger) Engel?

Ich bin mir sicher: Hier wurde nachgeholfen
Mittlerweile war dann noch Rob zu uns gestoßen, einer von Robert's Arbeitskollegen, den ich bis dato noch nicht kannte, ein sehr lustiger Typ, später mehr...
Inzwischen war es schon später, ich hatte mich zwischenzeitlich von einem Team des Radiosenders 'The Edge' dazu überreden lassen, für ein Freibier meine Hose auszuziehen und mich in einer Pseudo-Lederhose mit Seppelhut mit denen fotografieren zu lassen. Dann also nix wie los mit meinem Gutschein - aber Pustekuchen, ab 19:00h darf kein Bier mehr ausgeschenkt werden. Bitte? Das Fest geht bis 20:30h, und dann ab 7 kein Bier mehr? Und dafür habe ich in der Öffentlichkeit die Hose runtergelassen??? Wir sind dann gegangen. Ich habe jetzt übrigens noch $4.00 Guthaben auf meiner Karte - Damit kann ich aber immerhin in jedem Liquorland-Getränkemarkt bezahlen. Leider weiß ich nichtmal, wo einer ist :-)

Karin hat uns abgeholt und Rob & mich am Ferry Building abgesetzt, von wo aus ich eigentlich mit der Fähre nach Hause fahren wollte, aber Rob hatte anderes im Sinn. Er hat mich auf ein Bier ins CinCin eingeladen, ein Restaurant direkt bei der Fähre, und dort haben wir uns zu drei Fremden an den Tisch gesetzt. Man kam ins Gespräch, sie waren alle 3 Psychoanalytiker und als ich von der Toilette zurückkam, war Rob allen Ernstes dabei, mit einer von den Dreien ihre Bisexualität zu analysieren! Rob ist übrigens kein Analytiker... Naja, so saßen wir dann da, analysierten uns gegenseitig, tranken Bier und plötzlich fand ich mich in einer koreanischen Karaoke-Box auf der Queen Street wieder...
Das war auch eine ganz schön 'strange' Erfahrung! Erstmal Karaoke - ist eigentlich nicht so meins. Dann mit 4 Fremden Menschen in so'ner Privat-Kabine - wenigstens nicht öffentlich. Und dann die Videos - nicht die Originale, nein! Die Lieder werden alle mit Ausschnitten aus koreanischen Spielfilmen, teilweise aus Kriegsfilmen unterlegt, deren Handlung möglichst wenig mit dem Text des Liedes zu tun haben muss. Zumindest glaube ich, dass als Konzept erkannt zu haben... Da wurde dann ordentlich gesungen, teilweise auch eher gejault als gesungen. Die Version von Brittney's 'Hit me Baby' von gestern Abend möchte ich jedenfalls keinem zumuten :-)

Meine Fähre um Mitternacht hab ich dann noch gekriegt, da es keinen Bus mehr gab musste ich allerdings den Berg bis zu uns hochlaufen, was dann doch ein sehr ernüchternder Abschluss für einen insgesamt gelungen Abend war.

Jetzt haben wir das ganze Spektakel verpasst, als ich ihn gesehen habe, war er schon geschlüpft, hatte seine Flügel schon fast komplett geglättet und machte schon erste Abflug-Übungen.

Ich konnte ihn dann zwar noch überreden, wenigstens für ein paar Fotos zu bleiben, aber dann war er auch ganz schnell weg. Jetzt bleibt nur zu hoffen, daß mit den anderen Eiern irgendwann auch noch was passiert und wir doch noch bei wenigstens einem mitkriegen, wie er schlüpft... T°
Also gibt's nur ein paar Fotos:

Vorne ich, im Hintergrund die 'Diamond Princess'

'Splashing Queen' Michi

Muschelsucher bei der Arbeit
Und hinterher gab's Fish & Chips, leben kann so einfach und doch so gut sein... :-) T°


Also nutze ich die Gelegenheit, wenn ich schon sonst nichts zu berichten habe, um Euch von unserer Schmetterlingsfarm zu erzählen.
Wir haben uns neulich im Baumarkt zwei Swan Plants (Asclepias physocarpa, Seidenblume oder auch Ballongrün) gekauft, welche die vom Monarch-Falter für die Ei-Ablage bevorzugten Pflanzen sind. Im Baumarkt waren auch schon haufenweise Raupen auf den meisten Pflanzen, wir haben uns allerdings für zwei Exemplare ohne Raupen entschieden, weil die a) noch nicht so abgefressen waren und b) die Schmetterlinge ja sowieso ihre Eier darauf ablegen werden.
Monarch-Falter Foto copyright by Wikipedia
Dachten wir. Als sich nach einer Woche noch nicht ein einziger Monarch auch nur in der Nähe unserer Pflanzen hat blicken lassen, sind wir wieder in den Baumarkt gefahren und haben noch eine Swan Plant gekauft. Diesmal aber mit 4 (vier!) Raupen, ca. 4-5 cm lang, drauf, damit wir auch ganz sicher das ganze Verpuppen und so mitkriegen.
Am nächsten Morgen waren dann auch noch drei von unseren Raupen da, heute morgen nur noch eine. Heute mittag habe ich dann zufällig eine nur 3-4 mm lange Miniatur-Raupe entdeckt und daraufhin die Pflanzen eingehend betrachtet, und siehe da, sie sind alle voll mit Eiern! Wie genau die dahin gekommen sind? Keine Ahnung, wir hatten, wie gesagt, bis jetzt noch keine Falter in der Nähe der Pflanzen gesehen. Und eben hab ich dann vom Wohnzimmerfenster aus beobachtet, wie ein Schmetterling ein Ei abgelegt hat. Als wir dann draußen waren, um uns das nochmal genau anzuschauen, kam noch einer und hat ein Ei gelegt, während wir mit unseren Köpfen nur ca. 30 cm weg waren... Jetzt geht es los, mit unserer Schmetterlingsfarm! Ich werde Euch auf dem Laufenden halten...