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Freitag, 27. April 2012

ANZAC Day Photo Shoot

Vorgestern war hier ANZAC (Australian & New Zealand Army Corps) Day, der Gedenktag für die Gefallenen der beiden großen Kriege, blah, blah, blah... Michi und ich haben uns in Deutschland schon nicht viel aus Militär & Krieg gemacht - und hier dementsprechend noch weniger... Während also alle anderen zu irgendwelchen Dawn Parades (um 6:00h morgens, ich konnt mich ja grad noch so beherrschen...) und anderen Paraden gerannt sind, haben wir es vorgezogen, ein nettes Photo Shooting mit einer Bekannten zu machen. 

Briar ist im wirklichen Leben allerdings kein Fotomodell, sondern Sales Managerin bei einem großen Hotel in Auckland und hat daher genau die richtigen Klamotten für ein gediegenes 'Office Style Shooting' - allerdings haben wir das Office an unseren Hausstrand Cheltenham Beach sowie auf den Mt. Victoria verlegt. Das Resultat: Gute 2 Stunden Spaß und gute Laune sowie (zusammen) ca.1600 Bilder zum duchschauen. Aua. Gottseidank kann man bei sowas ja gut aussieben, erstmal die unscharfen löschen, dann die mit dem blöden Gesicht, und so weiter... We're getting somewhere - slowly...

Hier ein paar Schnappschüsse vom Shooting:















Sonntag, 29. August 2010

Charity

Charity ist hier in Neuseeland eine ganz große Sache. Nicht nur, dass es überall so genannte "Opshops" (Opportunity Shops, Second-Hand-Läden) gibt, die meistens von der Heilsarmee oder aber von anderen gemeinnützigen Organisationen betrieben werden, man hat hier auch auf der Straße ständig die Möglichkeit, für einen guten Zweck zu spenden.

Wenn man gespendet hat, erhält man in der Regel etwas dafür, was man sich anstecken oder ankleben kann. Also wahlweise einen Aufkleber von z.B. der Breastcancer Foundation, den Surf Lifeguards oder aber, so wie am Freitag, eine (künstliche) gelbe Narzisse der Cancer Society of NZ - denn es war Daffodil Day.

Und so kommt es, dass man auf seinem morgendlichen Weg ins Büro haufenweise Leute sieht, die eine gelbe Blüte am Revers tragen. Und dies erzeugt dann einen gewissen psychologischen Druck, dadurch dass all diese Leute sehen können, dass DU nicht gespendet hast. Deswegen habe ich mich diesem Druck am Freitag auch mal gebeugt und habe etwas gespendet - auch wenn ich eigentlich nicht viel zum Spenden übrig habe. 

Am größten ist der Druck wohl am ANZAC-Day, das ist der Tag, an dem in NZ, Australien  und Tonga der Toten des "Australian and New Zealand Army Corps" gedacht wird, die in diversen Kriegen (meistens am anderen Ende der Welt, hier war ja noch nie so richtig Krieg...) gefallen sind. Am ANZAC-Day bekommt man für seine Spende eine falsche, rote Mohnblüte (Poppy) - und die hat dann wirklich jeder anstecken!

Ich allerdings nicht, da ich es als Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen nicht mit meiner moralischen Einstellung und meinem politischen Weltbild vereinbaren kann, für irgendetwas zu spenden, was auch nur entfernt mit Armee oder Krieg zu tun hat. Und ich bin mir ganz sicher, deswegen auch schon mit bösen Blicken bedacht worden zu sein. (Vaterlandsverräter...)

Da geb' ich doch lieber was am Jandal-Day, wenn an allen Straßenecken Rettungsschwimmer in ihren lustigen rot-gelben DHL-Outfits in Flip-Flops rumstehen und die Spendendose schütteln. Die Rettung Ertrinkender zu unterstützen, erscheint mir in einem Land mit was weiß ich wieviel Tausend Küstenkilometern und mehreren Millionen Booten auch eher sinnvoll, oder?